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„Die Höhle der Löwen“: Sexismus-Vorwurf und Ärger über einen „Clown“

Gründer Marvin versucht zum dritten Mal, einen Deal in der „Höhle des Löwen“ einzutüten – doch scheitert erneut und macht die Jury dabei sogar wütend. Besonders Carsten Maschmeyer findet deutliche Worte.

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Man sieht sich immer zweimal im Leben. Oder auch dreimal, wie im Fall von Gründer Marvin. Sein erster Versuch in der Vox-Show „Höhle der Löwen“ war ein Onlineshop, in dem es alles für null Euro geben sollte, beim zweiten Pitch wollte der Gründer mit Bratwurst, die so dick ist, dass man sie in Scheiben schneidet, bevor sie auf den Grill kommt, eine Bratwurstrevolution einläuten. Damals gab es keinen Deal, doch Marvin entwickelte sein Start-up Brad Brat weiter und betreibt mittlerweile eigene Geschäfte. Sein Ziel nun: die Weltherrschaft. Mit einem Investment von 200.000 Euro möchte er in ein Franchisesystem einsteigen. In der aktuellen „Höhle der Löwen“-Folge bietet er dafür 10 Prozent seiner Firmenanteile.

„Ich glaube an dich, aber ich glaube nicht an das Produkt“

„Ziemlich günstig für einen Universalanspruch“, findet Georg Kofler (62), ist aber raus, weil ihm der Auftritt zu sehr „Entertainment“ ist. „Nee, so funktioniert’s nicht“, knurrt der Löwe. Carsten Maschmeyer (60) hat einen ähnlichen Eindruck: „Mir reicht es, für mich sind Sie auf dem Weg, der Clown in der ‚Höhle der Löwen‘ zu werden, ich bin raus.“ Dagmar Wöhrl (65) schmeckt die Wurst, aber sie schreckt das Franchisesystem ab, und daher beißt auch sie nicht an. Das Kämpferische kommt bei Ralf Dümmel (52) zwar gut an, aber auch er hat keine Lust auf Franchise und winkt ab.

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Zum ersten Mal erlebt Neu-Löwe Nils Glagau (42) den Wiederholungsgründer. „Ich glaube an dich, aber ich glaube nicht an das Produkt, viel Glück, ich bin raus.“ Zum dritten Mal dabei, zum dritten Mal kein Deal. Der Gründer geht mit einem Versprechen: „Ich werde nicht mehr wiederkommen, denn das Ding, das fliegt, die Löwen waren nicht mutig genug, aber voll o.k.“

Welcher Löwe saugt wie Staub?

Die Idee für das nächste Start-up entstand beim Staubsaugen. Gründerin Jill ärgerte sich über dabei entstehende Schrammen an Möbeln und entwickelte selbstklebende Stoßschutzpolster, die die Einrichtung schützen sollen. Um mit ihrer Erfindung den Markt zu erobern, benötigt die Luxemburgerin 85.000 Euro. 15 Prozent der Firmenanteile würde sie abgeben. Dagmar Wöhrl fehlt die Begeisterung, sie würde es nicht kaufen und ist raus. Georg Kofler sieht zu wenig Innovation und ist auch raus. Als Kind hat Carsten Maschmeyer öfter staubgesaugt, dabei aber keine Möbel beschädigt, ist also ebenfalls nicht interessiert. Nils Glagau saugt auch lieber weiter auf traditionelle Art. Nur Ralf Dümmel nimmt die Fährte auf. „Ich würde es mit Ihnen versuchen.“ Er bietet 85.000 Euro für 30 Prozent, unverhandelbar – und bekommt den Deal.

