Die Streamingtipps für November: Von Superhelden, Mördern und brutalen Serien

  • Der „Squid Game“-Hype ist gerade erst an uns vorbeigerollt, da stehen auch schon die nächsten Serienhighlights in den Startlöchern.
  • Blutig wird es unter anderem beim Comeback von Serienmörder Dexter, während Disney+ eine neue Superheldengeschichte im Programm hat.
  • Das Stream-Team mit den Highlights im November.
Anzeige
Anzeige

Liebe Leserinnen und Leser,

also das hätten selbst wir als Serienexpertinnen und -Experten nicht erwartet: Innerhalb nur weniger Wochen hat sich aus der zunächst völlig unscheinbaren Netflix-Serie „Squid Game“ ein globaler Hype entwickelt. Weltweit feiern Fans die südkoreanische Produktion und ahmen die Spiele sogar nach. „Squid Game“ ist Gespräch auf dem Schulhof und im Büro gleichermaßen – und inzwischen sogar die erfolgreichste Netflix-Serie aller Zeiten.

Die Produktion reiht sich nun dort ein, wo auch „Breaking Bad“ und „Game of Thrones“ schon stehen – auf einer Liste von Serien, über die einfach jeder spricht, und die jeder einmal gesehen haben sollte.

Anzeige

Eine Frage, die sich das Stream-Team allerdings schon allmählich stellt: Warum sind eigentlich ausgerechnet solche Hype-Serien immer so unendlich brutal?

Erinnern wir uns beispielsweise an „Game of Thrones“, den bis dato größten Serienhype überhaupt. Da rollten Köpfe, da fanden Massaker statt, da wurden Menschen verstümmelt – Dinge, die vorher so im Fernsehen undenkbar waren, heute jedoch in vielen Serienproduktionen selbstverständlich dazugehören. In „Squid Game“ werden Menschen ohne Kompromisse hingerichtet, etwa von pink gekleideten Soldaten am Spielfeldrand oder von Mitspielern selbst.

Gut möglich, dass gerade auch diese Brutalität zum Hype der Serie beigetragen hat. Eine Meta-Analyse hat schon 2011 anhand von acht Studien gezeigt, dass Gewalt ein durchaus plausibles Geschäftsmodell in der Filmbranche ist – denn je mehr Gewalt ein Film oder eine Serie enthält, desto eher wird er oder sie auch angesehen.

Offenbar geht es dabei aber nicht ausschließlich um Spaß und Nervenkitzel. Eine Studie der Universität Augsburg in Kooperation mit der University of Wisconsin-Madison aus dem Jahr 2013 zeigt, dass Zuschauerinnen und Zuschauer Gewaltszenen vor allem dann annehmen, wenn sie als bedeutsame und wertvolle Reflexion des Lebens wahrgenommen werden, sie also den Sinngehalt des Filmes verstärken.

Anzeige

Das kann beispielsweise die Spannung sein, die durch ein bevorstehendes Unheil oder Bangen um eine Filmfigur erzeugt wird, das Mitleid mit ihr, die Identifikation mit dem Helden, der durch gewaltsame Handlungen Gerechtigkeit wiederherstellt, oder die Empörung über unmoralisches Verhalten.

All das ist auch bei „Squid Game“ gegeben – und eine Erklärung, warum es diese grenzenlose Brutalität innerhalb der Handlung vielleicht sogar braucht.

Anzeige

Das Stream-Team ist trotzdem gespannt, ob die nächste große Hype-Serie vielleicht mal ganz ohne Waffen und Hinrichtungen auskommt. Und falls Sie bis dahin auch endlich mal mit „Squid Game“ anfangen und am Arbeitsplatz mitreden wollen, dann finden Sie hier unsere Rezension der Serie.

Das Stream-Team Die besten Serien- und Filmtipps für Netflix & Co. ‒ jeden Monat neu.

