Deutsche Welle bedauert TV‑Interview mit Aktivisten zu Gazakonflikt

  • Die Deutsche Welle hat ein TV‑Interview zur Eskalation im Gazakonflikt aus dem Netz entfernt.
  • Darin hatte ein palästinensischer Aktivist Vorwürfe gegenüber Israel geäußert.
  • „Wir sind der Ansicht, dass seine Äußerungen antisemitisch sind und terroristische Akte rechtfertigen sollten“, erklärt ein Sprecher des Auslandssenders.
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Bonn. Die Deutsche Welle (DW) hat für einen Fehler in einem TV‑Interview zur Eskalation im Gazakonflikt um Entschuldigung gebeten und den Beitrag entfernt. Ein Sprecher des deutschen Auslandssenders teilte am Donnerstag mit, dass in der am Dienstag ausgestrahlten Nachrichtensendung ein palästinensischer Aktivist schwerste Vorwürfe gegenüber Israel geäußert habe. „Wir sind der Ansicht, dass seine Äußerungen antisemitisch sind und terroristische Akte rechtfertigen sollten.“

Vorbereitung und Durchführung des Interviews seien mangelhaft gewesen, hieß es von dem Sprecher weiter. „Auch wenn es in einer Livesituation nicht immer möglich ist, Äußerungen von Interviewgästen komplett zu unterbinden, hätte dieser Fehler nicht passieren dürfen. Wir bedauern dies.“

Ausgewogene Berichterstattung „nicht gelungen“

Das Interview strahlte die Deutsche Welle in der englischsprachigen Nachrichtensendung „The Day“ aus. Seit mehreren Tagen gibt es von militanten Palästinensern im Gazastreifen Raketenangriffe auf Israel.

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Der Sprecher betonte: „Die DW hat das Ziel, immer ausgewogen und faktenbasiert zu berichten. Das gilt auch für unsere Berichterstattung über den Nahostkonflikt. In diesem Fall und der besagten Sendung ist uns das leider nicht gelungen.“

RND/dpa

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