„Bin da ziemlich blauäugig reingegangen“: Ex-Dschungelcamper Marco im Interview

  • Das Zuschauervoting der 14. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ hat sein erstes Opfer gefunden.
  • Marco Cerullo musste am Freitagabend das Camp verlassen.
  • Im Interview nach seinem Auszug spricht er über Schwäche, das Essen im Camp und seinen Favoriten im Kampf um die heiß begehrte Dschungelkrone.
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Hannover. Eine Woche nach dem Start der 14. Staffel „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ hat das Zuschauervoting über den ersten Auszug aus dem Dschungelcamp entschieden: „Bachelor in Paradise“-Kandidat Marco Cerullo (31) musste seinen Rucksack packen und sich von seinen Mitstreitern um die Dschungelkrone verabschieden. Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sprach er über seine Zeit im australischen Dschungel.

Wie überrascht waren Sie über Ihre Rauswahl?

Ich war im ersten Moment schon sehr überrascht, dass ich ausgewählt wurde. Man hat das meinem Gesicht, glaube ich, auch angesehen, dass ich damit so gar nicht gerechnet habe. Jetzt, im Nachhinein, bin ich auch wirklich froh, dass ich draußen bin, weil es da drin eine echt harte Zeit war.

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Auf wen hätten Sie denn getippt, wer als Erster herausfliegt?

Ich habe ein bisschen mit Anstasiya und Markus gerechnet. Jetzt bin ich es halt geworden. (lacht)

Sie kannten das Camp ja nur aus dem Fernsehen. Was ist denn so ganz anders, wenn man dann selber mitmacht?

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Ich habe im Vorfeld nicht so richtig gewusst, worauf ich mich einlasse. Das habe ich gleich am ersten Tag gemerkt. Das hat sich angefühlt, als wäre ich gegen eine Betonwand gelaufen. Da habe ich mich gefragt: „Okay, was habe ich nur gemacht?“ Das Camp ist auf jeden Fall sehr hart. Im Fernsehen kommt diese Schwierigkeit gar nicht rüber.

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Die Gewinner von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“
1:17 min
Im Jahr 2004 startete die Realityshow „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“, in der Prominente darum kämpfen, sogenannter „Dschungelkönig“ zu werden.  © Thomas Kielhorn/Fotos: dpa

Worunter haben Sie am meisten gelitten?

Das Essen war sehr schlimm. Ich habe fast sieben Kilo abgenommen. Mein Gesicht ist sehr schmal geworden.

„Schwäche will keiner sehen“ haben Sie sofort nach Ihrer Rauswahl gesagt. Wie meinen Sie das?

Wo ich da raus bin, war ich schon sehr deprimiert. Da habe ich mich nicht so ganz gut verhalten. Ich war einfach nur geknickt, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass ich da als Erster rausgehen muss. Schwäche zu zeigen ist, glaube ich, eine Stärke, die nicht unbedingt jeder besitzt. Ich bin ganz stolz darauf, dass ich die emotionale Seite an mir gezeigt habe. Ich habe jetzt mit Christina gesprochen, warum ich als Erster ausgewählt wurde, aber sie kann sich das auch nicht erklären. Aber dann habe ich eben Pech im Spiel und Glück in der Liebe … (lacht)

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Ihre Befürchtung, dass irgendwelche blöden Nachrichten auf Ihrem Handy ankommen könnten, während Sie im Camp sind, waren also unbegründet?

Stell dir mal vor, du fliegst in den Urlaub und gibst deiner Freundin das Handy und sagst: „Pass mal eine Woche drauf auf.“ Das ist schon ein komisches Gefühl. Aber ich hatte nichts zu befürchten. Es ist alles gut, und Christina sitzt mir jetzt gegenüber.

Vielleicht war es ein bisschen ungeschickt, in der Sendung zu erwähnen, dass die Freundin jetzt auf das Handy aufpasst. Unter sechs Millionen TV-Zuschauern kann immer mal einer sein, der einen ärgern will …

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Danach hatte ich es natürlich bereut, dass ich es erwähnt habe. Aber das war einfach so in mir in dem Moment, und dann habe ich das halt gesagt. (lacht)

Bereuen Sie, ins Dschungelcamp gegangen zu sein?

Nein, ich bereue meine Entscheidung nicht. Die Erfahrung, die ich da gemacht habe, war gut, aber ich würde sie nie wieder machen. Das war wirklich eine sehr, sehr harte Zeit. Jeder, der da reingeht, sollte vorher lieber fünfmal darüber nachdenken. Das habe ich halt nicht gemacht. Ich bin da ziemlich blauäugig hereingegangen und habe das da drinnen knallhart gemerkt. Aber ich nehme schon sehr viel Positives für mich mit.

Mitcamperin Sonja Kirchberger hat in der Sendung gesagt, dass sie sich vorstellen kann, dass Sie jenseits des Rampenlichts sehr glücklich werden könnten …

Mir macht es schon Spaß, in der Öffentlichkeit zu stehen, aber da muss ich mir in den nächsten Tagen und Wochen einfach mal Gedanken drüber machen.

Die Sendung kann ja immer nur einen Ausschnitt aus dem Tag zeigen. Dreht es sich im Camp auch fast die ganze Zeit nur um Elena und Danni?

Gar nicht. Gefühlt geht es nicht nur um die beiden. Drinnen geht es um alle. Jeder ist mit in den Gesprächen drin und hat seine Themen, aber dass es sich hier draußen so um Elena und Danni dreht, da hätte ich gar nicht so mit gerechnet.

Aber kam es Ihnen nicht seltsam vor, dass die beiden immer wieder in die Dschungelprüfung gewählt wurden?

Wir haben uns schon ein bisschen gefragt, warum das so ist. Aber ganz am Anfang hatten sie ja nicht so viele Sterne geholt, deswegen dachten wir, dass der Zuschauer uns hungern sehen will und dass er deswegen immer für die beiden angerufen hat.

Was glauben Sie denn, wer Dschungelkönig oder Dschungelkönigin wird?

Ich denke, Elena oder Toni werden Dschungelkönigin. Die beiden kämpfen sich da durch. Vor allem die Elena beißt sich da durch und ist bis jetzt sehr tough gewesen, trotz der ganzen Prüfungen. Deswegen könnte ich mir vorstellen, dass Elena das Ding am Ende rockt.