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  • „Cringe“: Die besten Social-Media-Reaktionen auf das Jugendwort des Jahres 2021

Echt „cringe“: So reagieren Dr. Oetker, McDonald’s und das Umwelt­ministerium auf das Jugendwort

  • „Cringe“ ist das Jugendwort des Jahres.
  • Viele Institutionen und Unternehmen äußern sich in sozialen Medien humorvoll zur Wahl.
  • Manche nutzen die Gelegenheit aber auch für eine politische Botschaft.
Inga Schönfeldt
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„Cringe“ ist das Jugendwort des Jahres 2021, es drücke ein Gefühl des Fremd­schämens aus, teilt der Langen­scheidt-Verlag mit. So könne es zum Beispiel „cringe“ oder „cringy“ sein, wenn Erwachsene, beim Versuch cool zu wirken, Jugend­sprache verwenden, erklärt der Verlag. In den sozialen Medien gibt es vielfältige Reaktionen auf die Wahl.

Das Bundes­umwelt­ministerium erklärte kurzerhand seinen Followern, was das Wort bedeutet – und gibt sich dabei selbst­ironisch.

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Auch die „Tagesschau“ nutzte die Gelegenheit, um auf lustige Weise allen Erwachsenen noch einmal die Bedeutung des Wortes zu erläutern.

Ist „cringe“ doch ein Jahr­hunderte altes Wort?

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zu der unter anderem die Staats­bibliothek und die Staatlichen Museen in Berlin gehören, äußerte ebenfalls ihre Meinung zu der Wahl. Die Stiftung erklärte nicht ganz ernst gemeint die Herkunft des Wortes. „Cringe“ basiere auf preußisch-huge­nottischem Jargon – das dürfte auch der Langen­scheidt-Verlag noch nicht gewusst haben.

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Der Lebens­mittel­hersteller Dr. Oetker hat „cringe“ bislang anschei­nend immer anders verstanden. Das Unternehmen schreibt bei Twitter, dass es dachte, „cringe“ sei das Wort für das Geräusch beim Essen einer knusprigen Pizza.

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„Impfgegner sind cringe“

Der Politikblog „Volks­verpetzer“ nutzt das Jugend­wort sogleich, um eine kritische Botschaft an Corona-Impfgegner und Querdenker zu senden. Die Blogger schreiben, dass es „echt cringe“ sei, wie sich Impfgegner im Netz über ihre geimpften Freunde und Verwandten äußerten.

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Die Jugend­organisation Fridays for Future gebraucht das frisch gekürte Jugend­wort ebenfalls für eine politische Botschaft. Auf ihrem Twitter-Account schreibt sie, dass die Klimapolitik „ziemlich cringe“ sei.

Kringe versus Cringe

Der Sport­streaming­dienst DAZN hat hingegen Mitleid mit dem ehemaligen Fußball­spieler Florian Kringe, dessen Nachname nun das Jugendwort des Jahres sei.

Der Fast­food­gigant McDonald’s findet hingegen alle gewollt lustigen Tweets und Wortspiele zum Jugendwort von Social-Media-Redak­tionen einfach nur „cringe“. Manche User scheinen das ähnlich zu sehen und machen sich in den Kommentaren über die Tweets der Unternehmen lustig.

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Im vergangenen Jahr wurde übrigens „lost“ zum Jugendwort des Jahres gekürt. Es drückt Ahnungs­losigkeit und Unsicherheit aus. Der jetzige Sieger „cringe“ landete im vergangenen Jahr bereits auf Platz zwei.

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