Die Streaming­tipps für Juni: Wenn Serien ein Comeback feiern

  • Draußen wird es wärmer, aber das Sommerloch bei Netflix und Co. ist noch lange nicht in Sicht.
  • In der neuen Ausgabe des Newsletters geht es dieses Mal um ein Comeback und eine neue Serie von Stephen King.
  • Alles, was Sie sonst noch aus der Streamingwelt wissen müssen, können Sie hier im neuen Newsletter nachlesen.
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Liebe Leserinnen und Leser,

waren Sie in den Neunzigerjahren auch Fan der Sitcom „Friends“? Dann haben Sie am Donnerstag vielleicht auch vor Ihrem streamingfähigen Endgerät gesessen und das große Comeback-Special gesehen, das hier in Deutschland auf den Plattformen von Sky verfügbar ist. Erstmals nach mehr als 17 Jahren kamen darin die Darsteller wieder zusammen, tauschten sich über alte Zeiten aus – und vergossen sogar ein paar Tränen.

Eine echte Fortsetzung der einstigen Kultserie war das Special freilich nicht. Aber das ist vielleicht auch gut so. Alte Jugendlieben aufzuwärmen ist nicht immer eine gute Idee. Und auch die Comeback­versuche einstiger Erfolgsserien sind in den vergangenen Jahren nicht selten schiefgegangen.

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Das Stream-Team Die besten Serien- und Filmtipps für Netflix & Co. ‒ jeden Monat neu.

Zu nennen wäre hier beispielsweise „Fuller House“, der moderne Ableger der Achtzigerjahre-Sitcom „Full House“. Zwar wurden insgesamt fünf Staffeln der Neuauflage um die berühmte Familie Tanner produziert – bei Serienkritikerinnen und ‑kritikern fiel die Begeisterung allerdings verhalten aus. Als „unausweichlicher Albtraum“ wurde die Produktion gar im Journalismus bezeichnet, ein Autor der „Washington Post“ schrieb, die Grenze zwischen „Nostalgie und Nekrophilie“ sei bei dieser Produktion fließend – die fragwürdige Wiederbelebung der Serie sei eine „ironiefreie Pantomime der Vergangenheit“.

Auch die Produzenten der einstigen Kultserie „Melrose Place“ versuchten es 2009 mit einer Neuauflage. Was folgte, waren schlechte Quoten, schlechte Kritiken und enttäuschte Fans. Nach der ersten Staffel wurde das Experiment abgebrochen. Auch ein Remake von „Dallas“ wurde 2012 auf die Bildschirme gebracht und nur zwei Jahre später wieder eingestampft.

Andere Sitcom-Comebacks scheiterten, weil sich die Darstellerinnen und Darsteller in der Zwischenzeit auf Irrwege begeben hatten. Die Wiederauflage der Erfolgsserie „Roseanne“ beispielsweise wurde 2018 nach einem rassistischen Tweet der Hauptdarstellerin Roseanne Barr nach nur einer Staffel wieder beendet. Ein unrühmliches Ende für die einstige Kultserie.

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Gereift an Jahren: Roseanne Barr als Roseanne Connor (vorne, 2. v. r.) mit Ehemann Dan (John Goodman, vorne rechts) im Kreis ihrer Lieben. Ein Comeback der Serie ist allerdings gescheitert.

Doch es gibt auch positive Beispiele: Die einst totgeglaubte Sat.1-Sitcom „Pastewka“ beispielsweise erlebte 2018 zur Freude vieler Fans ein überraschendes Comeback bei Amazon Prime Video – und fand 2020 ebenda ein würdiges Ende. Auch der Film „El Camino“, der die Geschichte von Jesse Pinkman nach dem Ende der Serie „Breaking Bad“ erzählt, erhielt gute Kritiken.