Worauf wir uns freuen

Peter Jackson erzählt Neues vom Ende der Beatles

Ringo Starr, Paul McCartney, John Lennon, and George Harrison im Disney+-Film "The Beatles: Get Back". © Quelle: Disney+

20 Jahre nach den Fab Four von Mittelerde hat sich „Herr der Ringe“-Regisseur Peter Jackson auch noch die großen Pop-Hobbits vorgeknöpft – der Neuseeländer hat eben ein Faible für Quartette. Und für Trilogien: In der dreiteiligen Doku „The Beatles: Get Back“ will er den Eindruck vermitteln, die Beatles seien 1969, während der Sessions zum Album „Let It Be“, gar nicht die zermürbten Miesepeter gewesen (wie man dachte) sondern ein lustiger Haufen mit Lust auf eine noch lange Laufbahn. Am Ende haben sie sich dann doch getrennt – initiiert durch John Lennon, wie Paul McCartney erst kürzlich in einem Interview sagte.

Anzeige

„The Beatles: Get Back“, drei Episoden, Regie: Peter Jackson, mit John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr, Yoko Ono (am 25., 26. Und 27. November bei Disney+). Hier geht‘s zum Trailer.

Der Serienmörder, den wir lieben – Dexter ist zurück

Nur logisch, dass dieser feine Teufel damals, am Ende der achten Staffel in einem Wirbelsturm verschwand. Jetzt ist Dexter Morgan wieder da, Michael C. Hall verkörpert in der Showtime-Serie „Dexter: New Blood“ ein weiteres Mal den Serienmörder, der mit Vorliebe Serienmörder mordet. Auf dem Land lebt er. Bürgerlich. Unauffällig. Dann verschwinden Leute. Und John Lithgow tritt wieder den Trinity Killer (eigentlich ja schon von Dexter getötet), Jennifer Carpenter ist als Dexters Schwester Deb zu sehen (unverzeihlicherweise auch vom Bruder ins Jenseits befördert). Wie jetzt? Sind alle wiederauferstanden? Der Trailer ist schon mal cool. Ganz unvoreingenommen freuen wir uns also auf eine blutige Zeit.

„Dexter: New Blood“, zehn Episoden, Showrunner: Clyde Philips, Regie: Marcos Siega, mit Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Jack Alcott, John Lithgow (ab 22. November bei Sky). Hier finden Sie den Trailer.

Auch Superhelden sind Weihnachten gern zu Hause – Marvels „Hawkeye“ bei Disney+

Clint Barton (Jeremy Renner) und Kate Bishop (Hailee Steinfeld) in "Hawkeye". © Quelle: Mary Cybulski
Anzeige

Ein Lichtlein brennt. Auch nach der Menschheitskatastrophe des Marvel-Films „Avengers: Endgame“ gibt es Gott sei Dank noch ein Weihnachtsfest. Und der ehemalige Avenger Clint Barton findet in der nach seinem Heldennamen „Hawkeye“ betitelten Serie Trost in dem Gedanken, mit der Familie unterm Christbaum das Marzipanbrot zu brechen. Im winterlichen New York wird es für den von Jeremy Renner verkörperten Bogenschützen dann jedoch alles andere als romantisch und muckelig. Denn eine junge Waffengefährtin (Hailee Steinfeld) taucht auf, die unbedingt eine Superheldin werden möchte. Was das für ein Advent werden wird, kann sich der von den bisherigen Marvel-Serien begeisterte Fan vorstellen.

„Hawkeye“, sechs Episoden, von Jonathan Igla, mit Jeremy Renner, Hailee Steinfeld, Vera Farmiga, Florence Pugh (ab 24. November bei Disney+). Hier können Sie den Trailer anschauen.

„Das Rad der Zeit“ – Fantasyhelden auf einer Schicksalsreise

Hier ist alles drin, was Fantasy braucht: urweltliche Landschaften, urige Bauwerke, magische Frauen, kriegerische Typen und äußerst befremdliche Lebewesen. Die Amazon-Prime-Serie „Das Rad der Zeit“ basiert auf dem 14-bändigen Romanzyklus von Robert Jordan (sowie – nach dessen frühem Tod – Brandon Sanderson) und erzählt von einer friedlichen Gegend, in die nach langer Absenz das Böse einbricht. Klingt nach „Herr der Ringe“? Nicht ganz – diese Welt ist matriarchalisch ausgerichtet, die Gandalfs hier sind allesamt Frauen. Die Britin Rosamund Pike („Gone Girl“) spielt Moiraine Damodred, einer Aes Sedai (Magierin), die in der Zwei-Flüsse-Region auftaucht, und dort eine schicksalhafte Reise anstößt. „Was immer jetzt geschieht, es gibt kein zurück“, raunt sie im Trailer. Woran wir keine Sekunde zweifeln.“

Das Rad der Zeit“, acht Episoden, von Rafe Judkins, mit Rosamund Pike, Josha Stradowski, Madeleine Madden (ab 19 November bei Amazon Prime Video). Hier geht‘s zum Trailer.

