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Oscar für besten Film

Direkt im Stream: „Coda“ nicht in deutschen Kinos

Amy Forsyth (l-r), Daniel Durant, Eugenio Derbez, Emilia Jones, Marlee Matlin und Troy Kotsur (bester Nebendarsteller) freuen sich beim Governors Ball nach der 94. Verleihung der Academy Awards über die Auszeichnung in der Kategorie "Bester Film".

Amy Forsyth (l-r), Daniel Durant, Eugenio Derbez, Emilia Jones, Marlee Matlin und Troy Kotsur (bester Nebendarsteller) freuen sich beim Governors Ball nach der 94. Verleihung der Academy Awards über die Auszeichnung in der Kategorie "Bester Film".

Berlin. Einer der deutschen Kinoverbände hat zwiegespalten auf die Entscheidung reagiert, den Oscar an den Film eines Streaminganbieters zu vergeben. „Wir gratulieren Apple zum Oscar-Gewinn von „Coda““, teilte Christian Bräuer von der AG Kino - Gilde am Montag mit. „Gleichzeitig finden wir es sehr bedauernswert, dass Apple lediglich in den USA einen Kinostart des Films mitsamt großer Kampagne ermöglicht hat, gerade da wir in der Vergangenheit zu anderen Filmen wie „Macbeth“ und „The Velvet Underground“ gut und partnerschaftlich zusammengearbeitet haben.“

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Die Tragikomödie „Coda“ erzählt von einem Mädchen, das in einer gehörlosen Familie aufwächst. Die Produktion gewann drei Oscars, darunter die Auszeichnung als bester Film. „"Coda" ist ein sehr schöner Film über Zusammenhalt und Gemeinschaft“, teilte Bräuer mit. „Um so wichtiger wäre es, wenn dieser Film auch hierzulande in Kinosälen gemeinschaftlich erlebt werden könnte.“

Streamer vs. Kino

Die US-Filmakademie verlieh die Auszeichnungen in der Nacht zum Montag in Los Angeles. Bei der Verleihung habe sich leider erneut gezeigt, dass es bei den Oscars immer weniger um die Siebte Kunst gehe, schrieb Bräuer. Das habe mit der Zulassung von Streamern begonnen und setze sich mit der Herabstufung einzelner Gewerke wie Filmmusik, Szenenbild oder Make-Up fort. „Jahrzehntelang mögen die Oscars ein Leuchtturm für die Kunstform gewesen sein, für ihre Zukunft spielen sie aber eine immer geringere Rolle“, teilte Bräuer mit, dessen Verband deutsche Programmkinos vertritt.

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RND/dpa

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