Ein Vater und seine vielen Geheimnisse: So fesselnd ist „Clickbait“ bei Netflix

  • Die australisch-amerikanische Serie „Clickbait“ befindet sich seit Tagen auf den vordersten Plätzen der Netflix-Charts. Darin geht es um einen Lehrer, der plötzlich verschwindet.
  • Der Familienvater ist kurz darauf in einem Video zu sehen mit der Drohung, dass er sterben muss, wenn der Clip mehr als fünf Millionen Mal angeschaut wird.
  • Ein fesselnder Krimi, findet RND-Autorin Lena Obschinsky – wenn nur das Ende nicht wäre ...
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Lehrer Nick Brewer (Adrian Grenier) verschwindet auf dem Weg zur Arbeit spurlos. Seiner Familie erfährt von seiner Entführung durch ein Video, das im Netz zu dem Zeitpunkt schon mehrere Tausend Male angeklickt wurde. Es zeigt Nick, der ein Plakat in die Kamera hält mit der Aufschrift „Ich missbrauche Frauen“ – und danach ein weiteres mit der Ankündigung seines Todes: „Bei fünf Millionen Klicks werde ich sterben“.

Die australisch-amerikanischen Netflix-Serie „Clickbait“ beginnt nicht nur mit einem Knall, sie entwickelt sich auch über die acht Folgen hinweg zu einem fesselnder Krimi, der immer neue Fragen aufwirft. Wird Nick nach fünf Millionen Klicks tatsächlich getötet? Wer steckt dahinter? Und ist Nick wirklich der Bilderbuchehemann und Vater, wie alle dachten?

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Erzählt wird die Geschichte aus immer wieder neuen Perspektiven – mal aus der Sicht von Nicks Schwester Pia (Zoe Kazan), mit der sich der Familienvater noch kurz vor seinem Verschwinden heftig gestritten hat. Mal aus der Sicht seiner Ehefrau (Betty Gabriel), die Nick einen Fehltritt gebeichtet hat – und mal aus der Sicht seines Sohnes (Camaron Engels), der anfängt, das Rätsel selbst lösen zu wollen.

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Als noch ein Video auftaucht, in dem Nick „Ich habe eine Frau getötet“ in die Kamera hält, geht es nicht mehr nur darum, ihn und seine Entführer, sondern auch eine Antwort auf die Frage zu finden, ob an den Vorwürfen was dran ist. Ist Nick eventuell gar nicht nur das Opfer, sondern der Täter?

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Der Plot ist spannend, schlüssig und behandelt das durchaus aktuelle Thema „Deepfakes“. Mit einer kleine Einschränkung: Zum Ende hin meinten es die Autoren mit den ständigen Twists und Überraschungen ein wenig zu gut. Die finale Auflösung wirkt leider so an den Haaren herbeigezogen, dass man sich fast wünscht, man wäre noch auf dem Stand, dass einer von Nicks Arbeitskollegen, dem der Lehrer Fehlverhalten vorgeworfen hat, hinter der Entführung steckt.

„Clickbait“, acht Folgen à 45 Minuten, von Tony Ayres, Christian White, mit Zoe Kazan, Betty Gabriel, Camaron Engels, Adrian Grenier (ab sofort bei Netflix streambar).

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