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“Der kleine Lord” ist lange erwachsen: Ricky Schroder wird 50

Ricky Schroder in einer Szene des Films „Der kleine Lord“.

New York. Ricky Schroder hat dieses Gesicht, in dem man auch nach Jahrzehnten noch den Kinderstar wiedererkennt. Das mag vor allem an seinem zuverlässigen Bildschirm-Auftritt zur Weihnachtszeit liegen: Ricky Schroder spielte einst an der Seite von Alec Guinness die Rolle des kessen kleinen Cedric, Lord Fauntleroy, im TV-Klassiker "Der kleine Lord". Die goldenen Zeiten des Golden-Globe-Gewinners sind zwar vorbei, doch Schroder arbeitet noch immer hinter den Kulissen Hollywoods. Am Montag (13. April) wird er nun 50.

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Die Hester Street in Downtown Manhattan gibt es noch immer. Allerdings spielen dort keine kleinen Jungs mehr Fußball mit Konservendosen wie in "Der kleine Lord". Stattdessen werben Schilder auf Chinesisch für Waschsalons oder Restaurants. In der Hester Street spielen die Anfangsszenen des Fernsehfilms von 1980, der den kleinen Ricky Schroder mit seinen samtweichen blonden Haaren in Deutschland berühmt machte.

Mutter brachte Schroder schon als Baby zu Shootings

Schroder wurde zehn Jahre zuvor, nur wenige Kilometer entfernt als Richard Bartlett Schroder geboren - 1970 in New York als Sohn eines Deutschen und einer norwegischen Einwanderin. Und die Karriere startete nach Angaben der Branchenseite IMDb nur Monate später, als seine Mutter ihn schon als Baby zu Foto-Shootings brachte. Seine erste große Rolle hatte Schroder als Neunjähriger als T. J. im Boxer-Film "Der Champ", für den er auch den Golden Globe als bester Nachwuchsschauspieler gewann.

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Wenig später folgte die Neuverfilmung von "Der kleine Lord", basierend auf dem Buch von Frances Hodgson Burnett. Im dem Klassiker spielt Schroder den jungen Cedric Errol aus Amerika, der in der Erbfolge aufrückt und deshalb der Lord von Dorincourt in Großbritannien wird. Mit der Zeit erweicht er durch seine freundliche Art das Herz seines tyrannischen Großvaters, dem Earl, gespielt von Sir Alec Guinness.

“Der kleine Lord” in USA weniger bekannt

Auch wenn Alec Guinness der Weltstar war: Generationen von deutschen Fernsehzuschauern schmolzen vor allem wegen des kleinen “Ceddy” dahin. Die Dreharbeiten bezeichnete Schroder vor einigen Jahren als “großartige Erfahrung”. Auf der Webseite der von ihm betriebenen Film-Produktionsfirma “Ricky Schroder Productions” wird der “kleine Lord” jedoch mit keinen Wort erwähnt - was wohl auch daran liegt, dass der Film in den USA weit weniger bekannt ist.

Generell hat Schroder seine erfolgreichsten Zeiten vermutlich hinter sich. Die Rollen wurden kleiner, je älter - und weniger süß anzusehen - Schroder wurde. Einer seiner letzten Filmauftritte bisher war 2010 in der Kinokomödie "Männertrip", wo er sich als Gaststar selbst spielte.

RND/dpa

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