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ARD-Komikerin

„Frau des Geldes“: Carolin Kebekus kritisiert Ungleich­behandlung von Frauen bei Finanzen

„Professora“ Kebekus hat der Ungleich­behandlung von Frauen in der Finanz­welt den Kampf angesagt.

In der aktuellen Ausgabe von „Die Carolin Kebekus Show“ (donnerstags, 23.50 Uhr, ARD) tat Carolin Kebekus etwas, das in Deutschland eigentlich verpönt ist: Sie sprach über Geld. Und über die Frage, warum es Frauen oft viel schwererfällt, sich finanziell unabhängig abzusichern, als Männern. Dafür hatte sich die 42-jährige Komikerin ein besonderes Setting überlegt: Angelehnt an den Netflix-Hit „Haus des Geldes“ erzählte sie den Dreiakter „Frau des Geldes“.

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„Leute, es gibt ein grund­sätzliches Problem in der Gesellschaft“, begann „Professora“ Carolin Kebekus zu dozieren: „Frauen verdienen 18 Prozent weniger als Männer.“ Die entstehende Lücke bezeichnet man auch als „Gender-Pay-Gap“ oder auf Deutsch: „Geschlechter­bezahlungs­lücke“. Das klingt genauso sch***e, wie es ist“, schimpfte Kebekus. Die Gründe dafür sind vielfältig: Frauen arbeiten öfter in Teilzeit als Männer. Außerdem üben sie häufiger soziale Berufe aus: „Und wir alle wissen, dass sozial ein Code ist für: Du bist offenbar ein selbstloser Mensch, deshalb können wir dich ausbeuten und müssen dich nicht vernünftig bezahlen.“

„Frauen bekommen viel seltener eine Kredit­zusage als Männer“

Das eigentlich Paradoxe an der Situation sei aber, dass Frauen nicht nur weniger Geld besitzen, sondern sich auch weniger mit dessen Anlage beschäftigen, fuhr Kebekus fort. „Wir wollen diesem Problem auf die Spur gehen und haben eine hoch professionelle Gruppe zusammen­gestellt.“

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Wie im Netflix-Hit „Haus des Geldes“ mit Masken und roten Overalls ausgestattet, versuchten Kebekus und weitere Frauen zunächst einen Kredit bei einer städtischen Bank zu bekommen – ohne Erfolg: „Frauen bekommen viel seltener eine Kredit­zusage als Männer und wenn doch, dann müssen sie mehr Zinsen zahlen“, hieß es. Also änderten sie im zweiten Akt ihre Strategie: Der Unternehmer Frank Thelen, der von 2014 bis 2020 als Investor an der Vox-Fernseh­sendung „Die Höhle der Löwen“ teilnahm, sollte ihnen „ein paar todsichere Finanz­tipps“ vermitteln. Doch außer ein paar „blöden ‚Höhle der Löwen‘-Sprüchen“, wie Kebekus schimpfte, kam auch dabei nicht viel heraus.

„Schmeißt euer Geld bitte nicht den falschen Leuten hinterher“

Die letzte Hoffnung war schließlich die sogenannte Femfluencerin Kryptolin Kebecash, die der Bande Finanz­tipps geben sollte. Doch das sollte natürlich etwas kosten: Für 500 Euro verriet die Frau, die an reale Vorbilder wie die Influencerin Mrs. Dow Jones angelehnt war, am Ende ihr Geheimnis: „Ihr müsst das Ersparte anlegen, aber schön solide. Ihr müsst Risiko minimieren durch breite Streuung, zum Beispiel Index­fonds und ETFs.“ Außerdem gelte: „Finger weg von der Krypto­zockerei! Es sei denn, ihr habt ein bisschen Spielgeld.“

Die Geld­anlage sei also nichts Elitäres, bilanzierte Kebekus, „sondern sie geht jeden und vor allem jede an. Und je weniger Geld man hat, desto wichtiger ist es, sich ganz bewusst darum zu kümmern. Es gibt durchaus seriöse Anlage­beratung, die gezielt Frauen anspricht und auch wirklich ernst nimmt. Das ist wichtig. Also schmeißt euer Geld bitte nicht den falschen Leuten hinterher!“

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RND/Teleschau

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