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  • ESC 2020: Coronavirus bedroht Eurovision Song Contest – bestätigter Coronafall im Eurovisionsteam

ESC-Ausfall droht: Bestätigter Coronafall beim Eurovisionsveranstalter

  • Beim Veranstalter des Eurovision Song Contest in Genf herrscht Coronaalarm.
  • Ein Mitarbeiter der Europäischen Rundfunkunion wurde in Genf positiv getestet.
  • Mehrere Kollegen sind in Quarantäne. Muss der ESC nun abgesagt werden?
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Auch der Eurovision Song Contest 2020 könnte dem Coronavirus zum Opfer fallen: Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) erfuhr, ist ein Mitarbeiter der Europäischen Rundfunkunion (EBU) in Genf, die den Wettbewerb veranstaltet, positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden. Die EBU bestätigte den Fall: “Wir können bestätigen, dass ein Mitarbeiter der EBU nach der Rückkehr aus Norditalien Anfang letzter Woche positiv auf Covid-19 getestet wurde.”

Coronavirus beim ESC: Mehrere EBU-Mitarbeiter unter Quarantäne

Die kantonale medizinische Behörden in Genf (Direction Générale de la Santé) habe jene EBU-Mitarbeiter, die mit dem Kollegen in engem Kontakt standen, identifiziert. Sie befänden sich allesamt in Quarantäne zu Hause. Eine Schließung der EBU hätten die Mediziner nicht für nötig erachtet, heißt es beim ESC-Veranstalter. “Als Vorsichtsmaßnahme haben wir jedoch empfohlen, dass alle nicht operativen Mitarbeiter bis zum 13. März von zu Hause aus arbeiten, um die Risiken zu minimieren.” Ob und wie eng der Mitarbeiter an der Vorbereitung des ESC beteiligt war, wollte die EBU nicht mitteilen. In Genf arbeiten mehrere hundert Mitarbeiter der Rundfunkunion.

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Muss der ESC unter diesen Umständen abgesagt werden? Bisher hielt sich die EBU zu dieser Frage bedeckt. “Wir beobachten die Entwicklung sehr genau”, hieß es in den vergangenen Tagen in einem gleichlautenden, zurückhaltenden Statement. “Wir haben im Blick, was in ganz Europa passiert, und prüfen mehrere mögliche Szenarien.” Für eine endgültige Entscheidung sei es noch zu früh.

ESC 2020: Rotterdam erwartet 65.000 ESC-Touristen

Unter dem Eindruck eines konkreten Coronafalles jedoch könnte die Risikobewertung anders ausfallen. 65.000 Menschen aus fast 50 Ländern werden zu dem Großereignis erwartet. Für ein aggressives Virus wären das ideale Ausbreitungsbedingungen, erst recht, wenn das Virus bereits beim Veranstalter umgeht.

Offiziell allerdings bereitet die EBU weiter den Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam vor. Das ESC-Finale geht am 16. Mai über die Bühne, die beiden Halbfinale am 12. und 14. Mai. 41 Länder nehmen am weltweit größten Musikwettbewerb teil, ESC-Fans werden aber auch aus Ländern erwartet, die auf den ESC verzichten. Für Deutschland tritt der 22-jährige Ben Dolic mit seinem Dancepopsong “Violent Thing” an.

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36.000 Live-Zuschauer bei drei TV-Shows

Mindestens vier große öffentliche Proben und drei TV-Shows sind für Rotterdam vorgesehen. Die beiden Halbfinals und das Finale sind bereits ausverkauft. Das bedeutet: Allein für die TV-Shows werden sich dreimal 12.000 Menschen in der Arena Ahoy Rotterdam versammeln – also 36.000 Zuschauer.

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Die Rundfunkunion ist ein Verbund überwiegend öffentlich-rechtlicher Sender aus 56 Staaten. Dazu kommen 33 assoziierte Mitglieder aus 21 weiteren Staaten – unter anderem aus Kanada, Japan, Mexiko, Brasilien, Indien, Hongkong und den Vereinigten Staaten. Sie veranstaltet seit 1954 den Eurovision Song Contest. In diesem Jahr ist die 65. Ausgabe vorgesehen. Ob sie tatsächlich über die Bühne geht, verschoben oder in einer reinen Onlinevariante ausgetragen wird, ist derzeit noch offen.

RND

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