Tom Hanks als letzter Mensch auf Erden

Mit Einsamkeit kennt sich Tom Hanks bestens aus. Als Schiffbrüchiger in „Cast Away“ (2000) hatte er nur einen Volleyball als Gesellschaft. Als Wissenschaftler „Finch“ hat er immerhin seinen treuen Hund an der Seite, ist aber doch ungleich schlimmer dran – weil die Apokalypse offenbar außer ihm keinen Menschen übriggelassen hat. Da Finch auch noch todkrank ist, baut er für Hündchen Goodyear einen Blechmann, der ihn postum vertreten soll.

Der Roboter namens Jeff ist ein rechter Tollpatsch, und macht die traurige Freundschaftsgeschichte in den deprimierenden Menschheitsruinen, durch die böse Hurrikane kreiseln, zu einem zuweilen anrührend-vergnüglichen Filmerlebnis. Regie führte „Game of Thrones“-Macher Miguel Sapochnik.

„Finch“, 115 Minuten, Regie: Miguel Sapochnik, mit Tom Hanks, Caleb Landry Jones, Lora Martinez-Cunningham (ab 5. November bei Apple TV+). Hier finden Sie den Trailer.

Opioide töten – „Dopesick“ erzählt von einem pharmazeutischen Verbrechen

Rosario Dawson spielt bei Disney+ den Charakter Bridget in „Dopesick". © Quelle: HULU

Opioide sind Schmerzmittel – und mörderisch, in den USA ist schon lange von der Opioidkrise die Rede. Davon erzählt die hochkarätig besetzte Serie „Dopesick“ auf Disney+. Michael Keaton spielt einen Arzt in den Appalachen, der von einem Pharmakonzern überredet wird, den hart arbeitenden, von Schmerzen geplagten Bergleuten seiner Umgebung das vermeintlich harmlose Opioid OxyContin zu verschreiben. Der Beginn einer zunächst regionalen, dann landesweiten Katastrophe und einer erschreckenden Miniserie, die den Betrachter ziemlich fassungslos zurücklässt. Wer nun von „Fiktion“ spricht und sich damit selbst beruhigen will – „Dopesick“ von Danny Strong („Gilmore Girls“, „Mad Men“) basiert auf einem Sachbuch. Alles wahr – und relevant: Noch 2019 starben in Amerika fast 50.000 Menschen an einer Opioidüberdosis.

„Dopesick“, acht Episoden, von Danny Strong, mit Michael Keaton. Rosario Dawson, Peter Sarsgaard, Michael Stuhlbarg (ab 12. November bei Disney+). Den Trailer zur Serie finden Sie hier.

Die Rückkehr der Gleichstellungsbeauftragten Jordan

Gleichstellungsbeauftragte haben sich zuweilen schon mit allerhand Unglaublichem auseinanderzusetzen. Etwa, ob Chefs Mitarbeiterinnen zwingen können, einen BH zu tragen? Ob es der Sache dient, wenn eine Weiße sich schwarz anmalt, um Rassismus anzuprangern? Und mit einem Käsekuchen, der im Verdacht steht, auszusehen wie Hitler. Katrin Bauerfeind will als Eva Jordan in der dritten Staffel der Serie „Frau Jordan stellt gleich“ dennoch wieder zurück an den alten Arbeitsplatz. Und muss dafür über hohe Hürden springen.

Der Zuschauer dagegen flutscht problemlos ebenerdig ins drastisch-vergnügliche Geschehen – nicht zuletzt, weil die Drehbücher aus der Feder von Ralf Husmann stammen. Und der ist seit „Stromberg“ mit Christoph Maria Herbst und Bjarne Mädel rangerster Kenner des deutschen Bürobiotops.

