Bildungskanal ARD-alpha soll Wissensportal werden

  • Die ARD prüft den Ausbau des Bildungskanals ARD-alpha zum multimedialen Bildungsportal.
  • Damit will man laut BR-Intendantin Katja Wildermuth das Angebot im Wissensbereich besser präsentieren.
  • Der Sender war erstmals Ende der Neunzigerjahre auf Sendung gegangen.
Anzeige
Anzeige

München. Die ARD prüft den Ausbau ihres Bildungskanals ARD-alpha zu einem multimedialen Wissens- und Bildungsportal. Es bestehe ein großes Interesse daran, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Angebote zu Bildung, Wissen und Wissenschaft über alle Kanäle besser präsentiere und bündele, sagte die Intendantin des Bayerischen Rundfunks, Katja Wildermuth, in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag).

„ARD-alpha könnte zu einem zentralen Netzwerk entsprechender ARD-Inhalte in den Anstalten sowie in Verbindung mit renommierten Partnern aus dem Bildungs- und Wissenschaftsbereich entwickelt werden“, sagte Wildermuth. „So könnte sich nach unseren Überlegungen ARD-alpha zu einem multimedialen Bildungs- und Wissensangebot weiterentwickeln.“ Der TV-Bildungskanal ARD-alpha war Ende 1990er Jahre unter Führung des BR zunächst als BR-alpha gestartet.

Das Stream-Team Die besten Serien- und Filmtipps für Netflix & Co. ‒ jeden Monat neu.
Anzeige

Als erster konkreter Schritt sei geplant, zum Weltraumflug des deutschen Astronauten Matthias Maurer am 30. Oktober neben einem Special im linearen Programm auch einen Online-Schwerpunkt zu setzen. Im November werde es zur ARD-Sendung „Wissen vor acht - Erde“ im Vorabendprogramm des Ersten ein vertiefendes Angebot im Netz auf ardalpha.de geben.

Anzeige

Engere Kooperation, um Kosten sparen

Wildermuth sprach sich zugleich für eine noch engere Kooperation der ARD-Anstalten in Verwaltung und IT aus, um Kosten zu sparen. „Wir können und wollen auf den regionalen Fußabdruck nicht verzichten, aber alles, was sich im Backoffice und in der Technik abspielt, kann noch enger zusammenrücken“, sagte sie der „FAZ“. Allerdings gebe es weiterhin kartellrechtliche und steuerrechtliche Beschränkungen, die eine noch engere Kooperation erschwerten.

Anzeige

Beim Aufbau einer ARD-Kulturplattform schloss Wildermuth nicht mehr aus, dass sich der BR doch noch beteiligt. Ihr Vorgänger Ulrich Wilhelm hatte dies wegen Bedenken einer Verquickung mit der Debatte um den Rundfunkbeitrag abgelehnt.

Video
Streaming mal klimafreundlich: Geht das überhaupt?
4:22 min
Digitale Streaming-Dienste wie Netflix verursachen viel CO₂. Mit diesen einfachen Tricks muss Streamen trotzdem nicht das neue Fliegen werden.  © RND

In den nächsten Monaten soll das Konzept Wildermuth zufolge den ARD-Intendanten präsentiert werden. Es sei richtig, ähnlich wie bei ARD-alpha auch die Kulturinhalte der ARD auf diese Weise zu bündeln. „Ich bin auf das Konzept gespannt. Das Kulturportal wird sicher kommen, ob der BR dabei sein wird, wird man dann sehen.“ Die Plattform soll im Sendegebiet des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) angesiedelt werden. Wildermuth war erst Anfang des Jahres vom MDR als neue Intendantin zum BR gewechselt.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen