Der Deutsche Comedypreis wird 20 - und kassiert Kritik wegen Nominierungen

  • Der Deutsche Comedypreis feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag - aber nicht jeder kann sich darüber freuen.
  • Auf Twitter äußern sich Vertreter der Branche kritisch über die Nominierungsliste.
  • Darauf stehen schon wieder nur altbekannte Namen.
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Köln. Der Deutsche Comedypreis wird dieses Jahr 20 Jahre alt. Darüber freut sich allerdings nicht jeder: Noch bevor die TV-Gala am 2. Oktober über die Bühne geht, hagelt es in den sozialen Netzwerken Kritik und Spott.

Comedian Felix Lobrecht brachte auf Twitter eine Diskussion über die diesjährigen Nominierten ins Rollen. Er schrieb ironisch: "Comedypreis wieder progressiv und mutig". Als Beste Komikerin/Bester Komiker nominiert sind nämlich vor allem Personen, die man schon seit Ewigkeiten im TV sieht: Ralf Schmitz, Carolin Kebekus, Martina Hill, Luke Mockridge, Chris Tall und Mario Barth.

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"Die gleichen Namen seit 20 Jahren"

"Das sind die gleichen Namen seit 20 Jahren", antwortet eine Nutzerin. Ein anderer meint: "Comedypreis rückbauen, jetzt!".

Shahak Shapira twittert: "Junge du musst bei Brainpool unterschreiben dann kriegst du 30". Der Satiriker spielt damit auf die Produktionsfirma der Preisverleihung an - die Gala wird vom Kölner Unternehmen "Brainpool" produziert. Schon im vergangenen Jahr hatte dieser Umstand für Diskussionen gesorgt:

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Matthias Kalle, stellvertretender Chefredakteur des "Zeit Magazins", sieht die Nominierungsliste eher positiv: "An alle, die nicht für den Deutschen #Comedypreis nominiert sind: Fantastische Arbeit, weiter so!", twittert er.

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Die Preisverleihung wird am 2. Oktober live aus Köln übertragen. Das kündigte RTL am Montag an. Pünktlich zum Jahrestag soll es auch einige Neuerungen geben: Beispielsweise soll kein klassischer Moderator mehr durch den Abend führen, sondern verschiedene Laudatoren und Gäste.

Die Wahl der Kategorie Beste Komikerin/Bester Komiker ist diesmal zudem erstmals ein Zuschauer-Voting. Fans der Komiker können ihren Liebling über die Website von RTL bestimmen.

Die weiteren Nominierungen

Nur wenige Überraschungen bieten auch die Nominerten in der Kategorie "Bestes TV-Soloprogramm". Hier stehen "Chris Tall live! – Und jetzt ist Papa dran" (RTL), "Johann König live! Milchbrötchenrechnung" (RTL), "Olaf Schubert. Sexy forever" (3sat), "Bastian Bielendorfer: Das Leben ist kein Pausenhof" (WDR) und "Torsten Sträter: Im Rahmen meiner Möglichkeiten" (3sat) auf der Liste.

In der Kategorie "Beste Comedyserie" sind allerdings auch ein paar Spartenprogramme nominiert. Hier hat die laut RTL "unabhängige Fachjury mit Jurypräsident Hugo Egon Balder" die Wahl zwischen "Sankt Maik" (RTL), "Merz gegen Merz" (ZDF), "Arthurs Gesetz" (Entertain TV/TNT Comedy), "Klassentreffen – Die Serie" (One) und "Jerks" (Joyn/ProSieben).