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Unklar ist bislang, was von den noch anstehenden Serien­comebacks zu erwarten ist – denn eine ganze Reihe sind bereits angekündigt. Zu nennen wäre hier beispielsweise die Fortsetzung von „Dexter“. Eigentlich galt die Serie 2013 als beendet, doch 2021 soll der Serienkiller, der tagsüber für die Polizei arbeitet, nun wieder auf die Bildschirme zurückkehren, zur Freude vieler Fans. Ob das Comeback aber auch tatsächlich sehenswert ist, steht zu diesem Zeitpunkt noch in den Sternen. Schon die letzten Staffeln der Serie empfanden Fans als eher schwach im Vergleich zu den früheren Episoden.

Auch das angekündigte Comeback der WDR-Serie „Mord mit Aussicht“ dürfte von Liebhaberinnen und Liebhabern mit Vorfreude und Angst gleichermaßen begutachtet werden. In kommenden Jahr soll wieder in der Eifel ermittelt werden – dann allerdings nicht mehr mit den bekannten Hauptfiguren um Kommissarin Sophie Haas, sondern mit einem ganz neuen Polizeiteam. Kann die Produktion dann noch an alte Erfolge anknüpfen?

So groß die Trauer um eine beendete Kultserie auch sein mag – manchmal ist es vielleicht besser, sie ruhen zu lassen, in Erinnerungen zu schwelgen und sich lieber auf ganz neue Produktionen zu stürzen. Denn davon gibt es ja genug. In unserem Streaming-Newsletter haben wir, wie in jedem Monat, die passenden Tipps für Sie zusammengetragen.

Worauf wir uns freuen

„Sweet Tooth“: Eine Pandemie und wundersame Fabelwesen

Christian Covery als Gus in der Netflix-Serie „Sweet Tooth“. © Quelle: Photo by Kirsty Griffin / 2019 Warner Bros. Entertainment Inc.
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Wundersame Wesen wandeln in der neuen Netflix-Serie „Sweet Tooth“ auf Erden, Menschen mit Flügeln und Geweihen, die nach einer verheerenden Pandemie geboren wurden. Verschwörungstheoretiker verschwurbeln auch hier Ursache und Wirkung: Die fabelhaften Tierkinder werden prompt zu Schuldigen am Weltuntergangs­virus gemacht – und gejagt. Der kleine Gus gerät ins Visier der Last Men. Aber er hat tolle Beschützer, etwa Tommy („Game of Thrones“-Star Nonso Anozie), einen Menschen von gewaltigen Ausmaßen.

Jim Mickle („Hap and Leonard“) hat Jeff Lemires DC-Comicbücher in eine Serie verzaubert. Robert Downey junior gehört zu den Produzenten. Und die Fantasyfans scharren schon mit den Hufen.

„Sweet Tooth“, acht Episoden, von Jim Mickle, mit Christian Convery, Nonso Anozie, ab 4. Juni bei Netflix. Hier geht’s zum Trailer.

„Lisey’s Story“: Horrorstory von Stephen King

Eines der unheimlichsten Wesen im Leben von (Horror-)Schriftstellern ist der Fan. Nach der Ermordung von John Lennon bekam Stephen King Angst vor ihm und verarbeitete ihn in Geschichten. In „Misery“ foltert eine irre Krankenschwester ihren Lieblingsautor, in „Lisey’s Story“ rückt ein gruseliger Dane DeHaan der Witwe seines Lieblingsautors zu Leibe. Übernatürlicher Horror? Auch den gibt’s hier.

Julianne Moore, Jennifer Jason Leigh, Joan Allen und Clive Owen spielen in der Apple-TV+-Serie mit, „El Club“-Regisseur Pablo Larraín führte Regie. Dass King Drehbuchautor und ausführender Produzent ist, verwundert nicht – „Lisey’s Story“ (bei uns heißt das Buch „Love“) ist ihm das liebste seiner Bücher.

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„Lisey’s Story“, acht Episoden, Regie: Pablo Larraín, mit Julianne Moore, Clive Owen, ab 4. Juni bei Apple TV+. Hier sehen Sie den Trailer.

„Loki“: Der neueste Streich aus der Marvel-Welt

Wie sollen wir bloß die Rückkehr des Kinos feiern, wenn uns Marvel allergöttlichste Bilder netterweise zu Hause vorbeibringt? „Loki“, neueste Serie aus der Marvel-Welt, hat das Zeug zum Sofablockbuster, der Trailer ist überwältigend. Der Titelheld, in „Thor“ noch böser Saboteur, hat sich bis zu seinem Tod in „Avengers 3“ dank Tom Hiddleston zum Publikumsliebling entwickelt.

Jetzt lebt er zwar wieder – in Comics und ihren Verfilmungen gibt es da ja so einige Tricks. Aber schon wieder wird es eng für den coolen Nordgott, der eine von ihm ausgelöste Zeitlinie kontrollieren helfen oder sterben soll. Indes hat Loki diesmal diverse Inkarnationen – eine davon ist weiblich!

„Loki“, sechs Episoden, von Michael Waldron, Regie: Kate Herron, mit Tom Hiddleston, Owen Wilson, ab 9. Juni bei Disney+. Hier geht’s zum Trailer.

„They Want Me Dead“: No-Road-Movie mit Angelina Jolie

Die dunkle Seite der Macht kann sich gar nicht warm genug anziehen, wenn der Hurrikan Angelina Jolie über sie hereinbricht. Kampfkraft hat sie als Lara Croft und in „Mr. und Mrs. Smith“ (2005) bewiesen. Auch der zwölfjähirge Connor in „They Want Me Dead“ kann sich in der Wildnis Montanas darauf verlassen, dass die Feuerwehrfrau Hannah (Jolie) ihn vor Auftragskillern und flammenden Infernos bewahren wird.

Taylor Sheridan hat das No-Road-Movie gedreht. Er ist ein Alchemist von Action und Drama – hat das Drehbuch zu „Sicario“ (2015) und „Hell or High Water“ (2016) geschrieben, war Regisseur des Indianerthrillers „Wind River“ (2017) und war zuletzt Schöpfer der großartigen Neo-Western-Serie „Yellowstone“ (seit 2018) mit Kevin Costner.

„They Want Me Dead“, 100 Minuten, Regie: Taylor Sheridan, mit Angelina Jolie, Nicholas Hoult, Finn Little, ab 3. Juni bei bei Amazon Prime Video, Apple TV und anderen. Den Trailer können Sie sich hier anschauen.

„Awake“: Eine schlaflose Gesellschaft

Lucius Hoyos, Gina Rodriguez und Ariana Greenblatt spielen in der Netflix-Serie „Awake“ mit. © Quelle: Peter H. Stranks/Netflix

In „Yesterday“ vergaß die Welt nach einem globalen Stromausfall die Beatles, in „Awake“ wird’s noch schlimmer: Sie vergisst, wie Schlaf geht. Nach einem Simsalabim-Event mit Sternschnuppen ist die ganze Menschheit hundemüde und – weil niemand in Morpheus’ Arme sinken kann – dabei, den Verstand zu verlieren. Welche fatalen Auswirkungen Immerwachsein hat, konnte man schon in Stephen Kings Roman „Schlaflos“ (1994) erleben. In „Awake“ ist parallel alles elektrisch Funktionierende eingeschlafen.

Obskure Prämisse, gewiss. Gina Rodriguez („Jane, The Virgin“), Ariana Greenblatt („Avengers“) und Jennifer Jason Leigh („Weeds“) versuchen trotzdem, das Publikum um den Schlaf zu bringen. Und „Yesterday“ war ja nun auch ein Hit.

„Awake“, 96 Minuten, Regie: Mark Raso, mit Gina Rodriguez, Ariana Greenblatt, ab 9. Juni bei Netflix. Den Trailer zum Film finden Sie hier.

„Genius: Aretha“ – Serie über Aretha Franklin

Aretha Franklin forderte „Respect“ für die Schwarzen, rief im Song „Think“ ein „Freedom“ für die Frauen und sang an der Seite von Annie Lennox, dass Frauen nicht mehr Sidekicks großer Männer seien: „Sisters are doing it for themselves!“ Die Sängerin aus Tennessee, die schon mit zwölf Jahren Mutter wurde, gilt heute als Ikone der Emanzipations- und der Bürgerrechts­bewegung.

Ihr ist – nach Albert Einstein und Pablo Picasso – die dritte Staffel der Serie „Genius“ gewidmet. Gespielt wird Franklin von Cynthia Erivo, die zuletzt als Detektivin Holly Gibney in der Stephen-King-Serie „The Outsider“ begeisterte. Und im Trailer wirkt Erivo so, als sei die 2018 verstorbene Queen of Soul wiederauferstanden.

„Genius: Aretha“, acht Episoden, von Suzan Lori Parks, mit Cynthia Erivo, Courtney B. Vance, ab 4. Juni bei Disney+. Hier finden Sie den Trailer.

„It‘s a Sin/Boys“: Schwule Serie vom Macher von „Queer as Folk“

Die Welt will erobert werden von Ritchie (Olly Alexander), Roscoe (Omari Douglas) und Colin (Callum Scott Howells). Doch als die drei schwulen jungen Männer 1981 ins weltoffene London kommen, steht ihnen Stigmatisierung bevor. Die Serie „It’s a Sin“ erzählt von Aids, Vorurteilen und Diskriminierung. Und wie sich eine Clique ihren Anspruch aufs Glück nicht nehmen lassen will.

Vielversprechend, auch weil das britische TV-Genie Russell T. Davies verantwortlich zeichnet. Der 58-Jährige hat nicht nur das britische Original der Schwulenserie „Queer as Folk“ (1999) geschaffen, er schrieb zuletzt Hitminiserien wie „Years & Years“ mit Emma Thompson und „A Very British Scandal“ mit Hugh Grant.

„It’s a Sin/Boys“, fünf Episoden, von Russell T. Davies, mit Olly Alexander, Omari Douglas, Lydia West, ab 20. Juni bei Amazon Prime Video/Starzplay. Den Trailer zur Serie finden Sie hier.

„Katla“: Erste Netflix-Serie aus Island

Die isländische Produktion „Katla“ startet in Juni auf Netflix. © Quelle: Lilja Jonsdottir

Island wird in diesem Juni Netflix-Land. „Katla“ heißt die erste Netflix-Serie aus Europas äußerstem Nordwesten, federführend ist Starregisseur Baltasar Kormákur („101 Reykjavik“, „Trapped“) und das Thema hat Aktualität angesichts der anhaltenden Eruptionen auf der Reykjanes-Halbinsel. In der Serie ist es der Vulkan Katla unter einem Gletscherschild, der ein Jahr lang ausbricht. Was in der Folge nahe der Kleinstadt Vik vom ewigen Eis freigesetzt wird, birgt eine neue Qualität für das Wort „Endzeit“.

Die Menschheit blickt ja schon seit einiger Zeit bang auf die sterbenden Eiswüsten der Welt und welche unliebsamen Überraschungen (Methanvorkommen) dort zum Vorschein kommen mögen. „Katla“ verwandelt diese Ängste in eine Thrillerserie.

„Katla“, acht Episoden, von Baltasar Kormákur, mit Gudrún Ýr Eyfjörd, Íris Tanja Flygenring, Ingvar Sigurdsson ab 17. Juni bei Netflix.

