„Der Bachelor“ zum Nachkochen: Gerupfter Hahn mit Schalotten in Prosecco

Sie mögen den „Bachelor“? Wir auch. Deshalb haben wir für Sie das geheime Rezept der Erfolgsshow zum Nachkochen aufgeschrieben. Wohl bekommt’s.

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„Der Bachelor“ ist in aller Munde: Was ist das Erfolgsrezept von RTL? Welche geheime Zutat sorgt für diesen eigentümlichen Geschmack? Wir haben es für Sie notiert.

Zubereitungszeit: knapp 100 Minuten | Anspruch an den Koch: Laie | Gerichtsart: leichte Kost, dennoch fleischlastig

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Die Grundlagen:

· 1 gerupfter Hahn (kurzfristige Stallhaltung)

· 22 Schalotten (wahlweise auch ein paar Jennys)

· 1 Tankwagenladung Prosecco

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· 9 Bündel geschnittene Rosen

· 1 Badewanne Schokolade

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· 1 große Spur Unvermögen in Gesprächsführung

Wahlweise dazu:

· 1 Fass Kokoslikör (einen historisch anmutenden Fernsehsport für Nostalgiker gibt es in vielen Märkten gratis dazu)

Schritt 1: Die Vorbereitung

Achten Sie beim Kauf des gerupften Hahns darauf, dass er während der halbjährigen Stallhaltung den Glauben an eine höhere Macht gefunden hat. Das sorgt in Kombination mit den Schalotten für eine besondere Note. Betten Sie ihn außerdem in einen Maßanzug (unbedingt blau, das wirkt staatsmännisch) und veredeln Sie seine Keulen mit weißen Sneakern, um die Kombination aus Sportlichkeit und Eleganz abzurunden. So wird jeder Hahn unwiderstehlich, garantiert.

Ein Leckerbissen? Bachelor Sebastian Preuß. © Quelle: TVNOW / Stephan Pick
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Entfernen Sie von den Schalotten soweit es möglich ist die äußere Schicht und werfen Sie sie mit dem Hahn in einem Topf. Schütteln Sie alles gut durch.

Während das Aroma des Hahns auf die Schalotten übergeht: Schauen Sie die gratis Werbung für Kokoslikör und schwelgen Sie in Erinnerungen an das vergangene Jahrzehnt, als die Werbung schon unzählige Male lief.

Schritt 2: Heizen Sie ein

Braten Sie den gerupften Hahn und die Schalotten leicht an, bis dem Hahn der Schweiß auf der Stirn steht und die Schalotten eine weitere Schicht verlieren. Gießen Sie währenddessen mit einer großzügigen Portion Prosecco auf, um den Vorgang zu beschleunigen. Entweichen dem Hahn nun Geräusche wie „Und, was machst du so?“, „Magst du Sport?“ oder „Du wirkst irgendwie so verschlossen“, erhöhen sie die Prosecco-Dosis.

Aus den Absonderungen des gerupften Hahns und der Schalotten sollte sich allmählich ein gelbbräunlicher Sud entwickeln, in der die ganze Geschichte kocht. Wenn Sie das beobachten: Schauen Sie noch einmal die Werbung für Kokoslikör.

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Schritt 3: Zeit für die Rosen

Geben Sie nun das erste Bündel Rosen hinzu. Nun sind folgende Punkte wichtig: Achten Sie auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Rosen und Schalotten. Einige Schalotten werden nach Zugabe der Rosen bitter – sortieren Sie sie aus.

Sollten Ihnen die Ausdünstungen der Schalotten bei diesem Schritt Tränen in die Augen treiben, distanzieren Sie sich besser von dem Gericht oder beruhigen Sie Ihr Gemüt mit einem Schluck Kokoslikör. Sie haben die Flasche noch in der Hand? Gut, dann können Sie auch gleich die überhitzten Schalotten mit einem Schwung aus der Likörflasche abkühlen. Sie werden es Ihnen danken.

Und wo Sie gerade schon im Thema sind: Schauen Sie doch einfach die nostalgische Werbung erneut und schwelgen Sie in Erinnerungen.

Schritt 4: Deckel drauf

Auf jeden Topf passt ein Deckel – auch auf Ihren! Nutzen Sie ihn, um das Gemisch auf Temperatur zu halten. Sollten vereinzelt Schalotten an die Oberfläche des Suds aufsteigen, ziehen Sie sie aus dem Topf und werfen Sie sie in den Müll. Schalotten, die der Hitze des Hahns nicht gewachsen sind, verderben Ihr Gericht.

Von den übrigen Schalotten müsste nun ein strengeres Aroma ausgehen – gut so! Wir nähern uns dem Ziel. Kippen Sie nun abwechselnd Prosecco, Rosen und Kokoslikör in den Topf und entfernen sie nach jedem Mal die bitteren Schalotten aus.

Dazwischen müssen Sie oft und lange warten. Verkürzen Sie die tote Zeit, indem Sie sich einen Schluck Kokosnussschnaps genehmigen und die passende Werbung schauen. Inzwischen wird der Spot ganz unterhaltsam, oder? Sonderbar.

Schritt 5: Ablöschen

Irgendwann sollten nur noch wenige Schalotten übrig sein. Sollten Sie nicht zu stark vom Werbeblock gefesselt sein, erkennen Sie nun, dass das Gemisch in Ihrem Topf einen kritischen Zustand erreicht hat. Sie erinnern sich an die Badewanne voll Schokolade? Gut so. Kippen Sie sie über den Topf. Daraufhin müsste Ihnen eine sämige, gelbbraune und unangenehm muffende Brühe entgegen spritzen. Inzwischen macht Ihnen das nichts mehr aus, wenn Sie genug Likör getrunken haben.

Allerdings sieht Ihre Küche aus wie ein Schlachtfeld. Mit dem gerupften Hahn und den Schalotten ist leider auch nichts mehr anzufangen. Sie wischen die klebrige Brühe von Boden und Armaturen und werfen die Zutaten in den Müll, wo sie in Vergessenheit geraten. Da weder Prosecco noch Sekt übrig ist, lassen Sie sich gelangweilt aufs Sofa fallen und schauen „Germany’s Next Topmodel“ – läuft ja sowieso nur noch Unsinn im Fernsehen. Dabei schlafen Sie ein.

Ausgenüchtert bereuen Sie am nächsten Tag, dieses Rezept ausprobiert zu haben.

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