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ZDF-Trödelshow

„Nur noch Schadensbegrenzung“: Sky du Mont geknickt nach Riesenverlust bei „Bares für Rares“

Enttäuscht: Sky du Monts Familienerbstück ist weit weniger wert als gedacht.

Sichtlich bewegt zeigte sich Schauspieler Sky du Mont in der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“, die diesmal als XXL-Version im Schloss Drachenburg im Siebengebirge gedreht wurde. Den Eichensekretär mit Intarsien, den er zu Moderator Horst Lichter (60) mitgebracht hatte, kannte er bereits sein ganzes Leben, die Vorstellung, dass mit dem Weggeben „etwas zu Ende“ ginge, berührte ihn sehr.

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Allerdings habe er „dermaßen viele Dinge“ – außerdem wollte das Geld, das ihm das Möbelstück einbringen würde, an die Ukraine spenden. 10.000 Euro hatte er vor einigen Jahren in dessen Restauration gesteckt – umso größer die Enttäuschung, als Experte Detlev Kümmel (54) als Schätzpreis lediglich bei 3800 bis 4400 Euro ansetzte. Der Grund: mangelhafte Arbeit des Restaurators. Was würden später die Händlerinnen und Händler sagen?

„Bares für Rares“-Kandidat hat „38 Jahre Knast“ hinter sich

Bevor der Filmstar vor diese trat, hatten andere mehr Glück als er. Etwa Ottmar Kolb (67), der zunächst mit der Aussage schockierte, er habe „38 Jahre Knast“ hinter sich. Horst Lichter war erleichtert, als „Otti“ aufklärte: Er habe als Justizvollzugsbeamter gearbeitet. Allerdings hatte er einst auch mitgeholfen, das stählerne Kunstwerk „The Matter of Time“ (2005) des Künstlers Richard Serra (82) vor dem Guggenheim-Museum in Bilbao aufzubauen, und dafür (neben der normalen Bezahlung) als Dankeschön eine Skizze des Künstlers erhalten.

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Über die kühne schwarze Ölkreidezeichnung amüsierte sich Horst Lichter zunächst ein bisschen („Sehr farbenfroh!“), war dann aber wie Otti selbst erstaunt über den Schätzpreis von 8000 bis 10.000 Euro, den Detlev Kümmel nannte. Es kam sogar noch besser: Satte 11.100 Euro blätterte am Ende Händler Daniel Meyer (49) hin.

Student Alexander Friedrich freute sich über die 2100 Euro, die er für eine Keramikbüste bekam, Betriebswirt Stefan Kleinrensing (57) über die 9800 Euro, die ihm die Diamantkette seiner verstorbenen Mutter einbrachte, und das Vater-Tochter-Gespann Franz-Josef Schmitt und Sandra Kosny ging glücklich mit 9100 Euro nach Hause. Die hatte Händlerin Lisa Nüdling (42) den beiden für das Gemälde „Neuilly-sur-Seine“ (1971) des taiwanesischen Künstlers Chen Houei Kuen (1907–2011) gezahlt, das vor rund 30 Jahren bei der Haushaltsauflösung des Nachbars beinahe weggeschmissen worden wäre.

Ein echtes Kuriosum brachte schließlich Rentner Daniel Scherzinger (65) mit einem Speicherfund mit: „Henze‘s Erdglobus“ war eine papierne Weltkugel, für die man um 1900 herum fünf Jahre lang die Zeitschrift „Illustrirter Anzeiger für Contor und Bureau“ lesen musste: Jede Ausgabe enthielt ein Segment des Erdballs, am Ende konnte man alles zusammensetzen lassen. Für 3500 Euro ging das gute Stück an Händlerin Susanne Steiger (39).

„Wirtschaftlicher Totalschaden“

Bevor am Schluss Marianne Krebs mit ihrer Enkelin Lisanne Karau das Highlight der Folge brachte, versuchte nun Sky du Mont sein Glück – um noch einen Schlag einstecken zu müssen. Bei einem Angebot von gerade mal 1800 Euro, die Daniel Meyer ihm bot, stiegen alle anderen aus. Ob er denn überhaupt verkaufen wolle? Entsetzt hatten nämlich die Händlerinnen und Händler vernommen, wie viel Geld und Liebe der Filmstar bereits in das Möbel gesteckt hatte.

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„Aber Herr du Mont, dann ist das ja ein wirtschaftlicher Totalschaden hier, das ist ja nur eine Schadensbegrenzung, was wir hier machen“, rief etwa Wolfgang Pauritsch (50). Verkauft wurde trotzdem, schließlich sei „jeder Euro, der in diesem armen Land ankommt“ gut investiert. Als Daniel Meyer hörte, dass der Erlös an die Ukraine gehen sollte, rundete er auf 2000 Euro auf, auch Sky du Mont selbst kündigte an, „noch etwas drauflegen“ zu wollen.

Sehr viel, nämlich 21.000 Euro, auf den Tisch legte zum Schluss Lisa Nüdling. Nur selten werden in der Show fünfstellige Beträge geboten, bei der 1920er-Jahre-Kette mit dem 35-Karat-Aquamarin, den Marianne Krebs einst von ihrer Schwiegermutter als Dankeschön für ihre Pflege bekommen hatte, handelte es sich aber um etwas ganz Besonderes. Das „prachtvolle Stück in einem hervorragenden Zustand“ kam aus der brasilianischen „Santa Maria“-Mine und ermöglichte Oma und Enkelin durch den Verkauf nun eine luxuriöse gemeinsame Kreuzfahrt.

RND/Teleschau

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