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Beelitzer Heilstätten: Die wahre Geschichte hinter der „GNTM“-Grusellocation

  • In der aktuellen Folge von „Germany’s Next Topmodel“ („GNTM“) mussten sich die Nachwuchsmodels in einer Grusellocation beweisen: in den Beelitz-Heilstätten.
  • In einschlägigen Internetforen gibt es immer wieder Berichte über Geister und übernatürliche Ereignisse in dem Gemäuer.
  • Doch was passierte dort wirklich?
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Wenn das mal kein besonderes Umfeld für ein Fotoshooting ist: In der aktuellen Folge von „Germany’s Next Topmodel“ („GNTM“) verlangte Heidi Klum ihren Kandidatinnen einiges ab. Die Modelmama schickte ihre „Meeeeedchen“ in ein Haus mit fragwürdigem Ruf: die Beelitzer Heilstätten südlich von Berlin. „Ob jetzt einer hier gestorben ist, das interessiert mich nicht so“, befand Klum nonchalant. Fotograf Kristian Schuller ließ hingegen seiner Fantasie freien Lauf: „Wenn du hier im Bett liegst, dann hörst du noch nachts die Schreie der Menschen, die Leiden, die Qualen!“ Doch was passierte wirklich hinter den Toren der gruseligen Gemäuer?

Was heute eine baufällige Ruine ist, war einst eine Tuberkuloseklinik mit bestem Ruf, in der zwischen 1898 und 1930 in bis zu 1200 Betten Patienten behandelt wurden. Außerdem fungierten die Heilstätten im Ersten Weltkrieg als Lazarett für verwundete Soldaten, unter anderem für Adolf Hitler. Selbst mit einer Art Klimaanlage, die bereits 1920 installiert wurde, konnte die Klinik aufwarten. Im Zweiten Weltkrieg besetzten Sowjets das Krankenhaus und nutzen es bis 1994 als Militärhospital – dem größten außerhalb der Sowjetunion.

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Geister-Séancen und zwei Morde

An den großen medizinischen Wert der Einrichtung von einst erinnert heute nichts mehr. Seit 1994 ist der Großteil des Geländes verlassen. Gerüchten zufolge war das Areal in der Vergangenheit nicht nur Schauplatz illegaler Partys, sondern es wurden auch Geister-Séancen und satanische Messen in den baufälligen Gemäuern abgehalten. In einschlägigen Internetforen berichten „Lost-Places“-Fans immer wieder von Geistern und übernatürlichen Ereignissen in den einstigen Heilstätten.

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Mehrere Menschen kamen in Verbindung mit den Beelitzer Heilstätten auch zu Tode. Ein sechsfacher Mörder, der unter dem Namen „Bestie von Beelitz“ Angst und Schrecken verbreitete, ermordete 1991 eine Frau und ihr Baby unweit der Ruine. 2008 verübte zudem ein Hobbyfotograf einen Mord im ehemaligen Pförtnerhaus, wo er ein Fotomodell erwürgte. Zudem bezahlte 2010 ein 25-Jähriger einen Sturz aus dem vierten Stock mit seinem Leben.

Seit einigen Jahren wird der Krankenhauskomplex im Berliner Umland saniert. 2015 wurde ein Baumkronenpfad errichtet, der durch das Areal führt. Jüngst wurde außerdem der Bahnhof an der Station Beelitz-Heilstätten erneuert, ein Wohngebiet ist geplant. Loftähnliche Häuser, die zunächst als Ateliers für Künstler gedacht gewesen waren, wurden mittlerweile als Eigentumswohnungen verkauft. Wie der Bürgermeister von Beelitz-Heilstätten, Bernhard Knuth, kürzlich dem RBB sagte, sind in das geplante Großbauprojekt auch eine Grundschule, eine Kita, ein Supermarkt, Cafés, medizinische Einrichtungen und Museen inkludiert.

RND/Teleschau

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