„Frau Jordan stellt gleich“ dritte Staffel, zehn Folgen, von Ralf Husmann, mit Katrin Bauerfeind, Malick Bauer, Adina Vetter (ab 18. November bei Joyn Plus+).

„Chapelwaite“ – Stephen Kings Ort, an dem sich die Schatten verdichten

In „Chapelwaite“ geht es nicht mit rechten Dingen zu, das muss Captain Charles Boone schon bald erfahren, nachdem er das ihm vererbte Familienanwesen mit seinen drei Kindern 1850 in Besitz genommen hat. Der von Oscarpreisträger Adrien Brody („Der Pianist“) gespielte Held der Serie kann sich auf einiges gefasst machen, denn Stephen King, aus dessen Werkstatt die Novelle „Briefe aus Jerusalem“ stammt, pflegt nicht zimperlich mit seinen Figuren umzugehen.

Die Vorlage ist eine Art „Briefroman“, ähnlich dem Auftakt von Bram Stokers „Dracula“. Und die naheliegende, von ihren Bewohnern verlassene Stadt Jerusalem‘s Lot gehört zu den beklemmendsten Orten, die King in seiner Karriere beschrieben hat. Man darf gespannt sein, wie die Brüder Peter und Jason Filardi diese Sphäre umsetzen. Happy Horror!

„Chapelwaite“, zehn Episoden, von Jason und Peter Filardi, mit Adrien Brody, Sirena Gulamgaus, Emily Hampshire (ab 11. November bei Magenta TV). Hier können Sie den Trailer sehen.

Medienskandal als Serie – Bleibtreu spielt den Mann, der Hitlers Tagebücher schrieb

Nie war Adolf Hitler beim Führen von Tagebüchern beobachtet oder fotografiert worden. Aber schließlich sind Tagebücher ja auch etwas komplett Privates – wieso soll er nicht welche geschrieben haben? Und so glaubten auch Historiker den bösen Schwank mit den Hitler-Tagebüchern und am nachhaltigsten ging 1983 der „Stern“ den Fälschern auf den Leim. Helmut Dietl hat daraus 1992 die hinreißende Mediensatire „Schtonk!“ gemacht.

Der ab 3. November auf den Namen RTL+ hörende Streamingdienst TV Now zeigt den Skandal fast 38 Jahre später als sechsteilige Serie. In „Faking Hitler“ spielt Lars Eidinger den großspurigen „Stern“-Reporter Gerd Heidemann und Moritz Bleibtreu den Künstler Kujau, der sich perfekt auf Hitlers Handschrift verstand. In „Schtonk!“ hieß das Magazin noch „HHpress“ und alle Blamierenden und Blamierten trugen Pseudonyme. Das ist 2021 vorbei.

„Faking Hitler“, sechs Episoden, von Tommy Wosch, mit Lars Eidinger, Moritz Bleibtreu, Jeanette Hain, Ulrich Tukur (ab 30. November bei TV Now/RTL+).

„Tiger King 2″ – Auch aus dem Gefängnis geht die Serie weiter

Mehr als 60 Millionen mal gestreamt und mit sechs Emmy-Nominierungen geadelt: Die True-Crime-Serie „Tiger King“ war 2020 ein echter Überraschungserfolg. Nun geht die Geschichte um den ehemaligen Zoo-Gründer Joe Exotic und seine Erzfeindin Carole Baskine weiter. Viel ist bislang nicht bekannt, der Trailer macht aber schonmal klar: Tierparkbesitzer Jeff und Lauren Lowe sind wieder mit dabei, berichten von der Zeit nach der ersten „Tiger King“-Staffel: „Wir haben mehr Geld als Gott im Moment.“ Exotic, der wegen Auftrags zu einem Mord verurteilt wurde, wirkt auch aus dem Gefängnis heraus mit und regt sich darüber auf, dass alle mit seiner Geschichte Geld verdienen – Konflikt also programmiert.

„Tiger King 2″ (ab 17. November bei Netflix). Hier geht‘s zum Trailer.

