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„Cats“ im Kino: Der erste Trailer zum Weihnachtsmusical ist da – und Twitter spottet

Der erste Trailer lässt die Katzen tanzen. Weihnachten 2019 kommt das Musical „Cats“ mit großem Staraufgebot ins Kino. Bei Twitter spottet man allerdings über Katzen mit Brüsten und nennt den Filmclip „albtraumhaft“.

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Hannover. „Cats“ kommt 38 Jahre nach seiner Uraufführung ins Kino. Weihnachten ist es so weit. Dann wird Andrew Lloyd Webbers Musicalhit nach Gedichten von T. S. Eliot („Old Possum’s Book of Practical Cats“) den Sprung auf die Leinwand wagen. Jetzt wurde ein erster englischsprachiger Trailer veröffentlicht.

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Darin sind zunächst nur Silhouetten von Katzen auf einer nächtlichen Straße zu sehen. Dann wird man einer der „menschlichen“ Musicalkatzen ansichtig. Und auch die funkelnde Märchenmusik im Hintergrund kann den ersten Moment der Verwunderung nicht verhindern: Das sind verkleidete Menschen, keine Katzen. Was auf der Theaterbühne funktioniert, braucht im quasirealistischen Raum des Kinos etwas länger, um sich als Illusion zu etablieren.

Beeindruckend, wie die Menschenkatzen in den Kulissen schrumpfen

Was einen (zu Klängen des größten „Cats“-Hits „Memories“) dann doch an den Trailer fesselt, ist die Überdimensionalität der Kulissen, die – wie damals bei der Show auf der Hamburger Reeperbahn – im richtigen Größenverhältnis zu den „Menschenkatzen“ stehen.

Gigantische Türen und Interieurs sind zu sehen, Messer und Gabel in Katzenpfoten sind wie Schwert und Mistgabel. Fangen die reihum vorgestellten Katzendarsteller dann im Trailer erst einmal zu tanzen an, wird „Memories“ von seinen zarten Anfängen zum sinfonisch unterfütterten Bombastsong, reißt einen der Zweieinhalbminutenclip doch mit.

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„Cats“ erzählt von den „Jellicle Cats“, einem Katzenstamm, der alljährlich den „Jellicleball“ feiert, bei dem eine Katze ausgewählt wird, die in den Katzenhimmel aufsteigt, um wiedergeboren zu werden. Verdient hätte es Grizabella, die nach langen Jahren wieder in ihre Heimat zurückgekehrt ist, wieder aufgenommen werden will, aber als Stammesflüchtige gemieden wird. Das große Fest wird wiederholt gestört von Polizei, Hundemeuten und den fiesen Kater Macavity, bevor dann alles glücklich ausgeht. Simple Story. Für die Verfilmung schrieb Andrew Lloyd Webber einen neuen Song.

Im Netz gab es vor allem Spott und Verwunderung über den Trailer

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Im Netz kam der Clip nicht so gut an. Die Twitter-Vokabular reichte von „beunruhigend“ bis „albtraumhaft“. Der Schriftsteller Jesse McLaren wird von der „Gala“ zitiert, dass „der ,Cats’-Trailer tatsächlich noch furchterregender als es der ,Es’-Trailer“ sei. Damit bezog er sich auf den zweiten Teil der Verfilmung einesStephen-King-Horrorromans, die im September startet. Warum alle über Katzen mit menschlichen (Promi-) Gesichtern und sexy Brüsten ausflippen würden, wurde auch gefragt.

Wobei das mit den Brüsten natürlich auch bei den Bühnenkatzen so war. Problematisch ist wohl auch hier die unterschiedliche Sphäre – artifizielles Theater gegen wirklichkeitsimitierendem Film. Auf Twitter wurde rieten einige User, sich laut zu beschweren, dann würden Figuren möglicherweise noch einmal überarbeitet. Die Frage ist, ob digital busenreduzierte Menschenkatzen nicht viel beunruhigender wären. Ein andere Twitter-User fühlte sich angesichts der Figuren im Trailer an schlechte mittelalterliche Katzengemälde erinnert.

Die Hauptrollen in der „Cats“-Verfilmung spielen James Corden, Judi Dench, Jason Derulo, Idris Elba, Jennifer Hudson, Ian McKellen, Taylor Swift, Rebel Wilson und erstmalig Francesca Hayward. Regie führt Tom Hooper, der für erfolgreiche Filme wie „The King’s Speech“ mit Colin Firth (2010), das und „The Danish Girl“ (2015) mit Eddie Redmayne und Alicia Vikander steht und mit „Les Misérables“ schon Filmmusicalerfahrung besitzt. Neben „Cats“ befinden sich auch zwei von ihm gedrehte Episoden der neuen Fantasyserie „His Dark Materials“ in der Postproduktion.

Von Matthias Halbig/RND

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