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  • Anschlag auf Reporter in Amsterdam: Politik und Königshaus sprechen Peter R. de Vries ihr Mitgefühl aus

„Brutales, feiges Verbrechen“: Politik und Königshaus sprechen niederländischem Journalisten ihr Mitgefühl aus

  • Nach dem Anschlag auf den Kriminaljournalisten Peter R. de Vries bekunden zahlreiche Politiker und Politikerinnen ihre Anteilnahme.
  • Auch das niederländische Königshaus äußert sein Mitgefühl.
  • Immer wieder wird dabei betont, dass mit dem Vorfall auch ein Angriff auf die niederländische Pressefreiheit stattgefunden hat.
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Das Attentat auf den Journalisten Peter R. de Vries hat die Niederlande schwer erschüttert. Der Kriminaljournalist war am Dienstagabend (6. Juli) auf offener Straße angeschossen worden, kurz nachdem er das Studio von RTL Boulevard verlassen hatte. Der TV-Sender sowie zahlreiche Politiker und Politikerinnen äußerten sich noch am selben Abend zu dem Anschlag, unter anderen in einer öffentlichen Pressekonferenz. Und auch das niederländische Königspaar sprach dem Journalisten ihr Mitgefühl aus.

TV-Sender RTL Boulevard äußert sich schockiert über Attentat auf Peter R. de Vries

„Wir sind sehr schockiert. Peter bedeutet uns allen als Freund und Kollege sehr viel“, schrieb der Sender RTL Boulevard in einer offiziellen Erklärung. „Seine Menschlichkeit, sein Mut, sein Kampf gegen die Kriminalität und für die Freiheit der Meinungsäußerung sind inspirierend und essentiell für unsere Gesellschaft.“ Peter R. de Vries hatte zuletzt in zwei großen Prozessen eine wichtige Rolle eingenommen und war als Kriminaljournalist für verschiedene Fälle tätig, erklärte der Sender.

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Politiker und Politikerinnen loben „mutigen Journalisten“

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Amsterdams Bürgermeisterin Femke Halsema bezeichnete die Tat bei einer Pressekonferenz am Dienstag als „brutales, feiges Verbrechen“. Auch der niederländische Justizminister Ferd Grapperhaus äußerte sich in einer öffentlichen Stellungnahme zu dem Vorfall. Er sprach von einem schwarzen Tag, sowohl für die Familie von Vries als auch für den Journalismus: „Journalisten sollen in Freiheit recherchieren können. Diese Freiheit wurde heute kompromittiert.“

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Halsema hob zudem die journalistische Arbeit von de Vries hervor: „De Vries ist für uns alle ein Nationalheld. Er setzt sich für Menschen in Not ein, für die Eltern eines ermordeten Kindes und für zu Unrecht Verurteilte. Er ist noch lange nicht am Ende. Heute scheint Gerechtigkeit, auch in unserem Land, schwer zu finden zu sein.“ Die niederländische Außenministerin Sigrid Kaag beschrieb das Attentat bei Twitter ebenfalls als „Angriff auf unsere freie Gesellschaft und die freie Presse.“ Sie wünsche den Angehörigen von de Vries „alle Kraft der Welt“, heißt es in dem Tweet.

Niederländisches Königshaus bekundet Anteilnahme

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Das niederländische Königshaus äußerte sich ebenfalls in einer öffentlichen Stellungnahme bei Twitter und sprach der Familie von de Vries ihr Mitgefühl aus. „Die Nachricht, dass der Journalist Peter R. de Vries angeschossen wurde, hat uns zutiefst schockiert. Er und alle, die ihm am Herzen liegen, sind in unseren Gedanken“, heißt es in dem Tweet. „Journalisten müssen ihre wichtige Arbeit ohne Bedrohung und frei verrichten können. Wir fühlen uns mit jedem verbunden, der sich in unserem Rechtsstaat für die freie Presse einsetzt.“ Das niederländische Königspaar besucht derzeit im Zuge eines Staatsbesuchs die deutsche Hauptstadt Berlin.

RND/al

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