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Harald Glööckler spricht im Dschungel über Kindheitstrauma: „Mein Vater war gewalttätig“

Harald Glööckler will im Dschungelcamp sein Kindheitstrauma verarbeiten.

Man braucht vermutlich die Gelassenheit und Leidensfähigkeit eines Zen-Meisters, um einen nervenaufreibenden Abenteuer-Aufenthalt unter Schlangen, Raubkatzen, gefährlichen Insekten, wilden Affen und missgünstigen Camp-Mitbewohnern als eine Art inneren Rückzugsort bezeichnen zu können. Harald Glööckler, der nach nur zwei Folgen „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ mit an größte Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit designierter, aber eben vorübergehend noch ungekrönter Dschungelkönig, ist so ein harter Brocken. Oder wie er selbst sagt: „Ich bin ein starker Junge.“

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Dschungelcamp 2022: Die bisherigen Gewinner von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“

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Zur großen inneren Stärke gehören unter modernen Männern eben auch die bitteren Tränen - und die Bereitschaft, sich komplett zu öffnen. Bis über die Schmerz- und Tabu-Grenze hinaus. Wer keine Angst zu kennen scheint, kann dann auch die ganz privaten Themen in aller Öffentlichkeit ausbreiten. Harald Glööckler betreibt bei RTL Seelen-Striptease. Doch schmuddelig ist dabei nichts. Im Gegenteil: Für ihn soll das Dschungelcamp reinigende Wirkung haben. „Ein Reset, um mich um mein Inneres zu kümmern“, sagt er über den Südafrika-Aufenthalt, zu dem er sich selbst beworben hatte. „Es ist ein Detox, nicht nur für den Körper, sondern auch seelisch.“

Harald Glööckler: „Ich will meine Kindheit lösen hier“

Klar: So was kann man einfach mal in die Kamera hinein behaupten, weil „Detox“-Maßnahmen ja auch so gut in die Zeit passen. Für den 56-Jährigen allerdings ist das kein Dicke-Lippen-Bekenntnis, sondern bitterer Ernst. Selten hat man in der bisherigen Dschungel-Reihe gesehen, wie ein Teilnehmer freiwillig so rasch alle Schleusen öffnete. Schon am zweiten Tag im Camp ließ Glööckler keinen Zweifel daran, dass er sein Leben ändern möchte - ausgerechnet in einer Trash-TV-Sendung.

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„Ich will meine Kindheit lösen hier“, sagt er. Er möchte sich seinen Dämonen stellen. Hart an sich arbeiten. Und auch seine langjährige Paar-Beziehung, die in einer schweren Krise zu stecken scheint, ausgerechnet in der Ferne aufarbeiten. Es dürfte ein schmerzhafter Prozess werden, aber Heilung ist schon jetzt für ihn in Sicht. „Wir müssen die Masken ablegen“, sagt ausgerechnet der Mann, der sich hinter kosmetischen Behandlungen und Permanent-Makeup bislang so sehr zu verstecken schien. „Im Grunde bin ich auf Kur hier.“

„Meine ganze Kindheit war ein einziges Trauma“

Und tatsächlich: Es gibt Glööckler-Themen, die kaum einen Zuschauer oder eine Zuschauerin kaltlassen dürften. „Meine ganze Kindheit war ein einziges Trauma“, sagt er im Rückblick auf eine Lebenslast, die er lange mit sich tragen musste. „Mein Vater war Metzger, und er war sehr gewalttätig.“ Als Junge fürchtete Harald fast täglich, dass er seine geliebte Mutter zu Hause tot auffinden würde. Als er 13 Jahre alt war, bewahrheitete sich der Horror. Seine Mutter starb - an inneren Blutungen. Dass es kein „Unfall“ gewesen war, wie es lange hieß, daran ließ der Modeschöpfer nun keinen Zweifel.

Höllische Schmerztherapie - und trotzdem ein befreites Lachen: Harald Glööckler erspart sich und den Zuschauern so gut wie nichts. "Meine ganze Kindheit war ein einziges Trauma", sagt er. Im Dschungelcamp möchte er alles aufarbeiten. "Im Grunde bin ich auf Kur hier."

Höllische Schmerztherapie - und trotzdem ein befreites Lachen: Harald Glööckler erspart sich und den Zuschauern so gut wie nichts. "Meine ganze Kindheit war ein einziges Trauma", sagt er. Im Dschungelcamp möchte er alles aufarbeiten. "Im Grunde bin ich auf Kur hier."

