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  • Die Alm Finale 2021: Dragqueen Yoncé Banks gewinnt und ist neue „Almkönigin“

Triumph auf dem Berg: Dragqueen Yoncé Banks ist „Almkönigin“

  • Dragqueen Yoncé Banks gewinnt das Reality-Format „­Die Alm“ und darf sich jetzt „Almkönigin“ nennen.
  • Im Finale setzte sich die Dragqueen gegen Ex-Olympionikin Magdalena Brzeska durch.
  • Doch die letzte Folge ließ ahnen, warum die Zuschauerzahl zuletzt auf knapp 650.000 abbröckelte.
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Auf der Alm gab’s zuletzt weder Sünde noch Streit. Die vier verbliebenen Kandidaten kuschelten sich regelrecht zur Entscheidung. Die Produktion hatte alle Hände voll zu tun, die knapp über zwei Stunden Sendezeit sinnvoll zu nutzen und tat es mit ausufernden Werbeblöcken, „Worst of”-Rückblenden und begrenzt spaßigen Spielen. Die anschließende Wiedersehens-Sendung „Die Alm – Der Talk danach” war dann doch wesentlich spannender, weil alte Alm-Rivalen wieder wollüstig übereinander herfielen.

Wer will das sehen bei einem Reality-Format?

Das Finale ließ ahnen, warum die Zuschauerzahl zuletzt auf knapp 650.000 abbröckelte. Vier sympathische Menschen, die sich lieb haben, wertschätzen und ohne jeden Zank oder verbale Tiefschläge den potenziellen Sieg gegenseitig gönnen – wer will das sehen bei einem Reality-Format wie „Die Alm – Promischweiß und Edelweiß”? Dann doch lieber Katharina Eisenblut, die im Talk danach bekannte, dass sie sich schäme, weil die „Extremsituation mich zur Dramaqueen” machte. Oder Benedetto Paterno und Siria Campanozzi, die sich leidenschaftlich beleidigend („Du laberst so ‘ne Sch...!”) ihre gegenseitige Abneigung bestätigten.

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Siria verliert bei der „Bauern-Olympiade“

Aber der Reihe nach. Das Halbfinal-Quartett musste zunächst ausgedünnt werden. Also riefen die Moderatoren Collien Ulmen-Fernandes und Christian Düren zur dreiteiligen „Bauern-Olympiade”. Sie ließen die Kandidaten erst in übergroßen Holzklogs gegeneinander 100-Meter-stolpern. Dann gab es „Gemüsemathematik”. Klingt komisch? War es auch. Zwölf Gemüsesorten (die erst ausgebuddelt werden mussten) waren Zahlen zugeordnet, anhand derer man dann Gleichungen wie „Lauch + Zwiebel + Karotte - Kartoffel” lösen müsste. Das scheiterte schon daran, dass etliche Gemüsesorten einfach nicht erkannt wurden. Siria kannte keinen Kohlrabi („Ich kann das nicht mal aussprechen.”), Vivian hatte nie zuvor Fenchel gesehen. Die meisten Punkte wurden gemacht, weil Gegner einfach falsche Antworten gaben. Magdalena: „Yeah, nix gemacht und doch gewonnen.”

Siria schied als schlechteste „Bauern-Olympionikin” aus und haderte: „Ich hab’ so viele Spiele gewonnen und ausgerechnet im Halbfinale hab ich’s verkackt.” Vivian Schmitt folgte ihr auf dem Fuße. „Dritte? Boah, hätte nie damit gerechnet, so weit zu kommen.” Nach einem opulenten „letzten Abendmahl” (Wurst- und Käseplatte nebst Selbstgebranntem vom Alm-Öhi), hieß es Abschied nehmen. Magdalena und Yoncé mussten ein letztes Mal den Stall auswienern und das Vieh versorgen (Yoncé: „Die Schweine sind voll aggressiv und brüllen wie die Dinos bei ‘Jurrasic Park’”) und dann – ab zum „Extremfensterln.”

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So nannte sich das alles entscheidende Spiel. Es wurden Quizfragen gestellt. Wer schneller über eine fünf Meter hohe Leiter den Buzzer erreichte, durfte antworten. Sieben richtige Antworten führten zum Sieg. Richtig fair war das nicht, immerhin ist Yoncé 16 Jahre jünger als Magdalena und war entsprechend flinker in den Beinchen. Nach zwischenzeitlichem 2:2 setzte er sich vorentscheidend ab. Die Matchfrage, die er zum Sieg verwandelte: „Für welches Körperteil steht das Pfirsich-Emoji?” Yoncé erkletterte sich das Antwortrecht, rief „Für den Hintern” und stand als Almkönigin fest.

Eine goldene Kuhglocke für „Almgöttin“ Yoncé

„Ich bin die Almgöttin!“, jubelte Yoncé und nahm Ruhm, Ehre und eine goldlackierte Kuhglocke mit nach Hause. Die Siegprämie am Ende: 40.500 Euro. Magdalena Brzeska, die inoffizielle Königin der Alm-Herzen, wurde immerhin mit einem goldenen Besen ausgezeichnet. Vielleicht sollte sie damit mal durch das Formartkonzept fegen. Dann hat es eventuell doch noch die Chance auf ein weiteres Comeback. Das letzte ließ ja zehn Jahre auf sich warten.

RND/Teleschau

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