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  • Disney+ plant erstmals zwei deutsche Serien: „Sam - Ein Sachse“ und „Sultan City“

Disney+ plant erstmals zwei deutsche Serien

  • „Sam – Ein Sachse“ und „Sultan City“ heißen die beiden Produktionen, die beim Streamingdienst an den Start gehen sollen.
  • Es sind die ersten beiden deutschen Serien – und Teile der europäischen Produktionsoffensive.
  • Die Konzepte der beiden Serien weisen einen Willen zu einer sichtbaren Diversität auf.
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Bis 2024 will der Gigant Disney 50 Produktionen in Europa in Auftrag geben. Einen Anfang bilden da die beiden deutschen Serien „Sam – Ein Sachse“ und „Sultan City“, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt.

„Sam“ basiert auf dem Leben von Ostdeutschlands erstem schwarzen Polizisten Samuel Meffire, der zunächst in den Neunzigerjahren eine Mediensensation als Symbol für eine vielfältige Gesellschaft geworden ist und später selbst als Staatsfeind hinter Gittern landete. Produziert wird die Serie von Jörg Winger, der auch schon für „Deutschland 83″ verantwortlich war, und Tyron Ricketts. Die Serie soll sechs Folgen umfassen. Ein Startdatum ist noch nicht bekannt.

„Sultan City“ soll ein „Genremix aus Crime, Thriller und Dark Comedy“ sein, wie es in der Pressemitteilung heißt. In acht Episoden soll die Geschichte von der Deutschtürkin Sultan erzählt werden, deren Leben aus den Fugen gerät, als ihr Mann Hasso spurlos verschwindet. Denn der habe das ruhige Familienleben als Tarnung für ein kriminelles Imperium genutzt. „Auf der Suche nach Hasso und Antworten geraten die Frauen selbst in die unbekannte und gefährliche Unterwelt Berlins. Dabei entdecken sie neue, ihnen bisher unbekannte Talente und Sultan wird zur heimlichen Strippenzieherin in der männlich dominierten Mafiawelt“, heißt es weiter.

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Diversität steht im Vordergrund

Auffällig ist bei der Auswahl der Produktionen, dass beide auf Diversität setzen. Menschen mit anderer Hautfarbe und Frauen stehen im Zentrum der Erzählungen – nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Zur Erinnerung: Die ersten Serien von Netflix hatten zumeist männliche Hauptdarsteller.

Die Strategie von Disney+, die eigenen Inhalte und neue Produktionen auf einer eigenen Streamingplattform nur exklusiv anzubieten, scheint aufzugehen. 2026 soll laut einer von der britischen TV-Analyse-Firma Digital TV Research veröffentlichten Analyse Disney+ mehr Abonnenten haben als Netflix. Der Dienst rechnet mit 294 Millionen Abonnenten für Disney und mit 286 Millionen Abonnenten weltweit für Netflix.

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Doch die Platzierung ganz oben auf dem Treppchen soll Disney+ vor allem einem Land zu verdanken haben. Indien sei das einzige Land, in dem der Disney-Streamingdienst mehr Kunden hat als Netflix, nämlich 98 Millionen im Vergleich zu 13 Millionen bei Netflix. Gleichzeitig soll Disney+ 2026 nur etwa die Hälfte der Einnahmen vom Konkurrenten haben: nämlich 20,76 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 39,52 Milliarden US-Dollar.

Disney+ erhöht das Abonnentenziel

Der Grund: In vielen asiatischen Staaten sei das Programm von Disney sehr populär – und der Dienst wird noch verschiedene asiatische Länder bis 2026 ins Programm aufnehmen. Gleichzeitig sind dort die Gebühren aber niedriger als beispielsweise in den USA. So würde Disney+ laut Analyse bei mehr Abonnenten weniger Umsatz machen.

Die Prognose trifft Digital TV Research basierend auf den Zahlen von Dezember 2020. Schon im August vergangenen Jahres teilte der Disney-Konzern mit, dass er sein Fünfjahresziel von 60 bis 90 Millionen Abonnenten bereits vier Jahre früher erreicht hat. Der Streamingdienst wurde im November 2019 in den USA gestartet.

RND/goe

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