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Silvia Wollny will in die Türkei auswandern, Tochter Sylvana ist entsetzt

„Urlaub ja, Alltag nein!“: Peter Wollny ist gegen Silvias (links) Auswanderungspläne in die Türkei, Sarafina hätte nichts dagegen.

Es ist ein idyllisches Bild, das sich im Supermarkt von Hückelhoven auftut: Deutschlands berühmteste Großfamilie beim Wocheneinkauf. Entspannt wie nie prüfen Silvia Wollny und Co. die Preise von Wischtüchern und Dauerwurst, denn sie spielen auf Zeit: Je mehr Zeit die Shoppingtour in Anspruch nimmt, desto länger muss Peter im „Paw Patrol“-Kostüm ausharren und als lustiger Hund durch die Ladengänge schleichen.

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Die Maskerade ist die Konsequenz seiner Niederlage beim Seifenkistenwettbewerb gegen Schwager Flo – zu sehen vergangene Woche bei „Die Wollnys“ (mittwochs, 20.15 Uhr, RTL II). Dabei ist Silvia Wollnys sonst so stoischer Schwiegersohn so gereizt, wie er nur sein kann: „Schon komisch, wenn man plötzlich angebellt wird.“ – „Ich glaube nicht, dass der Peter Spaß hat“, gluckst Silvia vergnügt: „Aber das ist die Strafe von dem Rennen.“

Innerlich ist der Clanchefin aber bewusst, dass solche Aktionen mit all ihren Liebsten demnächst vielleicht der Vergangenheit angehören werden. Die Neuigkeit lautet nämlich: 2022 will sie einen lang gehegten Traum wahr machen und mit einem Teil der Familie in die Türkei auswandern.

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„Im Großen und Ganzen sind wir der Sprache halt nicht mächtig“

Die Wollnys in südlichen Gefilden, zwischen Strand und Eukalyptusalleen – durchaus eine merkwürdige Vorstellung, steht die Familie doch für eine gewisse Verortung in der Kultur Nordrhein-Westfalens. Aber schon seit vielen Jahren träumen Silvia und ihr Lebensgefährte Harald davon, ihren „Lebensmittelpunkt“ in die Türkei zu verlagern. Pluspunkte laut Silvia: „Das Klima, die Sonne, das Meer und die Menschen vor Ort.“

Schon die Hälfte ihres Mobiliars in Ratheim haben die Wollnys aus der Türkei bezogen, und im anstehenden Urlaub möchte Neumama Sarafina dort aus dem Schleier ihres Brautkleids die Taufkleider für die Zwillinge Casey und Emory anfertigen lassen. Fern jeder Symbolik wollen Silvia und Harald nun eine ganz konkrete Vier-Zimmer-Wohnung bei Antalya besichtigen. Mitkommen sollen auf lange Sicht Loredana, Estefania, Cataleya, Sarafina, ihre Zwillinge sowie Schwiegersohn Peter.

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Erst mal alles nur auf Probe – und doch meldet zumindest Peter berechtigte Zweifel an. Sand und Meze scheinen ihm ziemlich gleich zu sein, aber eines zählt: „Im Großen und Ganzen sind wir der Sprache halt nicht mächtig.“ Es werde zwar schon „viel Deutsch gesprochen“, aber wie laufen unter solchen Bedingungen beispielsweise die wichtigen Arztbesuche mit den frühgeborenen Zwillingen ab? Aufgrund der Unsicherheitsfaktoren steht für Peter fest: „Urlaub machen ja, Alltag nein.“ Ehefrau Sarafina, die den Auswanderungsplänen positiv gegenübersteht, trägt das auf durch und durch moderne Weise mit: „Bei uns ist es nicht so, dass ich sage ‚Punkt. Aus. So wird‘s gemacht‘, sondern wir besprechen das gemeinsam.“

„Nach 29 Jahren hänge ich immer noch an Mamas Nabelschnur“

Am lautesten protestiert Sylvana: „Jetzt, wo ich heiraten will, verpisst ihr euch alle!“ Vor Kurzem erst hat ihr langjähriger Freund Flo ihr einen Antrag gemacht – und jetzt soll sie die lang ersehnte Hochzeit ohne den Aktionismus ihrer Mutter Silvia planen und ohne sie das Kleid aussuchen. Was dem durchschnittlichen Fernsehpublikum eher ein Gefühl der Erleichterung verschaffen würde, lässt Sylvana fast verzweifeln: „Nach 29 Jahren hänge ich immer noch an Mamas Nabelschnur“, zeigt die Mutter zweier Kinder immerhin Selbstreflexion, aber: „Sie ist halt in jeder Lebenslage eine große Hilfe. Wie soll das aus 3000 Kilometer Entfernung passieren?“

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Sylvanas schlimmster Albtraum: „Ich stehe schon halb vor dem Altar, und dann streikt euer Flugzeug, und ihr könnt nicht kommen.“ Doch auch in diesem Fall hält Silvia ein Patentrezept bereit: „Dann heiratet doch in der Türkei, am Strand und auf einem weißen Pferd!“

„Ich werde auch nicht jünger und will noch was vom Leben haben!“

Insgesamt seien sie doch nicht „aus der Welt“: „Wenn was ist, setz ich mich in den Flieger und bin in vier Stunden da.“ Dass sie bei ihren Enkelinnen trotzdem einiges verpassen würde, macht Sylvana auch zu schaffen. „Sie ist ziemlich angepieselt“, bemerkt Silvia demnach richtig gegenüber Harald, aber „ich werde auch nicht jünger und will noch was vom Leben haben!“

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Zur Kommunikation gebe es zwar „die ganze Elektronik“, aber auch wenn künftig ein Format wie „Goodbye Wollnys!“ oder gar eine Neuauflage von „Türkisch für Anfänger“ denkbar sind, spricht Silvia beim Gedanken an den Abschied aus Deutschland so manchem Wollny-Fan aus der Seele: „Man wird es vermissen.“

RND/Teleschau

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