„Esther Sedlaczek: Ein Pitbull gibt eher nach“

Nach Bierhoff-Interview: Twitter feiert ARD-Moderatorin Sedlaczek

Für ihre Interviews nach dem deutschen WM-Aus in Katar erntete Esther Sedlaczek viel Lob.

Für ihre Interviews nach dem deutschen WM-Aus in Katar erntete Esther Sedlaczek viel Lob.

Der Mythos, Deutschland sei eine Turniermannschaft, ist wohl vorerst auserzählt: Nach dem zweiten Vorrunden-Aus bei einer Weltmeisterschaft in Folge ist die Enttäuschung beim DFB-Team groß. Nach dem 4:2-Sieg gegen Costa Rica, der aber nicht für die K.o.-Phase reichte, versuchte sich Oliver Bierhoff in der ARD an Erklärungen für das erneute Debakel. Wer angesichts des bitteren Ausscheidens mit Nachsicht von Interviewerin Esther Sedlaczek gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt.

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Die ARD-Moderatorin konfrontierte den Geschäftsführer der Nationalmannschaft mit knallharten Fragen. Als Bierhoff recht vage sagte, er verspüre „Wut“ und „Enttäuschung“, hakte die 37-Jährige nach: „Auf wen empfinden Sie denn die Wut? Auf die Mannschaft?“ Zwar verzichtete Bierhoff auf eine klare Schuldzuweisung, räumte aber ein: „Das zieht sich schon seit zwei, drei Jahren hin, dass wir Spiele leichtfertig hergeben.“

Kontroverse um „One Love“-Binde: „Das hätten wir besser machen können“

Neben der enttäuschenden Turnierleistung kam Sedlaczek auch auf die Kontroverse rund um die „One Love“-Armbinde zu sprechen. Sie fragte bei Bierhoff kritisch nach, ob der Umgang mit dem Thema nicht besser hätte ablaufen können. Der Ex-Stürmer versuchte zunächst auszuweichen: „Glauben Sie wirklich, dass nach drei Spielen, die auf dem Platz stattgefunden haben, dass diese ‚One Love‘-Binde eine so große Rolle gespielt hat?“ Sedlaczek blieb aber beharrlich und wollte wissen: „Gibt‘s Dinge, die aus ihrer Sicht hätten besser laufen können?“ Daraufhin räumte Bierhoff schmallippig ein: „Da kann ich nur zustimmen. Das hätten wir besser machen können - ohne Zweifel.“

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Über seine eigene Position mache er sich so kurz nach der Niederlage keine Gedanken, erklärte der 54-Jährige auf Nachfrage. Trotz einer insgesamt guten Bilanz seiner 18-jährigen DFB-Ägide kam Bierhoff nicht umhin, zu sagen: „Bei drei schlechten Turnieren habe ich natürlich keine Argumente. Das muss ich akzeptieren.“

„Esther Sedlaczek: Ein Pitbull gibt eher nach“

Auf Twitter erntete Esther Sedlaczek für ihr Interview viel Lob. „Esther Sedlaczek komplett überragend in der ARD - genau die richtigen, harten Fragen an alle Verantwortlichen“, zollte „Sport Bild“-Journalist Henning Feindt seiner Kollegin Respekt. Ein anderer Nutzer schrieb: „Esther Sedlaczek trägt die Wut einer ganzen Nation in sich und nimmt Bierhoff gerade journalistisch auf allerhöchstem Niveau auseinander. Genial.“

Eine andere Nutzerin teilte diese Meinung. „Esther Sedlaczek stellt Oliver Bierhoff die Fragen, die sich ganz Fußball-Deutschland stellt - und das ist richtig guter Sportjournalismus.“ Ein weiterer Twitter-User betitelte Sedlaczek sogar als „beste Sportjournalistin im deutschen Fernsehen“. Einen Vergleich mit Augenzwinkern zog ein anderer: „Esther Sedlaczek: Ein Pitbull gibt eher nach. Starke Interviews!“

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RND/Teleschau

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