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Barbara Meier über “Germany’s Next Topmodel”: “Vielleicht wird es das entspannteste Finale ever”

  • Vor 13 Jahren gewann Barbara Meier die zweite Staffel von “Germany’s Next Topmodel”.
  • Im Interview erzählt das Model, wie sich die Sendung über die Jahre verändert hat und warum sie erst danach das Modeln richtig gelernt hat.
  • Außerdem verrät sie, wie sie sich per Videoschalte auf die Geburt ihres ersten Kindes vorbereitet hat.
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RND: Vor 13 Jahren haben Sie “Germany’s Next Topmodel” gewonnen. Haben Sie in den vergangenen Jahren noch die Staffeln verfolgt?

Meier: Zum Teil. Die ersten Jahre habe ich das weniger verfolgt, weil ich da fast jeden Tag selbst ein Shooting hatte. Wenn man dann von einem Modeljob nach Hause kommt, will man nicht auch noch den Modeljob im TV sehen (lacht). Aber mittlerweile finde ich es ganz spannend, mal reinzuzappen. Allerdings dürfen Sie mich jetzt nicht fragen, wer gewinnt – ich lag nämlich noch nie richtig. Das ist ja auch viel Geschmackssache, oft gibt es ja nicht “das beste Model”.

Werden Sie das Finale schauen?

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Auf jeden Fall. Allein schon deshalb, weil es dieses Jahr so anders ist. Einen Walk zu machen ohne Publikum, das finde ich super schwierig. Man macht den Catwalk ja für die Menschen. Ich hab das zum Beispiel auch bei “Let’s Dance” gesehen: Zwischen Probe ohne Publikum und dem eigentlichen Auftritt ist ein Riesenunterschied. Man bekommt eine ganz andere Energie. Bei “Topmodel” braucht man ja gerade in dem Alter auch die Unterstützung der Freunde und Familie, die normalerweise mit vor Ort sind. Die Kandidatinnen dürfen sich ja noch nicht mal trösten oder in die Arme fallen, weil sie Abstand halten müssen. Vielleicht wird es auch das entspannteste Finale ever, weil einfach niemand aufgeregt ist und jede das Gefühl hat, dass das gerade nur eine Probe ist …

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Hat sich “GNTM” über die Jahre verändert?

Die Shootings sind schon anders. Wir hatten so normale Shootings. Damals war für den Zuschauer noch spannend, wie ein Foto entsteht, welches Licht man braucht, wie man geschminkt wird. Aber auch Deutschland ist mit “Topmodel” aufgewachsen und hat sich weitergebildet. Und dann ist ein normales Shooting nicht mehr spannend, deswegen sind die jetzt viel aufwendiger, actionreicher. Das finde ich auch spannend, weil der klassische Modeljob ja auch selten so ist.

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Wenn Sie die Sendung schauen, lernen auch Sie dabei manchmal noch etwas?

Ich hab einfach schon sehr viel Routine. Nach meiner Staffel hab ich mir damals gesagt: Ich möchte den Modeljob wirklich lernen. Denn in der Sendung, auch wenn wir mit den besten Fotografen der Welt zusammengearbeitet haben, kann man den Modeljob nicht komplett erlernen. Deswegen bin ich damals sofort ins Ausland gegangen, war viel in Griechenland und der Türkei. Das war nicht super glamourös, aber ich konnte dort jeden Tag arbeiten und hab Erfahrung gesammelt. Da geht man zu einem Casting und hat danach fünf Jobs. Das hat mir viel geholfen. Mittlerweile kann man mich auch nachts wecken, und ich bin innerhalb von wenigen Minuten sofort startklar.

Tauscht man sich eigentlich unter ehemaligen “GNTM”-Teilnehmerinnen oder sogar Siegerinnen aus?

Das sind jetzt keine engen privaten Freundschaften, aber natürlich verbindet uns irgendwie etwas. Ich habe auch schon öfter auf Fashion Weeks Nachfolgerinnen kennengelernt. Ich biete dann auch immer an, dass ich Tipps geben kann. Mit einigen Mädels aus meiner Staffel habe ich noch Kontakt, zum Beispiel mit Alisar. Und dass Lena Gercke und ich zufällig gleichzeitig schwanger sind, finde ich auch lustig.

Apropos Schwangerschaft. Wie konnten sie sich eigentlich während Corona auf das Baby vorbereiten?

In Österreich war ja schon alles früher geschlossen, das hat vieles verkompliziert. Aber ich hab eine Hebamme, die versucht hat, uns so gut wie möglich per Videoschalte vorzubereiten. Shoppen fürs Baby fand ich viel schwieriger. Ich habe zwar einen Teil online bestellt, aber manchmal will man ja auch den Stoff anfassen oder daran riechen. Als jetzt die Geschäfte wieder aufgemacht haben, ist mir erst mal bewusst geworden, wie unbezahlbar die Beratung von Verkäufern ist. Ich weiß die Vorteile davon jetzt echt wieder zu schätzen und hole den Einkauf nun nach.

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Kürzlich haben Sie ein Foto von sich auf dem Fahrrad auf Instagram gepostet. Einige Follower haben Sie dafür kritisiert, dass Sie keinen Helm tragen und sich und ihr Baby nicht genug schützen.

Ich glaube, dass viele, die das geschrieben haben, es eigentlich nur nett gemeint haben. Nach dem Motto: Pass bitte auf dich auf. Aber ich bin halt Model. Und ich finde, auf einem Foto sieht ein Helm eben nicht so schön aus. Aber solange ich den beim Fahren aufhabe, sehe ich da kein Problem.

Werden Sie eigentlich auch nach der Geburt ihre Fans am Leben mit Baby teilhaben lassen?

Ich werde die Privatsphäre meines Kindes schützen. Es ist meine Sache, dass ich in den Medien sein will, aber das Baby kann es nicht entscheiden. Meine Familie und Freunde wollen nicht jeden Tag in der Zeitung stehen. Mein Mann begleitet mich manchmal auf Veranstaltungen, aber er ist da gar nicht so ein Fan von, das akzeptiere ich.

Machen Sie sich als Model eigentlich Druck, nach der Geburt wieder schnell die alten Maße zurückzubekommen?

Da hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Jeder Körper ist am Ende anders, und ich weiß nicht, wie schnell mein Körper sich zurückbildet. Ich plane natürlich, auch bald nach der Geburt wieder zu arbeiten. Ich habe schon immer mein Geld selbst verdient, das war mir wichtig. Wegen Corona weiß ich eh nicht, wann die ersten Jobs kommen – ich lass das einfach auf mich zukommen.

Sind denn viele Aufträge wegen Corona bei Ihnen weggebrochen?

Auf jeden Fall. Zwei, drei sehr tolle Filmprojekte im In- und Ausland sind erst mal auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Es können keine Locations gescoutet werden, und gedreht wird sowieso nicht. Das ist sehr schade. Auch Projekte, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen, wo ich nicht nur Werbebotschafterin gewesen wäre, sondern mich auch selbst aktiv hätte mit einbringen können, wurden gecancelt.

Wie sehr trifft Sie der finanzielle Verlust?

Der Ausfall ist schon extrem groß, ich hätte bis zum Sommer noch gut zu tun gehabt. Allerdings muss ich sagen, dass ich die letzten Jahre auch sehr viel gearbeitet und gut verdient habe. Ich bin kein Mensch, der verschwenderisch lebt. Ich war immer sparsam und habe mein Geld gut angelegt.

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