„Luca“: Neuer Disney-Animationsfilm

Vor der Küste Italiens schwimmen zwei jugendliche Wassermänner, die im Übermut das Meer verlassen und Menschengestalt annehmen, um das Leben an Land kennen zu lernen. Luca und Bruno schließen Freundschaft mit der rebellischen Giulia und erwecken das Misstrauen einer Katze. Die riecht das Fischige in den beiden. La dolce vita – als Animationsfilm.

Regisseur Enrico Casarosa begann als Designer und Storyboard-Artist bei „Ice Age“ (2002). Und mit „Ratatouille“ (2007), „Oben“ (2009) und „Coco“ (2017) war er an einigen der schönsten Pixar-Streifen beteiligt. „Luca“ ist sein Langfilmdebüt, mit dem er den Zauber seiner eigenen Kindheit heraufbeschwört.

„Luca“, Regie: Enrico Casarosa, Animationsfilm, ab 18. Juni bei Disney+. Den Trailer sehen Sie hier.

Was wir gesehen haben

„The Bad Batch“ ist ein Spin-off der Trickserie „The Clone Wars“. © Quelle: Disney

„Star Wars: The Bad Batch“: Machtergreifung und Widerstand im Weltraum

Mit einer guten Heldentruppe und einer schlichten Story aus einer komplexen Welt punktet die neue „Star Wars“-Serie „The Bad Batch“ beim Publikum. Die Klonkriege enden, der Imperator ergreift die Macht. Und Serienmacher Dave Filoni erzählt, dass man Widerstand leisten muss. Matthias Halbig hat reingeschaut.

Flugbegleiterin kurz vorm Absturz: die Serie „The Flight Attendant“

Halb Komödie, halb Thriller: In der Serie „The Flight Attendant“ werden Erinnerungen hinterfragt. Hauptdarstellerin Kaley Cuoco ist ein Ereignis. In diese acht Episoden lässt man sich gern hineinziehen, findet unser Kollege Martin Schwickert.

Depression mit Dienstnummer: Die Serie „The Mopes“ mit Nora Tschirner ist ziemlich irre

In der Serie „The Mopes“ spielt Nora Tschirner eine personifizierte Depression – mit einer Dienstnummer. Dahinter verbirgt sich ein angenehm tragikomischer Blick auf unsere Selbstoptimierungs­gesellschaft, meint Jan Freitag.

Ist in dieser Familie alles super? Comicserie „Jupiter’s Legacy“ bei Netflix

Es ist Zeit für die alten Superhelden der „Union of Justice“, den Staffelstab an die Jugend abzugeben. Doch Heldenchef Utopian zögert, und der Nachwuchs würde den Moralkodex gern lockern. Mit „Jupiter’s Legacy“ ist bei Netflix eine Superhelden-Familienserie aus dem Comicuniversum „Millarworld“ streambar. Matthias Halbig hat sich die Produktion angesehen.

„Underground Railroad“: der lange Weg in die Freiheit

Die monumentale Serie „Underground Railroad“ zeigt US-amerikanische Geschichte aus schwarzer Sicht. Sie ist manchmal schwer erträglich und auch ausufernd – und könnte doch einen Standard setzen, meint Stefan Stosch.

Dramedyserie „All You Need“: eine wunderbare Liebeserklärung an die (schwule) Liebe

Die neue ARD-Miniserie „All You Need“ handelt von vier schwulen Männern in Berlin. Es geht um verletzliche Liebe, komplizierte Konstellationen, aber auch um den Umgang mit Homophobie. Die Charaktere lassen einen nah ran – manchmal so nah, dass es wehtut. Und sie transportieren eine wichtige Message: Liebe, egal wen. Hannah Scheiwe hat reingeschaut.

Netflix-Hit „Halston“: „Mad Men“ im Modebusiness

In den Siebzigerjahren war „Halston“ ein Superstar am Modehimmel – bis er tief stürzte. Die gleichnamige Netflix-Serie setzt ihm nun ein bildgewaltiges Denkmal mit Ewan McGregor. Der schottische Schauspieler verleiht dem Gernegroß aus New York eine Grandezza zum Niederknien, findet Jan Freitag.

