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  • „Das perfekte Dinner“: „Fleischfluch“ besiegt? Diese Hobbyköchin hat es geschafft

„Das perfekte Dinner“: Nur eine besiegt den „Fleischfluch“ der Ruhrpottwoche

  • Bei „Das perfekte Dinner“ verzweifeln die Hobbyköche reihenweise an der Fleischzubereitung.
  • Zumindest bis eine Diätassistentin mit einem Rehrücken verzückt.
  • Dank Pianodarbietung und Malworkshop kommen in der Ruhrpottwoche auch kunstaffine Zuschauerinnen und Zuschauer voll auf ihre Kosten.
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Pure Harmonie im Pott: Selten stimmte bei „Das perfekte Dinner“ (Vox) die Chemie zwischen den Teilnehmenden so wie in dieser Woche: Die Folge: Zwar kämpften fünf Ruhpottlerinnen und Ruhrpottler um die Siegprämie von 3000 Euro, die Hobbyköche wurden aber nicht müde zu betonen, dass es ihnen nicht ums Gewinnen gehe. „Man fühlt sich, als würde man sich schon länger kennen“, jubilierte die 37-jährige Christina.

Der Diätassistentin war es auch vorbehalten, den ersten rundum gelungenen Hauptgang auf die Teller zu zaubern – am Donnerstag! Zuvor hatte sich die Fleischzubereitung als Angstgegner der Runde herauskristallisiert. Nachdem Marketing- und Eventmanager Sebastian bereits am Montag sein Lamm zur Hauptspeise bestenfalls lauwarm auf den Teller gebracht hatte, räumte der 61-jährige Michael tags darauf bei seinem Wildschweinburger kleinlaut ein: „Es ist leider nur schon zu kalt, tut mir leid.“

Fast schien ein Fleischfluch über der Ruhrpott-Kochrunde zu liegen, von dem auch Mittwochsköchin Wiebke erfasst wurde. „Mein Fleisch war lauwarm“, bemängelte Melanie (46) beim Rehrücken der Hauptspeise. Erst am Donnerstag begeisterte Christinas preisverdächtiges Rehfleisch. „Wir haben heute das erste Mal eine Hauptspeise, die komplett warm war“, lobte der geschmacklich verzückte Michael den Hauptgang. „Für mich war es perfekt.“ Weil sich die Gäste auch bei Vorspeise und Dessert in Lobesarien gegenseitig übertrafen, legte Christina mit 36 Zählern die Latte am Donnerstag ganz schön hoch.

Sebastian scheitert an „persönlichem Endgegner“

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Nicht ganz so glatt waren die Menüs von Christinas Vorgängern hinterm Herd gelaufen. Bei Sebastian störten sich die Gäste neben dem lauwarmen Fleisch auch an der begleitenden Pasta: „Die Pasta hätte für mich dünner sein dürfen“, fand Christina. Schon im Vorfeld hatte der Koch eingeräumt, Respekt vor seinem „persönlichen Endgegner“ – dem Nudelteig – zu haben. Trotzdem reichte es zum Auftakt für 34 Punkte.

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Trotz beachtlicher Kampfansagen („Heute hau ich einen raus!“) scheiterte der Informatiker Michael am Dienstag an den eigenen Erwartungen. Zu kaltes Burgerfleisch und ausbaufähige Gastgeberqualitäten (Melanie: „Er war sehr mit sich beschäftigt“) brachten dem 61-Jährigen durchschnittliche 28 Punkte. Immerhin sorgte der Hobbypianist mit seinen Fähigkeiten an den Tasten für das musikalische Wochenhighlight. „Das Klavierspielen war toll“, freute sich Melanie über Frank Sinatras „My Way“.

Wiebke überrascht: „Jetzt habe ich ein Attentat auf euch vor“

Künstlerisch hochwertig ging es auch am Mittwoch bei Gastgeberin Wiebke weiter. „Jetzt habe ich ein Attentat auf euch vor“, kündigte die Wittenerin an. „Ihr dürft euch gerne selber malen.“ Der sonst eher zurückhaltende Michael schnappte sich prompt den Pinsel und karikierte gekonnt seine Mitstreiter. Sebastians Fazit: „Schönes Andenken.“ Weniger gut lief es bei Wiebke hinterm Herd. Nicht nur landete der Vorspeisen-Ricotta in der Nachspeise, Christina verbrannte sich obendrein an den „granatenheißen“ Kartoffelbirnen des Hauptgangs den Gaumen. Am Ende sprangen 29 Punkte heraus.

Letztlich lag es also an Melanie, die führende Christina am Freitag noch auf den letzten Metern abzufangen. An ihrem bunten „Pott“pouri der Aromen schieden sich jedoch die Geister. Besonders an der Männerfront empfand man das Sous-Vide-Garen des Hauptspeisen-Steaks als Affront. „Fleisch kocht man nicht“, erzürnte sich Michael, Sebastian sprach gar von einer „Volkskrankheit in deutschen Küchen“. Dass sich Christina am Steak erfreute („Das Fleisch war der Star“), konnte es für Melanie am Ende nicht mehr herausreißen. Mit 33 Punkten landete sie auf Platz drei.

So war es am Ende Christina, die sich über den Triumph und die 3000 Euro freuen durfte. Wiebke gratulierte artig („Total verdient“), und beim Rest der Runde war man sich einig, dass noch viele gemeinsame Kochabende folgen werden. „Ich fand die Stimmung bombastisch“, resümierte Michael nach der Harmoniewoche im Pott.

RND/Teleschau

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