#bayern3racist: Wie die BTS-Army ein internationales Medienthema schuf

  • Ein Moderator von Bayern 3 beleidigt in seiner Sendung die Boygroup BTS rassistisch.
  • Inzwischen berichten Medien auf der ganzen Welt über den Fall.
  • Was ist da eigentlich passiert?
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7:18 min
Mit einem rassistischen Wutausbruch gegen die Boyband BTS hat der Radiomoderator Matthias Matuschik den Ärger ihrer Fans auf sich gezogen. Der Fall ist jetzt schon einige Tage her - doch noch immer werden Tausende Tweets zum Thema abgesetzt, auch ausländische Medien berichten über den Fall. Wie konnte ein Vorfall in einem bayerischen Radioprogramm zu einem internationalen Medienthema werden?  © RND
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Hannover. Ein Radiomoderator aus Bayern äußert sich rassistisch über die Boygroup BTS – und wird zu einem internationalen Medienthema. Das Echo auf den Fall Matthias Matuschik ist erstaunlich, aber nicht ungewöhnlich. Die BTS-Army, eine riesige und gut vernetzte Fangruppe der Band, schafft es immer wieder, Themen auf die ganz große Bühne zu heben.

Für die Black-Lives-Matter-Bewegung sammelte die Gruppe bereits Millionen Euro. Gleichzeitig kaperte sie rassistische Hashtags. Auch für syrische Flüchtlinge und für Unicef sammelte man bereits Geld. Und auch Donald Trump musste einst Bekanntschaft mit der Gruppe machen: Bei einem Wahlkampfauftritt in Oklahoma sicherten sich Fans Tausende Tickets, nur um dann nicht aufzutauchen. Trump musste vor leeren Rängen reden.

Videoanalyse: So arbeitet die BTS-Army

Doch so kreativ und gemeinnützig viele Aktionen der „Army“ auch sind – so häufig eskalieren sie auch. Wer sich negativ über die Band BTS äußert, steht schnell im Dauerfeuer, wird bedroht, beschimpft oder gehackt. Der Sänger Charlie Puth bezeichnete die Aktionen der Gruppe mal als „gefährlich-toxisches Internetgeschrei“. Und auch der Fall Matthias Matuschik wirft einige Fragen auf.

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In der neuen Ausgabe unseres Videoformates „Auf dem Schirm“ blickt Matthias Schwarzer auf den Proteststurm und analysiert, was da eigentlich genau passiert ist.

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