Vom Boden in die Luft: Arne, Levin und Hedda wollen Luftaufnahmen günstiger und einfacher machen. AER heißt ihr Start-up, ihre Erfindung ist eine Art Wurfpfeil, in den man eine Kamera legt. Mithilfe der Löwen soll AER die Marke für innovatives Kamerazubehör werden. 150.000 Euro wollen die Gründer für 10 Prozent. Georg Kofler zieht gleich die Reißleine. „Ich finde euren Auftritt sympathisch, erfrischend, doch das Produkt ist etwas für Freaks, ich sehe Schwierigkeiten, eine Marke aufzubauen, und bin raus.“ Dass die Studenten aus Kostengründen noch kein Patent auf ihre Erfindung haben, schreckt Carsten Maschmeyer ab. Frank Thelen (43) ist die Erfindung nicht technisch genug. Bleibt am Ende noch Nils Glagau – und der beißt an. „Ich finde euch super, finde die Idee super, hätte große Lust, das mit euch zu machen, für 150.000 für 15 Prozent.“ Deal!

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Campingtoilette bekommt keinen Deal

Campen ist ein großer Spaß für Frischluftfreunde. Weniger spaßig ist für die meisten das Leeren der Campingtoilette, die irgendwann mal sauber gemacht werden muss. Simon und Ralf haben sich dieses Problems angenommen und den „Camping Butler“, einen Vollautomaten entwickelt, der die Reinigung von Campingtoilettenkassetten übernimmt. Beim Austausch der Kassetten soll man so keinen unangenehmen Gerüchen mehr ausgesetzt sein. Für 200.000 Euro sind die Löwen dabei, 10 Prozent bieten sie. „Mit uns machen Sie das große Geschäft“, locken die Gründer.

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Dagmar Wöhrl ist kein Campingfan. „Man sollte mit Herzblut dabei sein, daher bin ich raus.“ Frank Thelen findet das Thema auch nicht sonderlich spannend und beißt nicht an. Scharf kritisiert er die optische Gestaltung des Apparats: „Euer Design mit einer attraktiven blonden Frau in einem attraktiven, engen, schwarzen Kleid – das ist 80er. Bitte lasst das sein. Da sind wir drüber hinweg, dass blonde Frauen in engen schwarzen Kleidern so was machen.“

Carsten Maschmeyer fragt nach dem Businessplan. Genaue Zahlen haben die Gründer allerdings noch nicht. Maschmeyer steigt daher aus. „Die Idee finde ich toll, aber ich bin raus.“ Die Schwäche bei den Zahlen schreckt auch Judith Williams ab. Ohne Deal müssen die beiden Gründer gehen.

Ralf Dümmel und die geheimnisvolle Welt der Damenschuhe

Apropos gehen: Nach einem Tag in hohen Schuhen können die Füße am Abend wehtun. Im schlimmsten Fall könnten ungesunde Schuhe sogar zu einer Verkrümmung des großen Zehs führen. Gründerin Sarita hat eine Tendenz zu dieser Zehenverkrümmung und daher „Go Bunion“ entwickelt. Optisch ganz normale Strümpfe, aber im Inneren befindet sich ein Softgel-Zehentrenner, um den Schmerz zu lindern und die Krümmung zu entlasten. 150.000 Euro bräuchte die Gründerin und bietet dafür 15 Prozent. Neun von zehn Frauen hätten das Problem, klärt die Gründerin auf. Zehn Millionen allein in Deutschland.

Carsten Maschmeyer steigt gleich aus. Der Vertrieb sei noch am Anfang, das Produkt zu teuer. Der Medizinbereich ist nicht die Welt von Dagmar Wöhrl. Nils Glagau kann sich nicht in die Welt der Frauenschuhe hineinversetzen. Georg Kofler ist vermutlich auch nicht in der Welt der High Heels unterwegs, will aber trotzdem investieren. „Ich würde meine Chips auf Sie setzen, gehe auf Verdacht mit und biete 150.000 für 49 Prozent.“ Auch Ralf Dümmel wittert Potenzial. „Ich würde es mit Ihnen groß machen wollen, mache das gleiche Angebot: 150.000 für 49 Prozent.“ Und den Deal bekommt: Ralf Dümmel. „Er war mein absoluter Favorit“, freut sich die Gründerin.

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RND/spot