Zombies in der Stadt der Zocker – bei Netflix marschiert die „Army of The Dead“

Matthias Schweighöfer spielt in „Army of The Dead“ einen Safeknacker, der in Las Vegas einen Casinotresor knacken muss. Problem: Die Zockerstadt in der Wüste ist von Zombies geflutet. Zack Snyder liefert für Netflix, was mehr als ein Jahr fehlte: Blockbusterkino. Die Rezension lesen Sie hier.

Kate Winslet vom Feinsten: das Thrillerdrama „Mare of Easttown“ bei Sky

Ein Teenager wird ermordet, eine erschöpfte Polizistin fördert auf der Mördersuche in einer amerikanischen Kleinstadt dunkle Geheimnisse zutage. Die britische Schauspielerin Kate Winslet glänzt als verhärmte Titelheldin in der Sky-Serie „Mare of Easttown“. Unsere Rezension.

Fun Facts, die uns gefallen

Die Serie „Game of Thrones“ ist bekannt dafür, das Hauptcharaktere unerwartet sterben. © Quelle: imago/ZUMA Press

Dass in beliebten Serien auch mal Hauptcharaktere sterben, ist heute nichts Ungewöhnliches mehr. Die Erfolgsserie „Game of Thrones“ ist vermutlich das prägnanteste Beispiel dafür – und in der Zombieproduktion „The Walking Dead“ ist zum Serienende kaum noch eine Darstellerin oder ein Darsteller dabei, der oder die in Staffel eins zu sehen war.

Hätten Sie gewusst, wer diesen Trend einst etabliert hat? Die Serie „M*A*S*H“ aus den Siebziger- und Achtzigerjahren gilt als Vorreiter dieser Idee, wie das Magazin „Vox“ in seinem Dossier der „einflussreichsten Momente der TV-Geschichte“ beschreibt. Zwar gab es zuvor auch schon Todesfälle von Hauptcharakteren in Serien – diese waren jedoch eher auf äußere Umstände zurückzuführen, Etwa wenn ein Darsteller stirbt oder eine Schauspielerin freiwillig aus der Serie aussteigt.

„M*A*S*H“ gilt als erste Serie, in der der Tod einer beliebten Figur erstmals ganz absichtlich in die Dramaturgie eingebaut wurde. Im Finale der dritten Staffel wird Oberstleutnant Henry Blake (McLean Stevenson) aus der Armee entlassen und fliegt zurück in die USA. Die Charaktere der Serie erfahren dann, dass Blakes Flugzeug über dem Japanischen Meer abgeschossen wurde. Es gibt keine Überlebenden.

„Es war vielleicht unvermeidlich für eine Show, die während des Krieges spielt“, analysiert das Magazin „Vox“ die Szene im Nachhinein. „Aber seine Gewagtheit veränderte auch die Beziehung des Fernsehens zum Tod.“

Was wir hinter den Kulissen erleben

Netflix war der Gewinner der Krise, doch die goldenen Zeiten sind vorbei. © Quelle: imago images/Future Image

Netflix in der Krise: Ideenflaute, Einheitsbrei, lahmes Wachstum – was ist passiert?

Netflix galt als großer Gewinner der Corona-Krise. Doch der Boom ist vorbei. Der Kundenzustrom flaut ab, die Konkurrenz legt zu. Und immer öfter beschleicht Abonnentinnen und Abonnenten das Gefühl, den Streamingpionier „leer geguckt“ zu haben. Es mangelt an frischen Inhalten. Was ist passiert? Imre Grimm hat sich die Sache genauer angeschaut.

Und nun: Viel Spaß beim Streamen! Ihr Stream-Team: Matthias Schwarzer, Lena Obschinsky, Matthias Halbig und Imre Grimm.

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