In Afghanistan: TV-Moderatorin im Auto erschossen

  • In Afghanistan haben Unbekannte eine TV-Moderatorin und ihren Fahrer getötet.
  • Die beiden wurden auf dem Weg zur Arbeit erschossen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.
  • Die Organisation Reporter ohne Grenzen stuft Afghanistan als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten ein. 2019 wurden dort mindestens zehn Journalisten und Medienmitarbeiter getötet.
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Kabul. Unbekannte haben im Osten Afghanistans eine Fernsehjournalistin und ihren Fahrer getötet. Malalai Maiwand und ihr Chauffeur seien am Donnerstagmorgen in Dschalalabad in der Provinz Nangarhar auf dem Weg zur Arbeit erschossen worden, teilte der Sprecher des Provinzgouverneurs mit. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. In der Provinz sind sowohl die militant-islamistischen Taliban als auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen stuft Afghanistan als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten ein. 2019 wurden dort mindestens zehn Journalisten und Medienmitarbeiter getötet.

Maiwand arbeitete seit etwa vier Jahren als Moderatorin für den privaten TV- und Radiosender Enikass, wie der Chef des Senders, Salmai Latifi, sagte. Er machte „Feinde des Landes“ für die Tat verantwortlich und sagte, der Sender habe Morddrohungen erhalten. 2017 waren bei einer Explosion in der Nähe des Senders mehrere Menschen getötet worden. 2018 entführten Bewaffnete den Direktor des Senders, er wurde später aber freigelassen.

RND/dpa

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