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Jugendmagazin „Bravo“ erscheint künftig nur noch einmal im Monat

  • Die „Bravo” hatte einst eine Auflage von 1,8 Millionen.
  • Heute werden nur noch 77.000 Exemplare verkauft.
  • Der Verlag des legendären Jugendmagazins zieht nun Konsequenzen – und schraubt die Erscheinungsweise deutlich herunter.
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Hamburg. Die Bauer Media Group zieht Konsequenzen aus der schlechten Auflagenentwicklung der „Bravo“. Künftig soll das legendäre Jugendmagazin nur noch einmal im Monat erscheinen. Das berichtet das Medienmagazin „DWDL.de“. Zuletzt hatte man 2014 den wöchentlichen Rhythmus auf eine 14-tägige Erscheinungsweise umgestellt.

Die Bravo hatte in den vergangenen 20 Jahren mehr als 90 Prozent ihrer verkauften Auflage verloren. Im ersten Quartal 2019 wurden nur noch knapp 77.000 Hefte verkauft, ein Jahr zuvor waren es noch mehr als 100.000. Zum Vergleich: Im Jahr 1979 hatte das Magazin zeitweise eine Auflage von 1,8 Millionen Exemplaren.

Jetzt sollen über das Jahr verteilt nur noch 13 Ausgaben des Magazins erscheinen. Die Bauer Media Group begründet den Schritt laut einer Pressemitteilung mit dem veränderten Nutzungsverhalten der Jugendlichen.

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„Bravo“ soll stärker im Netz werden

Mit einer neuen Strategie wolle man die Marke „Bravo“ im Digital- und Bewegtbildbereich ausbauen. Wie genau, verrät der Verlag allerdings nicht. Bislang ist die „Bravo“ unter anderem auf Snapchat, Instagram, Youtube, Facebook, Pinterest, Whatsapp und Tiktok aktiv, zudem gibt es seit November einen regelmäßigen Dr.-Sommer-Podcast.

„96 Prozent der Jugendlichen nutzen heute das Internet, 90 Prozent bewegen sich auf den Social-Media-Plattformen“, wird Verlagsleiter Karsten Binke in der Mitteilung zitiert. „Wir müssen dort sein, wo sich unsere Zielgruppe aufhält, um nicht an Relevanz zu verlieren. ‚Bravo‘ verfügt zwar über eine extrem hohe Beliebtheit und Vertrauen bei den Jugendlichen – aber Teenager sind längst nicht so markentreu wie ältere Zielgruppen.“

Die „Bravo“ erscheint bereits seit dem Jahr 1956 und galt seither über Jahrzehnte hinweg als Jugendmagazin Nummer eins. Neben Geschichten über Promis sorgte vor allem die Sexrubrik „Dr. Sommer“ immer wieder für Aufsehen. In den Siebzigerjahren wurden Texte aus der Rubrik teilweise sogar indiziert.

RND/msc