ARD-Telenovela „Rote Rosen“: Ist nach der 19. Staffel Schluss?

  • Die 18. Staffel der ARD-Serie „Rote Rosen" ist abgedreht, die 19. mit neuer Hauptdarstellerin in Angriff genommen.
  • Planungssicherheit haben die Schauspieler in Lüneburg bis September 2022.
  • Doch was kommt danach?
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Lüneburg. „Rote Rosen“-Produzent Jan Diepers zeigt sich optimistisch, was die Zukunft der ARD-Telenovela angeht. „Natürlich gehe ich als Produzent davon aus, dass es weitergeht“, sagte der 50-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Diepers betreut seit August 2020 die 18. Staffel, die wegen der zwei Hauptdarstellerinnen 240 Folgen hat. Aktuell sind die 140 Folgen der 19. Staffel mit der neuen Heldin Nicole Ernst in Lüneburg in der Mache. Planungssicherheit gibt es noch bis September 2022, aber die Zukunft danach ist ungewiss.

„Wir hatten nie den Auftrag über 15, sondern über zwei Jahre, das ist ein ganz normaler Prozess“, betonte Diepers. Seit 2006 halten sich die „Rosen“ im Programm. „Es kann einer Serie immer passieren, dass sie irgendwann zu Ende ist. Jede kämpft um ihre Berechtigung“, ergänzte er. Vor dem Hintergrund der Gebührendiskussion und der Sparzwänge bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ist die Zukunft der Nachmittagsserie nicht gesichert. Sie hängt auch an der Zuschauerzahl, die derzeit bei 1,5 Millionen Zuschauern liegt.

Fans zittern um „Rote Rosen” und „Sturm der Liebe”

ARD-Programmdirektorin Christine Strobl hatte dem TV-Magazin „Hörzu“ in diesem Monat zu dem Thema gesagt: „Wir sind auf der Suche nach Lösungen finanzieller Natur, aber auch nach Ersatzprogrammen.“ Man sei in diversen Gesprächen: „Natürlich sind die beiden täglichen Serien sowohl im klassischen Fernsehen als auch in der Mediathek sehr beliebt – und wir kennen die treue Fangemeinde. Deswegen wäre es natürlich schön, wenn wir beides fortsetzen könnten“, so Strobl.

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Im Frühjahr hatte die „Berliner Zeitung“ erstmals berichtet, dass die „Rosen“ ebenso wie die Serie „Sturm der Liebe“ auf der Kippe stünden. „Rote Rosen“ läuft montags bis freitags um 14.10 Uhr im Ersten, „Sturm der Liebe“ seit 2005, Sendeplatz ist werktags um 15.10 Uhr.

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Wegen der Pandemie gab es im Sommer keine Produktionspause am Set in Lüneburg. „Falls Corona noch einmal zuschlägt, brauchen wir Puffer“, sagte Diepers. Eigentlich wird zwischen den Staffeln pausiert, nun werde eifrig vorproduziert. Die Schauspieler gingen nacheinander wie in anderen Unternehmen in Urlaub. Viele seien geimpft, die scharfen Sicherheitsvorkehrungen und das Testsystem bleiben aber weiterhin aktuell.

Gedreht wird wieder in der Lüneburger Innenstadt, was in Zeiten der Maskenpflicht ausgesetzt wurde. Ein Schwerpunkt der neuen Folgen, die von Mitte Oktober an ausgestrahlt werden, ist auch die Heide. Inzwischen werde klimaneutral produziert, versicherte Diepers. Das bedeute unter anderem Ökostrom und -gas und das papierlose Büro. Für den übrigen CO2-Ausstoß gibt es Kompensierungsmaßnahmen.

RND/dpa

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