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Dieser 15-Jährige spielte den verwahrlosten Jungen im „Polizeiruf“ aus München

  • Dennis Doms beeindruckte am Sonntagabend im „Polizeiruf“ in der Rolle des verwahrlosten Polou.
  • Der 15-jährige Schüler erzählt im Interview, dass er nicht vorhat, nun die Schule abzubrechen.
  • Er hat gemeinsam mit Eltern und Freunden den großen Auftritt im Fernsehen angeschaut.
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Im „Polizeiruf 110: Der Ort, von dem die Wolken kommen“ (15.9.) spielt er den verwahrlosten Polou, der Streifenpolizistin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff (Verena Altenberger) und ihren Kollegen Cem (Cem Lukas Yeginer) und Maurer (Andreas Bittl) große Rätsel aufgibt. Wie der Münchner Schüler Dennis Doms (15) zu der Rolle kam und wie er die Erstausstrahlung ansehen wird, hat der sympathische und zugewandte Teenager der Nachrichtenagentur spot on news in einem Interview am Rande einer Preview-Veranstaltung verraten, die er zusammen mit seinen Eltern besuchte.

Wie hast du davon erfahren, dass der BR einen Jungen für einen Film sucht?

Dennis Doms: Eines Tages hing in meiner Schule ein Zettel, auf dem stand, dass sie einen Jungen für einen Film suchen. Erst habe ich mir gedacht, dass ich das nicht machen möchte, weil ich erstens keine Zeit habe und zweitens fand ich auch, dass ich noch nicht so weit war. Doch wenig später stand mein Schulleiter vor mir und sagte: „Du bist talentiert, Dennis, probier’s doch einfach mal!“ Er kannte mich von den Schultheateraufführungen. Daraufhin habe ich mich beworben und wurde zu den Castings eingeladen.

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Was hast du bei den Schulaufführungen gespielt?

Dennis: Ganz verschiedene Rollen in lustigen und nachdenklichen Stücken. In „Schach 2.0“ habe ich beispielsweise einen Turm gespielt. Wir haben aber auch schon mal einen Krimi aufgeführt – mit mir als Täter. Und im vergangenen Jahr war ich ein Einbrecher.

Die Schauspieler Andreas Bittl als Wolfgang Maurer (v. l. n. r.), Verena Altenberger als Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff und Cem Lukas Yeginer als Cem Halac. © Quelle: Tobias Hase/dpa

Schauspielunterricht bekommst du also an der Schule?

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Dennis: Ja, genau, wir haben jeden Donnerstag Training und Proben, und am Ende des Schuljahres wird unser Stück aufgeführt.

Hast du schlimmes Lampenfieber?

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Dennis: Na ja, als Lampenfieber würde ich es nicht direkt bezeichnen. Man merkt schon, dass da was ist. Das geht nach einiger Zeit aber weg, wenn du die Situation öfter erlebst. Bei einer Filmvorführung vor Publikum ist die Aufregung aber natürlich viel größer.

Wie ist es denn, sich auf Großleinwand in einem Film zu sehen?

Dennis: Es ist sehr komisch, sich selbst so zu sehen. Auch weil ich in echt ja anders aussehe, nicht so verwahrlost. Ich finde aber wirklich toll, was dabei herausgekommen ist, und bin sehr froh, dass ich mitspielen durfte. Es hat großen Spaß gemacht.

Wie war es für dich, den Polou zu spielen? Es ist ja keine leichte Rolle mit wenig Sprache und viel Mimik und Gestik.

Dennis: Manche Szenen waren wirklich schwer, zum Beispiel die Hypnoseszene, in der Polou sich mit Bessie [Verena Altenberger, Anm. d. Red.] zurückerinnern muss.

Bei der Szene, in der du in einen Apfel beißt, haben du und deine Eltern ganz besonders gelacht. Warum?

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Dennis: Erstens weil ich mir privat keinen halben Apfel ganz in den Mund stopfe, ohne abzubeißen. Außerdem mussten wir das ganz, ganz oft wiederholen – und das, obwohl ich nicht der allergrößte Apfelfan bin (lacht).

Wie war es denn nach so einem Drehtag? Konntest du abends abschalten?

Dennis: Nach einem Drehtag habe ich mich zu Hause immer auf den nächsten Drehtag vorbereitet und mir die entsprechenden Szenen im Drehbuch durchgelesen. Natürlich nimmt man aber einiges an Gedanken und Emotionen vom Set mit, denn leider gibt es so was ja auch wirklich in dieser Welt. Aber obwohl es keine leichte Rolle war, bin ich froh, dass ich sie spielen durfte.

Wie war die Zusammenarbeit mit Verena Altenberger?

Dennis: Als ich ihr zum ersten Mal beim Spielen zugesehen habe, dachte ich nur: Wow! Ich mag sie aber auch privat echt gern und ich bin froh, dass ich sie kennengelernt habe. Wir hatten wirklich viel Spaß am Set.

Willst du jetzt noch mehr Schauspielunterricht nehmen oder reicht dir das, was du in der Schule lernst?

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Dennis: Ich mache jetzt erst mal ganz normal mit der Schule weiter, weil es für die Zukunft natürlich hilfreich ist, wenn man viel lernt. Aber nach der Schule möchte ich schon gern schauspielerisch nachlegen.

Wie schaust du die Erstausstrahlung am Sonntag an?

Dennis: Wir schauen den Film am Sonntag mit der Familie und der Filmcrew.

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RND/ili/spot