Böhmermann: Twitter ist „sehr unbarmherzig“

  • Satiriker Jan Böhmermann hat auf der Frankfurter Buchmesse über das soziale Netzwerk Twitter gesprochen.
  • Dieses sei “unbarmherzig", so Böhmermann.
  • Es würden “Überschriften hin und hergeworfen, man beschimpft sich gegenseitig, man versucht möglichst Positionen zuzuspitzen."
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Frankfurt/Main. Dem Satiriker Jan Böhmermann (39) hilft Ironie dabei, auf Twitter nicht zu verzweifeln. „Das ist ganz wichtig, damit man da nicht vor Verzweiflung sich irgendwann abmeldet oder in irgendwelche schlimmen Depressionen rutscht“, sagte Böhmermann am Samstag auf der Frankfurter Buchmesse auf die Frage, welche Rolle sein ironischer Blick auf die Welt bei Twitter spiele.

Twitter sei „sehr unbarmherzig, es werden Überschriften hin und hergeworfen, man beschimpft sich gegenseitig, man versucht möglichst Positionen zuzuspitzen“, sagte Böhmermann im Interview mit Bärbel Schäfer. Und online sei es meistens härter als im analogen Leben. „Weil sich Menschen am Ende dann doch am Tisch gegenübersitzen müssen und man da selbst mit dem allergrößten Feind meistens noch eine menschliche Ebene hat, die einen verbindet.“

Twitter gewinnt an Bedeutung

Das soziale Medium habe in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. „Mit Twitter und den sozialen Medien ist eine neue Art von Öffentlichkeit entstanden“, sagte Böhmermann. „Jeder kann publizieren und jeder kann relevante Inhalte oder interessante Dinge ins Netz stellen.“

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Böhmermann stellte auf der Buchmesse sein neues Buch „Gefolgt von niemandem, dem du folgst“ vor. Darin sammelte er einige seiner Tweets von 2009 bis 2020.

RND/dpa

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