„Bitte melde dich“: Vater und Tochter nach 34 Jahren vereint – Julia Leischik löst DDR-Familiendrama

  • Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit machte sich Julia Leischik auf die Suche nach dem Vater der Berlinerin Teresa.
  • Er war in den 80er-Jahren als Gastarbeiter aus Kuba in die DDR gekommen.
  • Doch noch vor ihrer Geburt musste er wieder in sein Heimatland zurückzukehren.
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Julia Leischik hat es sich bei ihrer SAT.1-Helpshow „Julia Leischik sucht: Bitte melde dich“ (immer sonntags, 18.55 Uhr) seit 2011 auf die Fahnen geschrieben, verschwundene Angehörige aufzuspüren und lange Zeit getrennte Familien wiederzuvereinen. Zuletzt tat sie dies vor allem aus Quotensicht sehr erfolgreich und konnte selbst am Wahlsonntag vergangene Woche 1,7 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer von sich überzeugen.

Eine Woche zuvor – ohne die Konkurrenz der Wahlberichterstattung – schalteten sogar 2,7 Millionen Menschen und somit mehr als elf Prozent des Fernsehpublikums ein, um die 50-Jährige bei ihrer Suche nach verschollenen Angehörigen zu verfolgen.

Kein Wunder also, dass sich SAT.1 auch in diesem Jahr nicht die Gelegenheit entgehen ließ, eine Spezialausgabe zum Tag der Deutschen Einheit zu zeigen. Denn auch Julia Leischik beging am Montagabend „Die große Wiedervereinigung“: Im DDR-Special bemühte sich Leischik im Fall der Berlinerin Teresa. Die 34-Jährige suchte nach ihrem Vater Rafael, der in den 80er-Jahren als einer von mehr als 30.000 kubanischen Gastarbeitern nach Ostdeutschland kam und das Land noch vor ihrer Geburt 1986 wieder verlassen musste. Eigentlich, so Teresas Mutter Marina im emotionalen Talk mit Julia Leischik, wollte sie Rafael nach Kuba nachreisen und ihn dort heiraten.

Während der Schwangerschaft jedoch erfuhr Marina, dass ihre Tochter schwerbehindert zur Welt kommen würde. Da sie nicht mit einem behinderten Kind nach Kuba auswandern wollte, schlief der Kontakt zu Rafael nach und nach ein. Inzwischen sei jedoch besonders bei Teresa der Wunsch groß, ihrem leiblichen Vater zu begegnen, erklärte Marina. Ein Glück, dass Julia Leischik sogleich ihr Team zusammentrommelte und dabei wie immer den richtigen Riecher bewies. Die Moderatorin schickte ihren Kollegen Marco nach Kuba – und beauftragte ihn mit der zugegebenermaßen eher ungewöhnlichen Mission, alle Brauereien in Rafaels Geburtsort abzuklappern.

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Der Grund: Rafael wurde bei seinem Aufenthalt in der DDR zum Bierbrauer ausgebildet. Naheliegend also, dass er diesem Beruf auch nach seiner Rückkehr in sein Heimatland nachgegangen sei. Und tatsächlich: Bereits im ersten Unternehmen, das Marco aufsuchte, tauchte Rafaels Name in Personallisten im Archiv auf.

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Nachdem sich die Spur jedoch im Sand verlief – die Brauerei konnte keine Adresse ihres früheren Mitarbeiters ausfindig machen -, war erneut der Einsatz von Julia Leischik in Deutschland gefragt. Die hatte, wie sollte es auch anders sein, letzten Endes die zündende Idee: Mithilfe einer früheren Freundin Marinas, die in den 80er-Jahren mit einem Kollegen von Rafael zusammen war, gelang es Marco nach langem Suchen in Kuba, die Adresse von Rafaels Onkel herauszufinden. Dort angekommen war schnell klar: Das Happy End war nun zum Greifen nah.

Überraschung: Teresa hat eine Schwester und einen Neffen in Kuba

Um Teresa und ihrer Mutter mitzuteilen, dass es tatsächlich zum erhofften Aufeinandertreffen kommen würde, bat Julia die beiden Frauen zum Gespräch. Die Moderatorin und Redakteurin hatte dabei eine ganz besondere Überraschung im Gepäck. In einem rührenden Brief, den Rafael an seine Tochter verfasst hatte, offenbarte er, dass Teresa nicht nur eine Schwester, sondern auch einen Neffen in Kuba habe.

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Ein ganz besonderer Moment für Teresa, die „ein Leben lang von einer großen Familie geträumt“ hatte. Umso größer war die Euphorie, als die 34-Jährige schließlich erfuhr, dass es sowohl ihrem Vater als auch ihrer Schwester gelungen war, trotz strikter Corona-Maßnahmen nach Deutschland zu reisen.

„Geht es dir gut?“, lautete die erste Frage, die Rafael stellte, als er seine sichtlich überwältigte Tochter zum ersten Mal in die Arme schließen durfte. Auch Teresas jüngere Schwester kämpfte mit den Tränen: „Ich bin so glücklich, dass ich dich endlich kennenlerne!“ Der hochemotionale Abschluss einer lebenslangen Suche also, den Julia Leischik hier pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit präsentierte.

RND/Teleschau

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