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Vox-Hobbykochreihe aus Würzburg

„Wie, schon vorbei?“ Nadine serviert ihr „Perfektes Dinner“ im Schnelldurchgang

Schade, dass es so schnell vorbei war: Um 21.15 Uhr ist bei Nadine der letzte Löffel Dessert verzehrt.

Schade, dass es so schnell vorbei war: Um 21.15 Uhr ist bei Nadine der letzte Löffel Dessert verzehrt.

An Tag zwei des „Perfekten Dinners“ im unterfränkischen Kitzingen gilt es, die kulinarische Steilvorlage von Andreas (58) zu überbieten. Dafür hat sich Nadine („ich hab voll Bock drauf, es kribbelt in den Fingern, ich bin on fire“) einiges vorgenommen:

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  • Vorspeise: Ziege / Petersilie / Macadamia
  • Hauptspeise: Reh / Steckrübe / Wirsing
  • Nachspeise: Kürbiskern / Törtchen

Das Menü klingt karg, der beteiligte Gerätepark ist umso üppiger: Neben dem Multifunktionsgerät jeder Eigenheimvorzeigeküche nennt die Marketingchefin im Lebensmitteleinzelhandel unter anderem auch einen Tisch- und Kontaktgrill, einen Julienne-Schneider, Eismaschine, Heißluftfritteuse, diverse Konditorenwerkzeuge und eine Wärmeschublade ihr Eigen.

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Wenn es jedoch an die Basics geht, wird es schnell gefährlich: „Meine Messer sind nicht die schärfsten – das mache ich mit Kraft wett“, so die redselige Gastgeberin und lehnt sich herzhaft in die Steckrübe. Das geringfügige, aber dennoch blutrote Resultat harmoniert bestens mit dem intensiven Grün des in Unterfranken „Wirsching“ (der Running Gag des Abends) ausgesprochenen Kohls. Hier punktet Nadine wieder mit Küchentricks: Einfach etwas Natron ins Kochwasser, dann schillert jedes Blatt in allen erdenklichen Grüntönen.

Wirbelwind in der Küche, abwesend am Tisch

„Hab schon Schöneres gesehen“, sagt die notorische Tiefstaplerin zu ihrem dampfgegarten, zartrosa Rehrücken. Der als Rotweinjus erhält als Kommentar nur einen einzigen Laut: „Oh.“ Die vermeintlichen Fails müssen dringend aufgewertet werden, zum Beispiel mit selbst gebackenen Löffelbiskuits als Dessertgrundlage, aufmerksamer Bedienung (Ziegenkäseverächter Timo bekommt in den handgemachten Vorspeisetortellini stattdessen Kuhfrischkäse), einem Begeisterung auslösenden Kürbiskerneis und ambitioniertem Zeitmanagement.

Gemäß Nadines Motto „Und tschaka!“ folgt ein herrlich anzusehender Gang auf den anderen – bis der gemütliche Andreas nach seinem letzten Löffel Erdbeertörtchen auf die Uhr schaut: „Wie, schon vorbei?“ Während er selbst am Vorabend genau eine Stunde später dran war und andere Teilnehmer auch mal bis weit nach Mitternacht werkeln, erweist sich Nadine als Küchenprofi – „fehlte aber auch am Tisch“, wie Nicole (31) anmerkt.

„Irgendwie surreal“

Vielleicht wollte Nadine es auch schnell hinter sich bringen, bevor ihr Mann wieder nach Hause kommt: Da dieser nämlich nicht vor die Kamera wollte und Nadine bei einer Teilnahme zunächst mit Scheidung drohte, gab er „nach zwei Tagen Diskussion“ immerhin ihr die Bahn frei, verschwand aber selbst zum Skifahren in die Rhön. Bei seiner Rückkehr wird er eine mit 36 Punkten erfolgreiche und momentan auf Platz eins stehende Gattin vorfinden (von Gilli gab es sogar zehn Punkte), die dann vielleicht immer noch sagen wird: „Das ist alles irgendwie surreal.“

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RND/Teleschau

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