Laschet zu #allesdichtmachen: „Von diesen 50 ist keiner rechts“

  • Armin Laschet hat die Teilnehmer der Kampagne #allesdichtmachen verteidigt.
  • Der CDU-Chef war am Abend in der Talkshow „3nach9“ zu Gast.
  • Gerade in Krisensituationen sei auch die Minderheitsmeinung wichtig, so Laschet.
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Bremen. CDU-Chef und -Kanzlerkandidat Armin Laschet hat den Teilnehmern der umstrittenen Schauspieleraktion #allesdichtmachen den Rücken gestärkt. „Man darf das sagen in einem freien Land. Man muss es nicht teilen, man kann sagen, es ist geschmacklos – ich sage das nicht –, aber man kann das sagen“, so Laschet am Freitagabend in der Radio-Bremen-Sendung „3nach9“. Für schlimm halte er hingegen den Reflex, die Aktion direkt als rechts abzustempeln.

„Von diesen 50 ist keiner AfD, ist keiner rechts. Die haben eine andere Meinung als die Mehrheit“, so Laschet. Gerade in Krisensituationen sei auch die Minderheitsmeinung – von Künstlern und Intellektuellen – wichtig. Er teile die Meinung nicht und mache sie sich nicht zu eigen. Aber sie zu äußern, müsse möglich sein, so Laschet.

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Aktion #allesdichtmachen: Erste Teilnehmende ziehen zurück
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Nach massiver Kritik an der Internet-Aktion haben sich nun erste teilnehmende Schauspieler*innen von der Kampagne distanziert.  © Reuters
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„Unglaubliche Aussage“

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Der SPD-Politiker und WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin hatte kurz vor der Sendung auf Twitter gefordert, die Zusammenarbeit mit Schauspielern wie Liefers und Ulrich Tukur zu beenden. Später löschte Duin seinen Tweet wieder. Laschet bezeichnete die Forderung in der Sendung als „unglaubliche Aussage“.

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#allesdichtmachen – Wie 53 Schauspieler die Corona-Politik in Deutschland kritisieren
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Die mehr als 50 Promis, die in ironischen Clips mit der Corona-Politik abrechneten, lösten eine große Diskussionswelle im Internet aus.  © RND
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Zu Gast in der Sendung war auch einer der Teilnehmer der Aktion #allesdichtmachen, der „Tatort“-Schauspieler Jan Josef Liefers. Er bezeichnete die umstrittene Aktion als „ironischen Protest“, von „Leuten, die sich auf ihre Art und Weise nicht sehr gut wiederfinden konnten“, räumte aber auch ein: „Vielleicht habe ich mich da übernommen.“

Liefers selbst hatte in seinem Statement Medienvertreter kritisiert und ihnen unterstellt, unkritisch über die Entscheidungen der Regierung zu berichten und Ansichten renommierter Experten mit abweichenden Meinungen zu unterdrücken. Für seine Aussagen war der Schauspieler massiv kritisiert worden.

RND

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