Eurovision Song Contest: Belarus darf nicht teilnehmen

  • Belarus wird von der Teilnahme am Eurovision Song Contest ausgeschlossen.
  • Das Land sollte seinen Song überarbeiten, da er in den Augen vieler die Protestbewegung gegen Langzeitmachthaber Alexander Lukaschenko verhöhnte.
  • Doch auch die überarbeitete Fassung verstoße laut European Broadcasting Union gegen die Wettbewerbsregeln – deswegen darf Belarus nun nicht teilnehmen.
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Bereits vor etwa zwei Wochen wieder einkassiert wurde der musikalische Beitrag, mit dem das autoritär geführte Belarus beim Eurovision Song Contest (ESC) ins Rennen gehen wollte. Der Song „Ja nauchu tebja“ („Ich werde dir beibringen“) der Band Galasy ZMesta stelle in seiner damaligen Form „den nicht politischen Charakter des Wettbewerbs infrage“, hieß es vom ESC-Organisator, der Europäischen Rundfunkunion in Genf. Zuvor hatte es Beschwerden gegeben, weil der Song mit Zeilen wie „Ich werde dir beibringen, nach der Melodie zu tanzen“ in den Augen vieler Menschen die Protestbewegung gegen Langzeitmachthaber Alexander Lukaschenko verhöhnt.

Die European Broadcasting Union (EBU) forderte eine neue Version, doch auch das hat nicht funktioniert. Denn nach Prüfung des neuen Songs „wurde der Schluss gezogen, dass die neue Einreichung auch gegen die Wettbewerbsregeln verstößt, die sicherstellen, dass der Wettbewerb nicht instrumentalisiert oder in Verruf gebracht wird“, heißt es in einem EBU-Statement vom Freitagabend. Deshalb „wird Belarus leider im Mai nicht am 65. Eurovision Song Contest teilnehmen“.

RND/hsc/mit dpa

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