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Ein Schock-Fernsehmoment, der dann sogar das Moderationsduo für kurze Zeit sprachlos machte. Trotz der Witzelei und der flapsigen Formulierung wirkte Daniel Hartwich echt mitfühlend, als er von einer Märchen-Entwicklung sprach: „Vom schrillen Modedesigner zum sehr tapferen Schneiderlein.“

Glööckler richtet Message an homosexuelle Männer

Fast schon harmlos wirkte im Vergleich der Schnelldurchlauf durch das Glööckler‘sche Liebesleben. Schon im zarten Alter von sechs Jahren sei für ihn festgestanden, dass er sich für Männer interessiert. „Mit zehn war‘s mir endgültig klar.“ Aber: Als Homosexueller „outen“ wollte er sich nie öffentlich. Warum auch? „Ich sah da keine Notwendigkeit und dachte, wer das jetzt nicht mitkriegt, dem kann ich auch nicht helfen!“

Allerdings wollte er die Millionen-Reichweite der Sendung nutzen, um dann auch noch Aufklärungsarbeit zu leisten und anderen Mut zu machen: „Ich habe eine Message an junge Männer, die homosexuell sind: Lebt euer Leben“, sagte er am Dschungeltelefon. „Und wer dafür kein Verständnis hat, der kann dann auch aus eurem Leben gehen!“

Jasmin Herren: „Wir haben gelogen. Wir waren nie getrennt“

Wer zuletzt Sorge gehabt hatte, die alljährliche voyeuristische RTL-Fleischbeschau zum Jahresbeginn könnte möglicherweise ihren Zenit überschritten und abgeschlafft sein, wurde im Schnelltempo in den zwei ersten „echten“ Dschungelfolgen wieder eines Besseren belehrt. Denn nicht nur Harald Glööckler lehnte sich unerwartet früh weit aus dem Fenster.

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Auch Jasmin Herren, die Witwe des verstorbenen früheren Dschungelcamp-Teilnehmers Willy Herren, hatte eine Menge zu „gestehen“. So erfuhr das für Klatsch und Tratsch aufgeschlossene Publikum, dass das angebliche Ehe-Aus zwischen dem viel zu früh verstorbenen Kölner Entertainer und der ehemaligen Nackttänzerin angeblich nur ein Täuschungsmanöver gewesen sein soll. Ihr damaliges gemeinsames Ziel: Sie wollten, so Jasmin nun, Herrens oft zudringliche Verwandtschaft, aber natürlich auch Presse und Öffentlichkeit auf Distanz halten.

„Wir haben gelogen“, sagte sie doch etwas überraschend. „Wir waren nie getrennt.“ Selbst der gemeinsame Gang zum Scheidungsrichter sei eine vorgetäuschte Strategie gewesen, um sich neue Fluchtmöglichkeiten zu schaffen. „Lass uns abhauen - haben wir eh immer gesagt“, so Jasmin. Doch dann sei alles anders gekommen.

Endlich Klarheit über Dieter Bohlen: Sex auf dem Zuschneidetisch

Richtigzustellen hatte schließlich auch Janina Youssefian einiges. Sie hätte am liebsten vor den Augen und Ohren der RTL-Fans ihren hartnäckigen Spottnamen „Teppichluder“ abgelegt, den ihr Boulevard-Zeitungen nach einer aufgedeckten Affäre mit dem einstigen DSDS-Chefjuror Dieter Bohlen angehängt hatten. Die 38-jährige Camp-Diva mit dem oft ungebremsten Zug ins Schrille versuchte sich am Umschreiben der Geschichte. So soll die Sex-Geschichte mit Bohlen bereits drei Jahre gegangen sein. Aufklärungsarbeit ist wichtig: „Das war auch nicht im Teppichladen, das war auf dem Zuschneidetisch!“

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Das alles hatte letztlich nicht ganz die Fallhöhe der Dämonen-Austreibungen, die Harald Glööckler betrieb. Und doch stieg die Betriebstemperatur bis über ihre Belastungsgrenze hinaus. Dass allerdings auch, weil Janina zu allem Unglück auch noch von einem blutsaugenden Insekt gebissen wurde. Kein Wunder, dass sie mit den Nerven am Ende war. Und extrem dünnhäutig wurde. „Ich habe Zeckenfieber“, brüllte sie mit hochrotem Kopf. „Zeckenfieber!“

Janina beschimpft Filip als „Spatzenhirn“

Eskaliert war da ein Wortgefecht mit dem Mitcamper Filip Pavlovic, einem ehemaligen „Bachelorette“-Kandidaten. Der geriet mit Janina fast aus dem Nichts heftig in Streit. Und einmal erhitzt, wurde es unter der Sonne Südafrikas schnell wütend. Sie bezeichnete den Mitbewohner als „Spatzenhirn“. Selten kam eine Kriegserklärung so jäh.

Man musste sich fast kneifen, dass es erst die zweite Folge der neuen Staffel war. Wie zur Hölle kann RTL dieses sagenhaft überdrehte neue Tempo weiter durchhalten? Man darf sehr gespannt sein. Auch das bloße Zusehen könnte eine Schmerz-therapeutische Wirkung entfalten.

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Das galt auch für die Dschungelprüfung „Aquälium“. In völliger Dunkelheit musste Anouschka tauchen und Sterne aus Öffnungen herausfummeln, in denen sich Schlangen, Krokodile und Krebse befanden. Es war die härteste Dschungelprüfung der bisherigen „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“-Geschichte. Das sagten jedenfalls Sonja Zietlow und Daniel Hartwich. Sie waren baff, wie cool sich die Schauspielerin schlug.

RND/Teleschau

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