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Deutscher Comedypreis: Bauerfeind teilt aus, “Herrengedeck” räumt in neuer Frauenkategorie ab

Am Freitagabend wurde der Deutsche Comedypreis verliehen. Den Preis für den besten Moderator verlieh Katrin Bauerfeind. In ihrer Laudatio wandte sie sich an die drei Nominierten – und ließ sich einen Seitenhieb nicht nehmen.

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Luke Mockridge, Oliver Pocher und Ralf Schmitz – das waren die Namen der drei Nominierten der Kategorie “Beste Moderation” für den Deutschen Comedypreis. Katrin Bauerfeind hielt die Laudatio und verkündete Luke Mockridge als Gewinner.

So weit, so unspektakulär. Denn es war weniger die Bekanntgabe des Siegers als die Anmoderation Bauerfeinds, die die Zuschauer und Gäste an diesem Abend schmunzeln lassen sollte. Denn Bauerfeind ließ sich die Frage nicht nehmen, warum eigentlich keine Frauen in dieser Kategorie nominiert seien.

Schon vor der Gala hatte es Aufregung um den Deutschen Comedypreis gegeben, da in der Kategorie “Bester Comedy-Podcast” keine Podcasterinnen nominiert waren. Als es daraufhin in der Branche rumorte und sich verschiedene Künstler zu Wort meldeten, wurde die Kategorie in “Beste Comedy-Podcasterin” – für Produktionen mit weiblicher Besetzung – und “Bester Comedy-Podcaster” aufgeteilt.

Der offensive Seitenhieb Bauerfeinds sorgte vor allem vor den TV-Geräten für jede Menge Belustigung – und Zustimmung. Vor allem via Twitter posteten Nutzer ihre Begeisterung und den Zuspruch für die offene Kritik der Moderatorin und Schauspielerin.

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Preis für “Beste Comedy-Podcasterin” geht an “Herrengedeck”

Es war Comedian Torsten Sträter, der eben jenen Preis vergeben durfte, den es im ursprünglichen Skript des Deutschen Comedypreises gar nicht gab: den Preis für die beste Comedy-Podcasterin. Nominiert waren der “5 Minuten Harry Podcast”, “Herrengedeck” und “Busenfreundin”.

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Laura Larsson und ihre Kollegin Ariana Baborie, bekannt als die Creatorinnen des Podcasts “Herrengedeck”, durften den Preis schließlich auf der Bühne entgegennehmen. Auch die beiden Siegerinnen ließen es sich in ihrer Dankesrede nicht nehmen, stellvertretend für alle weiblichen Comedians die ein oder andere Kritik zu äußern.

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“Das ist so wie früher bei Erwachsenenpartys mit dem Katzentisch, an dem die Kinder sitzen durften”, fasste Laura Larsson die Trennung von männlichen und weiblichen Comedyformaten zusammen. Der Appell der Siegerinnen war klar: “Ich würde mir wünschen, dass wir alle an einem Tisch sitzen: Mann, Frau, Trans, Homo, Schwarz”, sagte Larsson.

Und wer weiß, vielleicht sitzen im nächsten Jahr ja alle zusammen am sinnbildlichen Tisch des Comedypreises und Männer und Frauen sind in ein und derselben Kategorie nominiert.

RND/liz

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