Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Früherer „7 Tage, 7 Köpfe“-Gastgeber: Was macht eigentlich Jochen Busse?

Die Talkshow „7 Tage, 7 Köpfe“ feiert ihr Comeback mit Guido Cantz als Moderator. Doch was wurde eigentlich aus Jochen Busse, der von 1996 bis 2005 als Gastgeber des populären RTL-Formats fungierte?

Neumoderator Guido Cantz machte die Tür bereits ganz weit auf: „Vielleicht kommt Jochen Busse in eine Sendung, wenn er Zeit hat“, sagte der neue Gastgeber von „7 Tage, 7 Köpfe“ auf die Frage, ob auch ehemalige Stars der satirischen Talkshow in der Neuauflage auftreten werden. Zur Stammbesetzung zählten damals Rudi Carrell, Gaby Köster, Mike Krüger, Kalle Pohl und nicht zuletzt Jochen Busse, der in über 300 Folgen den Moderator spielte. Das RTL-Format war sicherlich der größte TV-Erfolg, den der damals schon bekannte Schauspieler und Kabarettist feiern konnte. Auch wenn er seitdem nur selten im Fernsehen zu sehen war, auf der Bühne steht der 81-Jährige immer noch.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

15 Jahre Lach- und Schießgesellschaft: „Die schönste Zeit im Leben“

Gerade mal 19 Jahre alt war Jochen Busse, als er 1961 - noch bevor er seine Abiturprüfungen abgelegt hatte - seine Heimatstadt Iserlohn verließ, um eine Karriere als Schauspieler zu starten. Kein Geringerer als der legendäre Komponist Friedrich Hollaender („Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“) entdeckte ihn bei einem Auftritt mit dem Münchner Kabarett „Die Knallfrösche“ und engagierte den Nachwuchsstar für seine Revue „Hoppla, auf‘s Sofa“, die Hollaender in Berlin auf die Bühne brachte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In den 70er-Jahren entdeckten auch Film und Fernsehen das (komödiantische) Talent von Jochen Busse: Er hatte in Klamotten wie „Wenn die tollen Tanten kommen“ und „Tante Trude aus Buxtehude“ kleinere Rollen, spielte aber auch eine der Hauptfiguren in der Krimiserie „Mordkommission“. 1976 stieß er dann zum Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, der er 15 Jahre lang angehörte. „Es war meine schönste Zeit im Leben“, erklärte Busse 2010 im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. „Als Helmut Schmidt als Kanzler den Dienst quittierte, weil er das ‚Vertrauen der Republik‘ verloren hatte, kamen 16 Jahre Helmut Kohl - eine große Zeit fürs Kabarett.“

Der Erfolg von „7 Tage, 7 Köpfe“? „Carrell wusste es gleich!“

Doch auch dem Fernsehen hielt Jochen Busse in dieser Zeit die Treue: In „Nur für Busse“ (1987-1990) präsentierte er Sketche und Parodien, in der München-Serie „Die Hausmeisterin“ hatte er eine Nebenrolle und in der Comedyserie „3 Mann in einem Bett“ (1994-1995) war er neben Gerd Baltus und Karsten Speck eine der Hauptfiguren. 1996 übernahm er dann die Rolle des Moderators in der Talkshow „7 Tage, 7 Köpfe“, „eine typische Carrell-Sendung“, wie Busse im „teleschau“-Interview erklärte: „Der Erfolg lag im Stammtischcharakter. Carrell wusste es gleich: ‚Du, da haben wir‘n Ding, das macht uns alle reich und berühmt‘, sagte er im Spaß zu Beginn.“

Neun Jahre lang lief die Show erfolgreich bei RTL, fast zeitgleich war Busse in „Das Amt“ (1997-2002) auch der Star einer Comedyserie beim Kölner Privatsender. Danach wurde es ruhiger um den Schauspieler, seinen bislang letzten TV-Auftritt hatte er 2018 in einer Episode „Notruf Hafenkante“. Bereits vier Jahre zuvor hatte er sich als Kabarettist mit einem letzten Soloprogramm verabschiedet: „Jeder hat ja sein Stammpublikum. Bei mir saßen am Schluss die grünen Lehrer, das konnte man förmlich riechen“, scherzte er 2020 in einem Interview mit „RP Online“.

Jochen Busse: „Will den Rest meines Lebens nicht alleine verbringen“

Auch wenn er keine Lust mehr auf sein Kabarettpublikum hatte, auf der Bühne steht Jochen Busse bis heute: Aktuell ist er im Stück „Komplexe Väter“ im Düsseldorfer Theater an der Kö zu sehen. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt wohnt der 81-Jährige inzwischen auch, nachdem er sich Ende 2020 von seiner vierten Ehefrau getrennt hatte, mit der er lange Zeit in Berlin lebte. Noch einmal heiraten will Busse zwar nicht, eine neue Partnerin wünscht er sich dennoch, wie er „RP Online“ sagte: „Den Rest meines Lebens will ich nicht alleine verbringen. Ich nehme an, dass ich sehr alt werde.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

RND/Teleschau

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen