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Tag drei in Augsburg

„Das perfekte Dinner“: Alina begeistert mit Kindheitsküche aus Charkiw

Hat Wurzeln in Russland und der Ukraine: Alina (35).

Alina (35) hat ihre Wurzeln in der Ukraine. Ihr Heimatort Charkiw schreibt aktuell bedrückende Schlagzeilen, doch „Das perfekte Dinner“ lässt den Krieg draußen. Alina, die mit zwölf Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland kam, belässt es bei süßen Erinnerungen: „Dort gab es das beste Eis der Welt, nur mit natürlichen Zutaten.“ Nach langer Recherche kredenzt sie ihren Gästen ein ähnliches Dessert aus Kondensmilch, Sahne und Vanille.

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Als gläubige Jüdin fühlt sie sich auch Israel verbunden, im Menü durch Lammkoteletts mit Orangen und Ingwer sowie knusprigen Auberginen vertreten. Dafür legt die ebenso feinsinnig wie praktisch veranlagte Sozialpädagogin feste Hand an: „Meine Saftpresse ging vorhin kaputt.“ So fließt der Orangensaft aus der geballten Faust, und einige Spritzer heißes Fett bekommt die Frühaufsteherin (seit 5 Uhr ist sie auf den Beinen) auch noch ab.

Dem spektakulär angerichteten Menü der Hobby-Food-Bloggerin tut das keinen Abbruch:

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Motto: „Cook.Eat.Love“

  • Vorspeise: Grüner Salat, Pinker Lachs und buntes Bruschetta
  • Hauptspeise: Lamm trifft auf Süßkartoffel und Orange
  • Nachspeise: Weißer Erdbeertraum

„Lamm kann einiges kaputtmachen“

Während Alina in ihrer relativ kleinen Küche vom gebeizten Lachs nascht („Ich liebe es!“) und ihm dann mithilfe von Roter Bete erstaunliche Schattierungen von Pink verleiht, ist an der Tafel Günther (56) für den Spaß zuständig. Sang er am ersten Abend bei Babsi (36) noch von der „puren Lust am Leben“ („Eins kann mir keiner nehmen …“), lässt er sich von den ebenfalls gut aufgelegten Damen nun als „Hahn im Korb“ feiern. „Die Welt muss zusehen, wie du gackerst“, prustet Babsi, und „Günni“ tut wie ihm geheißen.

Doch dann weicht das Aufplustern blanker Ehrfurcht vor Alinas grandiosen Präsentationen. Auf der Vorspeise kräuseln sich hauchdünne Lachs- und Gurkenscheibchen neben essbaren Blüten, und das Dessert mit Pavlova-Baiser und Mascarpone-Creme ist ein Traum aus Rot und Weiß. Nur die Hauptspeise kommt nicht so richtig an.

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„Lamm kann einiges kaputtmachen“, kommentierte Babsi bereits im Vorfeld die Wahl des Fleisches. „Hatte Fett dran“, bemängelt Dani (41), „und die Soße war ganz schön süß.“ Alina steht jedoch stoisch zu ihrer Entscheidung: „Man bereut nur Dinge, die man nicht gemacht hat, nicht die, die passiert sind.“ Nur Günther schwelgt uneingeschränkt: „Es hat so gemundet.“ Zehn Punkte gibt es von ihm und weitere 25 vom Rest der Runde: Damit rückt Alina neben Babsi an die aktuelle Spitze.

RND/Teleschau

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