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Tag zwei in Augsburg

Theresas Katze crasht ihr „Perfektes Dinner“, ein Gast findet das gar nicht gut

„Kannst du mal, ich kann das nicht!“ Kleines Katzenintermezzo beim „Perfekten Dinner" in Augsburg.

Wenn Erzieherin Theresa in ihrem Kindergarten ähnliche Präsenz zeigt wie am Tisch ihres „Das perfekte Dinner“-Abends, ist diese Krippe ein Tobeparadies. Nur ein leises „Ach, Luna“ entfährt der 24-Jährigen, als ihre Katze entschlossen zum Sprung ansetzt – und zwar mitten in die Tischdeko mit ziemlich fragilen Weingläsern.

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Zwar beweisen besonders die Gäste Babsi (36), Alina (35) und Dani (41) Geistesgegenwärtigkeit und heben den Gourmettiger vom Gedeck. Vernehmbares Stirnrunzeln gibt es dennoch, besonders bei der adretten Dani: „Katze auf dem Tisch, das geht gar nicht!“ Lunas Entdeckungsreise führt nämlich als nächstes direkt in ihre Designerhandtasche – das ist für Dani fast schlimmer als das Erdbeertiramisu, das „so gar nicht zum bayerischen Menüthema passt“.

Motto: „Ebbes guads“

  • Vorspeise: Orangensaft mit scharfer Knolle
  • Hauptspeise: Schwäbisch trifft auf bayerisches Doppel mit bunter Knolle
  • Nachspeise: Gemischtes Duett
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„Mama, was mach ich mit den Zwischenräumen?“

Was Luna bis zu ihrem beherzten Angriff auf Nachtisch und Keramikdekohirsch von ihrem direkt an der Tafel platzierten Kratzbaum beobachten konnte, ist eine hinter ihrer stoischen Fassade ziemlich aufgelöste Theresa. Als Jüngste in der Augsburger Runde beweist sie bei der Wahl der Speisen erstaunliche Fachkenntnis der lokalen Tradition. Zu den Komponenten gehören Schweinebraten, selbst gemachte Knödel und Kartoffelnudeln, außerdem ein Dessert mit dem Biskuitgebäck „Wibele“.

Das will sich allerdings nicht wie geplant mit der Creme schichten lassen. „Mama, was mach’ ich mit den Zwischenräumen?“, holt sich Theresa telefonisch Rat bei der für sie Allwissenden: „Das schmiert so an den Glasrändern.“ „Das ist bei mir genau so“, beruhigt sie die Mutter, wie sie es bereits bei Theresas Auszug aus dem Elternhaus gemacht hat. „Da hat sie mir gesagt, dass es nicht schlimm ist, die Wäsche auch mal eine Woche liegen zu lassen“, so die in diesen Dingen sehr ambitionierte Tochter.

„Geschaufelt, nicht gelöffelt“

Dass sie „eher der Chaosmensch“ sei, merkt man an diesem Abend höchstens an gelegentlichem nervösem Augenflackern. Sonst kocht und serviert sie souverän ein Kartoffel-Karotten-Ingwer-Süppchen mit selbst gebackenem Baguette, kredenzt Erstaunliches wie Weizenbiermojito, muss aber auch Kritik akzeptieren: „Die Suppe hatte Babybreicharakter“, bemängelt Dani, ergänzt von Günther (56): „Die hab’ ich aus dem Teller rausgeschaufelt, nicht gelöffelt.“

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„Bei der Soße hat sich das Fett gelöst, die gehört eingedickt“, merkt Babsi an, jedoch nicht ohne Zusatz: „Mit 24 wäre ich beim Kochen noch nicht so weit gewesen.“ Das Resultat: 28 Punkte und derzeit mit deutlichem Rückstand Platz zwei hinter Babsi für Theresa. Nur Katze Luna bleibt bei der Vergabe unberücksichtigt.

RND/Teleschau

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