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Eindringliche Worte bei „Bares für Rares“: „Damit machen Sie sich strafbar!“

„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter.

Damit hatte das Ehepaar aus Dortmund sicher nicht gerechnet. Anstelle eines Geldsegens gab es zunächst eine deftige Rüge von „Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz. Sie stellte sogar eine Strafe in Aussicht, würde das Erbstück in dieser Form verkauft werden. Doch Moderator Horst Lichter sprang für die Verkäufer in die Bresche, erkannte er doch den eigentlichen Wert ihres Objekts.

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Das Ehepaar aus Dortmund hätte sich dieses Schmuckstück sicher nicht selbst zugelegt. Bei der Armbanduhr von IWC handelte es sich um ein Erbstück, das in den letzten zehn Jahren nur im Tresor gelegen sei. Einem Verkauf in der Sendung erteilte Expertin Wendela Horz jedoch eine klare Absage – zumindest in dieser Form.

„Haben Sie das Armband dazu gekauft?“, wollte Wendela Horz zunächst wissen – was das Ehepaar zum Glück verneinte. Laut Expertin war das Armband der Uhr aus echtem Krokodilleder gearbeitet. Allerdings fehlte das Artenschutzfähnchen. Dies sei notwendig, um das Objekt überhaupt verkaufen zu dürfen. „Damit würden Sie sich strafbar machen“, ermahnte die Expertin das Verkäuferpaar. Krokodile seien streng geschützt. Das Leder dürfe nur in Ausnahmefällen gehandelt werden – wenn es nachweislich von einem gezüchteten Farmtier stamme.

„Bares für Rares“: Bietergefecht um die Uhr

„Menschenskinder!“, rief Horst Lichter, „da hängt aber doch noch eine Uhr dran!“ Man einigte sich auf den Kompromiss, dass die Uhr auch ohne Band verkauft werden könne. „Immerhin handelt es sich um eine schöne IWC-Uhr im Topzustand“, musste auch Expertin Horz gestehen. „Das Band vergessen wir lieber und widmen uns nur der Uhr“, begann sie ihre Expertise. Die klassische Handaufzugsuhr stammte ihrer Meinung nach aus den späten 1940er-Jahren. Somit handelte es sich um ein Vintageuhrwerk – „eine sogenannte Kaliber 89, die unter IWC-Sammlern als ‚Traktor‘ gilt“, erklärte Horz. Das Uhrwerk sei quasi unverwüstlich.

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Neben dem erstklassigen Zustand des Ziffernblattes fiel der Expertin auch die Originalschnalle und das Gehäuse im Edelmetall auf. Immerhin handelte es sich um 750er-Gold – und „das gibt es wirklich nicht oft!“ Allein die Dornschließe würde aktuell 610 Euro im Verkauf kosten, führte Wendela Horz weiter aus. Insgesamt wünschten sich die Verkäufer 1500 Euro. Die Expertin betonte noch mal, dass die Uhr ohne Band geschätzt werde – und zwar auf satte 2200 bis 2500 Euro. Da bekam die Verkäuferin „Kribbeln am Rücken“, während ihr Mann verstummte.

Für den konformen Verkauf musste das Band jedoch noch fachgerecht demontiert werden, ehe man die „nackte“ Uhr in den Händlerraum brachte. Händler David Suppes war hin und weg, als er das Emblem erkannte: „International Watch Company!“ Auch sein Kollege Wolfgang Pauritsch fand die Uhr „traumhaft“ und legte mit 1000 Euro ein beeindruckendes Startgebot hin. Das fehlende Armband schien die Runde nicht zu stören, alle boten mit.

Beim anschließenden Bietergefecht verzog das Verkäuferpaar zunächst keine Miene. Bis Händler Wolfgang Pauritsch 3000 Euro bot. Da musste Elke Droll lachen, denn „das Kribbeln im Rücken“ war wieder da. Doch David Suppes wollte noch nicht klein beigeben. Immerhin handelte es sich um eine „IWC-Uhr im perfekten Zustand!“ Er bot 3100 Euro und bekam letztlich den Zuschlag.

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Bronzestatuette und Wappenlöffel wechselten Besitzer

Weitere Objekte der Sendung: eine Bronzestatuette von Ludwig Eisenberger von 1910/20. Laut Expertise war die Figur bis zu 950 Euro wert. Händler Wolfgang Pauritsch bezahlte 600 Euro. Bei der Dampflok von Märklin handelte es sich um ein seltenes Exportstück aus England, das 1938 gefertigt wurde. Laut Katalogpreis war das Spielzeug 5000 Euro wert. Diese Preise seien jedoch schlicht unrealistisch und würden schon lange nicht mehr erzielt werden, erklärte Experte Detlev Kümmel. Er taxierte den Wert auf 600 bis 800 Euro. Am Ende zahlte David Suppes 650 Euro.

Die Wappenlöffel aus Norwegen waren aus Silber und erhielten von laut Experte Colmar Schulte-Goltz einen Schätzpreis von 175 Euro. Händler Wolfgang Pauritsch bezahlte 130 Euro. Ein gut erhaltener Vivil-Automat aus den 1960er-Jahren war Experte Detlev Kümmel zufolge 350 Euro wert. Händler Julian Schmitz-Avila wollte den Nostalgiespender gerne haben. Immerhin hätte in seiner Jugend ein ganz ähnlicher Blechautomat in seinem Badezimmer gehangen. Doch Werbeschildersammler Roman Runkel erhielt den Zuschlag: für 300 Euro.

RND/Teleschau

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