Crime Time Welche Filme und Serien dürfen Krimi-Fans nicht verpassen? Mit unserem Newsletter Crime Time sind Sie uptodate. Gleich kostenlos abonnieren und alle zwei Wochen eine neue Ausgabe lesen.

Was wir gesehen haben

Psychothrillerserie „The Deceived“ bei Sky – nette Frau in finsterem Haus

„Ich hatte immer Angst vor dem Haus …“ – mit diesen unheimlichen Worten beginnt die Miniserie „The Deceived“ bei Sky. Eine junge Frau erkennt darin nicht, dass ihre Furcht eigentlich ihrem manipulativen Liebhaber gelten sollte. Ein Thriller, der in der Tradition von Filmklassikern wie „Rebecca“ oder „Das Haus der Lady Alquist“ steht. Martin Schwickert hat reingeschaut.

Netflix-Hit „Maid“: Margaret Qualley triumphiert in bewegender Armutsserie

Die Schauspielerin Margaret Qualley kennt man aus „The Leftovers“ oder Tarantinos „Once upon A Time ... in Hollywood“. In der neuen Netflix-Serie „Maid“ spielt sie eine alleinerziehende Mutter, die unbeugsam versucht, der Armutsspirale zu entkommen. Die Tochter von Andie MacDowell (die auch in der Serie ihre Mutter spielt) beweist in dem bewegenden Sozialdrama Starqualitäten.

Den Letzten beißen die Toten – „Day of The Dead“ ist eine Hommage an Zombieerfinder George A. Romero

Zu Halloween ehrt der US-Sender den Zombieerfinder George A. Romero mit der trashigen Serie „Day of The Dead“ (Sky). Die Seuche hängt diesmal mit Rassismus und Umweltzerstörung zusammen. Denn in dem Städtchen Mawinhaken bohren frevelhafte Fracker auf heiligem Boden der First Nations nach Erdgas. Die Rezension von Matthias Halbig.

„The Guilty“ – Jake Gyllenhaal und die Tücke der Telefonie

Jake Gyllenhaal ist ein Polizist, der wegen eines Vergehens in die Notrufzentrale versetzt wurde. In Antoine Fuquas Thriller „The Guilty“ (bei Netflix) nimmt er eines Tages den Anruf einer Entführten in Todesangst entgegen. In dem Remake eines dänischen Originals überschreitet der Held bei seinen Rettungsversuchen Grenzen und Kompetenzen. Zur Kritik von Matthias Halbig.

„LOL – Last One Laughing“ – Die lustigste Show im deutschen Streaming

Im Frühjahr war die erste Staffel von „LOL – Last One Laughing“ ein Überraschungserfolg. 10 prominente Comedians, die sechs Stunden lang nicht lachen dürfen – das war simpel, aber auch genial. Doch ist das beim zweiten Mal immer noch so lustig? Lena Obschinsky findet ganz klar: Ja.

Ein Fels für alle Fälle – in der Sky-Serie „Young Rock“ will Dwayne Johnson US-Präsident werden

Dwayne Johnson spielt sich in der Serie „Young Rock“ selbst – in der Zukunft. Im Jahr 2032 wird er von Nachrichtenmann Randall Park als US-Präsidentschaftskandidat über sein Leben interviewt. Eine durchaus vergnügliche Komödie – aber stecken dahinter womöglich echte Ambitionen des Ex-Wrestlers und Hollywoodstars? Unsere Rezension.

Creepy in Kopenhagen: die Nordic-Noir-Serie „Der Kastanienmann“ bei Netflix

Frauen sterben in Kopenhagen, die Polizei findet gruselige Kastanienfiguren bei ihren entstellten Leichen. In der Nordic-Noir-Serie „Der Kastanienmann“ müssen eine Polizistin und ein Polizist herausfinden, was die Morde mit der Entführung eines Kindes zu tun haben. Die sechsteilige Serie basiert auf einem Roman von „Kommissarin Lund“-Erfinder Søren Sveistrup. Unsere Rezension.

