„Das Supertalent“ 2020: Was sich in der 14. Staffel alles ändert

  • Zusätzliche Moderatorin, neue Juroren und weniger Zuschauer im Publikum.
  • Beim „Supertalent“ (RTL) ist in der 14. Staffel einiges anders.
  • Ein Besuch bei den Dreharbeiten im Metropoltheater in Bremen.
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Bremen. Es ist eine bunte Truppe, die sich Anfang September vor dem Metropoltheater in Bremen versammelt hat: zwei Jungs in viel zu kurz geratenen Fantasiepolizeiuniformen, eine Frau, die eine Mischlingshündin mit rosafarbenem Glitzerhaarreif im Arm hält, sowie ein gut gepolsterter Mann, der ein blaues Superheldenkostüm unter seinem olivgrünen Parka trägt. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man die kleine Ansammlung für den versprengten Rest eines abgesagten Karnevalsumzugs halten.

Doch weit gefehlt. Es sind alles Kandidaten, die auf ihren großen Auftritt bei der erfolgreichen Unterhaltungsshow „Das Supertalent“ (RTL) warten. Auch wenn die Aufzeichnungen bereits seit einigen Jahren in Bremen stattfinden, ist dieses Mal alles ein bisschen anders. Denn wegen der Corona-Pandemie dürfen die TV-Aufzeichnungen nur unter sehr strengen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln stattfinden.

So gibt es zwei unterschiedliche Eingänge – unterteilt in Kandidaten und Crewmitglieder. Nachdem einem an der Stirn die Temperatur gemessen wird, muss man seine Kontaktdaten angeben, erst dann darf man die zum Theater umgebaute Markthalle betreten. Statt der sonst üblichen rund 1000 Zuschauer dürfen nur knapp 200 Menschen mit großem Abstand im Saal platziert werden. Auch gibt es kein großes Jurypult mehr, sondern vier einzelne Bereiche für Dieter Bohlen, Bruce Darnell und die beiden Jury-Newcomer Evelyn Burdecki und Chris Tall.

Ebenfalls neu dabei ist Victoria Swarovski, die sich die Moderation mit Daniel Hartwich teilt. „Wir halten den Abstand von 1,50 Meter ein und müssen diesen Abstand auch zum Künstler halten“, erklärt sie. Man habe einen Radius von drei Metern, „das muss mit einer Kamera auch erst einmal eingefangen werden, das ist gar nicht so einfach“, sagt sie zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Moderationskollege Hartwich ist seit der zweiten Staffel beim „Supertalent“ dabei. Doch auch für den erfahrenen TV-Mann ist in diesem Jahr vieles neu: „Natürlich ist es schwierig, den Leuten so fernzubleiben, obwohl man vor allem den Kandidaten eher nah sein möchte, um sie zu beruhigen. Es ist alles anders dieses Jahr, aber ich bin ehrlicherweise froh, dass wir überhaupt produzieren können.“

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Alle Shows bis auf das Finale sind vorab aufgezeichnet

Erst im Frühjahr hatte das Moderationsduo erleben müssen, wie während der aktuellen „Let’s Dance“-Staffel immer strengere Regeln galten. Bei den letzten Shows durfte gar kein Publikum mehr auf den Zuschauerrängen sitzen. „Ich hoffe, dass nicht noch eine zweite Welle kommt“, erklärt Swarovski. „Mir hat es am meisten für die Kandidaten von ‚Let‘s Dance‘ leidgetan. Daniel und ich wissen, wie es im Studio sein kann, wenn das Publikum jubelt und aufsteht. Es ist ein ganz anderes Gefühl, wenn da gar keiner sitzt und man als Kandidat eine Wahnsinnsleistung abliefert, aber niemand applaudiert. Das war dann schon irgendwie komisch.“

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Das kann beim „Supertalent“ nicht passieren, denn alle Shows – bis auf das Finale – wurden bereits vorab aufgezeichnet. Zufrieden zeigt sich auch Chefjuror Dieter Bohlen, der für die 14. Staffel wieder beste Unterhaltung verspricht: „Die Menschen haben im Moment viele Sorgen. Wir versuchen sie durch unsere Sendung ein wenig davon abzulenken und bestmöglich zu unterhalten, mit allen Mitteln, die wir haben. Wir geben Vollgas!“

In den bisherigen Staffeln hat bereits viermal ein Hund gewonnen. Das würde Comedian Chris Tall gern verhindern. „Ich liebe Hunde! Ich finde nur, dass es auch viele andere tolle Talente gibt, die es verdient haben zu gewinnen. Nur wenn ein Hund im Finale ist, rufen die Zuschauer garantiert für ihn an, weil alle Hunde lieben und süß finden.“ Bleibt abzuwarten, wie der Comedian reagiert, wenn die Mischlingshündin mit ihrem rosafarbenen Glitzerhaarreif auf die Bühne kommt.

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