Antisemitische Autorin beim ZDF? Zentralrat der Juden beschwert sich

  • Der Zentralrat der Juden in Deutschland wendet sich kritisch an das ZDF und dessen Umgang mit Antisemitismus.
  • Grund dafür sei eine Autorin für die Comedy „Barrys Barbershop“.
  • Sie soll sich im Netz antisemitisch geäußert haben.
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Berlin. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat sich in einem Brief an ZDF-Intendant Thomas Bellut besorgt über den Umgang des Senders mit Antisemitismus geäußert. In dem Schreiben, das dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt, kritisiert Schuster, dass das ZDF eine Journalistin beschäftige, die „sich durch das Verbreiten antisemitischer und israelfeindlicher Ressentiments hervorgetan“ habe. „Menschen, die Antisemitismus verbreiten, dürfen keinen Platz beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben“, fordert der Zentralratspräsident in dem Schreiben vom 13. Oktober.

Kritik an Comedy-Autorin

Konkret geht es um Yasmin Ayhan, die als Autorin für die ZDF-Comedy „Barrys Barbershop“ tätig ist. Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst über Schusters Brief an das ZDF berichtet.

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Laut Medienberichten äußerte sich Ayhan in der Vergangenheit wiederholt antisemitisch im Netz. Schuster betonte, als „vierte Gewalt“ im Staat komme der Presse eine besondere und herausragende Aufgabe zu. „Daher tragen Journalistinnen und Journalisten Verantwortung und gelten für viele Menschen als Vorbilder, sobald sie öffentlich in Erscheinung treten.“

RND/epd

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