„Die Ibiza-Affäre“ – Miniserie über einen, der auszog, sein Land zu verkaufen

Dass „Die Ibiza-Affäre“ verfilmt wird, war angesichts der Räuberpistole aus politischer und privater Verkommenheit klar. Dass die Verfilmung so grandios sein würde wie die von Sky (Start am 21. Oktober, streambar bei Sky Ticket und Sky Q), hingegen weniger. Die Geschichte, wie vier Männer einen korrupten Politiker stürzen, ist fast zu vergnüglich, um wahr zu sein. Jan Freitag hat reingeschaut.

Fun Facts, die uns gefallen

Die Netflix-Serie "Squid Game" hat sich zu einem globalen Hype entwickelt. © Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Auch unser heutiger Serienfunfact widmet sich dem aktuellen Netflix-Hype „Squid Game“. Für eine Frau in Südkorea hat sich der Erfolg der Serie nämlich ungewollt als ziemliches Ärgernis entpuppt. Seit Wochen steht ihr Telefon nicht mehr still.

Der Grund ist ein ärgerlicher Fehler bei der Produktion. In der Serie werden die Spielerinnen und Spieler bekanntlich von einem Mann eingeladen, der ihnen eine Visitenkarte überreicht. Die goldene Karte zeigt neben einem Firmenlogo auch eine Telefonnummer – und die ist dummerweise echt.

Wie die südkoreanische Zeitung „Money Today“ berichtet, haben nach Erscheinen der Serie mehrere tausend Menschen bei der Frau angerufen und ihr Handy mit Scherzanrufen geflutet. Einige Witzbolde hätten beispielsweise mitten in der Nacht angerufen und gefragt, ob sie „Squid Game“ beitreten könnten.

In einer Erklärung forderte Netflix die Fans zunächst auf, auf Streichanrufe und Nachrichten zu verzichten. Später wurde die Szene mit der achtstelligen echten Telefonnummer mit einer sechsstelligen Fake-Nummer ersetzt. Wer dort nun anruft, erhält die übliche Ansage: „Die von Ihnen gewählte Nummer ist nicht verfügbar.“

Was wir hinter den Kulissen erleben

Identitätsdebatte: Wer darf eigentlich queere Rollen spielen?

Wer sollte schwule oder lesbische Charaktere in Serien oder Filmen spielen dürfen? Zu dieser Frage gibt es offenbar unterschiedliche Ansichten. © Quelle: imago images/Addictive Stock

Die Amazon-Studios haben einen Diversity-Leitfaden veröffentlicht, das sogenannte „Inclusion Playbook“ – und das sorgt für reichlich Diskussionen. Demnach sollen nur noch Schauspielerinnen und Schauspieler für Produktionen engagiert werden, „deren Identität (Geschlecht, Geschlechtsidentität, Nationalität, Ethnizität, sexuelle Orientierung, Behinderung) mit den Figuren, die sie spielen, übereinstimmt“, heißt es da.

Bei queeren Schauspielerinnen und Schauspielern in Deutschland sorgt die Regel für Unmut. Mit der Kampagne #ActOut hatten sich 185 von Ihnen Anfang des Jahres öffentlich geoutet – und exakt das Gegenteil gefordert. Matthias Schwarzer über eine verzwickte Identitätsdebatte.

Und jetzt: Viel Spaß beim Streamen! Ihr RND Stream-Team: Matthias Halbig, Matthias Schwarzer, Lena Obschinsky und Imre Grimm.

Abonnieren Sie auch:

Crime Time: Welche Filme und Serien dürfen Krimi-Fans nicht verpassen? Mit unserem Newsletter sind Sie up to date. Alle zwei Wochen neu.

Hauptstadt-Radar: Der RND-Newsletter aus dem Regierungsviertel mit dem 360-Grad-Blick auf die Politik im Superwahljahr. Immer dienstags, donnerstags und samstags.

Der Tag: Wissen, was der Tag bringt: Erhalten Sie jeden Morgen um 7 Uhr das Nachrichten-Briefing vom RedaktionsNetzwerk Deutschland.

What’s up, America? Der wöchentliche USA-Newsletter liefert Hintergründe zu den Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Kultur – immer dienstags.

Die Pandemie und wir: Die wichtigsten Nachrichten der Woche, Erkenntnisse der Wissenschaft und Tipps für das Leben in der Krise – jeden Donnerstag.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen