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  • #allesdichtmachen: Verband kritisiert Ablenkung von tatsächlichen Problemen für Schauspieler in Corona-Krise

Schauspielverband: Diskussionen um #allesdichtmachen und Volker Bruch lenken von Problemen ab

  • Die Kritik an der Schauspieleraktion #allesdichtmachen ist bereits riesig.
  • Da kommt heraus: Einer der Teilnehmenden, Schauspieler Volker Bruch, stellt einen Antrag bei einer „Querdenker“-Partei.
  • Dass nun darüber statt über die tatsächlichen Probleme der Schauspielbranche gesprochen wird, kritisiert der Bundesverband Schauspiel (BFFS).
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Die Diskussionen um die umstrittene Schauspieleraktion #allesdichtmachen, die mit satirischen Videos die Corona-Politik kritisierte, reißen nicht ab. Zuletzt hatte für Aufsehen gesorgt, dass einer der beteiligten Schauspieler, der „Babylon Berlin“-Star Volker Bruch, einen Antrag bei einer „Querdenker“-Partei gestellt hat. Und das, nachdem sich viele der Beteiligten zuvor ausdrücklich von „Querdenkern“ und Rechten, die die Aktion befürworteten, distanziert hatten.

Heinrich Schafmeister aus dem Vorstand des Bundesverbandes Schauspiel (BFFS) kritisiert die Aufmerksamkeit, die die Aktion und nun auch Volker Bruch erhält. „Zwei Drittel bis drei Viertel der Schauspielerinnen und Schauspieler können ihrem Beruf aktuell nicht nachgehen und bekommen kaum Hilfen. Die Aktion lenkt die Aufmerksamkeit auf Einzelpersonen, und über die, denen es wirklich dreckig geht, redet keiner mehr“, kritisiert er gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Er spricht von einem „Schaden, der uns zugefügt wird“. „Die Menschen, die leiden, haben die Aufmerksamkeit verdient, und nicht die, die Unsinn erzählen.“ Alle Aktionen und Handelnden, die die Pandemie in die Länge zögen, kritisiert Schafmeister vom BFFS – „und dazu gehören auch die sogenannten Querdenker“, sagt er konkret. Genauso bezieht er sich dabei auf Menschen, die keine Masken tragen.

Verständnis für Rückzieher

Die Schauspielerinnen und Schauspieler, die ihre Videos von der #allesdichtmachen-Aktion zurückgezogen und sich dafür entschuldigt hatten, findet Schafmeister aber trotz der neuen Entwicklungen mit Volker Bruch „glaubhaft“. „Schauspieler probieren ständig Sachen aus, dazu werden wir erzogen“, sagt er. Da gehe auch mal was schief. Danach klingen für ihn auch die Rückzieher.

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Volker Bruch will sich übrigens nicht selbst zu seinem möglichen Parteieintritt äußern und sich auf die laufenden „Babylon Berlin“-Dreharbeiten konzentrieren, wie seine Agentur Players dem RND auf Anfrage mitteilte.

RND/hsc

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