„Alarm für Cobra 11“: Warum noch kein Elektroauto?

Die Macher der RTL-Actionserie „Alarm für Cobra 11“ kündigen an, dass demnächst eine Frau die Hauptrolle übernimmt – und feiern das als „mutigen Schritt“ und „neue Ära“. Doch Mut sieht anders aus, findet Sebastian Heintz.

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RTL lässt es wieder richtig krachen: Vor zwei Wochen sind die neuen Folgen von „Alarm für Cobra 11“ angelaufen, und auch in der mittlerweile 35. (!) Staffel gehören dröhnende Motoren, umherwirbelnde Autowracks und Explosionen zum Serienalltag. So weit, so altbekannt.

Immerhin, am Mittwoch kündigte der Sender dann doch eine Neuerung an: Pia Stutzenstein steigt als erste weibliche Kommissarin bei „Cobra 11“ ein und ersetzt demnächst Daniel Roesner, der die Serie nach vier Jahren verlassen wird.

Das ist nicht mutig, RTL!

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Jetzt also eine Frau als Hauptdarstellerin bei „Cobra 11“ – für RTL ein echter Meilenstein: „Die Zukunft ist weiblich“, schreibt der Sender in einer Mitteilung. Philipp Steffens, Bereichsleiter Fiction bei RTL, geht noch weiter: „Dieser Mut zur Weiterentwicklung und die Freude an Herausforderungen waren und sind wichtige Bausteine für den langjährigen Erfolg der Serie“, wird er zitiert.

Eine weibliche Hauptdarstellerin im Jahr 2019 als „Mut zur Weiterentwicklung“ verkaufen? Wirklich, RTL?

Hauptdarsteller Daniel Roesner macht es vor

Mutig wäre der Sender, wenn sich „Cobra 11“ von stinkenden Benzinern verabschieden und auf Elektroautos setzen würde – wie es die echte Polizei übrigens bereits teilweise tut. Und dann dürfte der RTL-Fiction-Chef auch gern von einer „ganze neuen Ära“ sprechen. Aber bitte nicht, wenn sich nach 35 Staffeln erstmals eine Frau als TV-Kommissarin ans Steuer setzen darf.

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Wie die Zukunft von „Cobra 11“ aussehen könnte, zeigt übrigens ausgerechnet der scheidende Hauptdarsteller Daniel Roesner: Der kündigte unlängst an, sein Privatfahrzeug auf Pflanzenöl umzurüsten, „dann verbrauche ich so gut wie keinen Sprit mehr“. Bitte nachmachen, RTL!