60 Jahre Schlümpfe: Diese Doku will das Phänomen erklären

  • Seit mehr als 60 Jahren wuseln die Schlümpfe durch die Comicwelt.
  • Arte widmet dem Phänomen nun die Dokumentation „Die Schlümpfe: Grüße vom blauen Planeten“.
  • Die Doku will die Dauerpräsenz der kleinen blauen Wesen erklären.
Martin Weber
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Brüssel. Sie sind in der Regel total blau und auch nicht besonders schlau: die Schlümpfe, die vor mehr als 60 Jahren das Licht der Comicwelt erblickten. 1958 tauchten die liebenswürdigen kleinen Kerle mit den weißen Zipfelmützen erstmals in einem belgischen Comic auf, ein Jahr später widmete ihr Erfinder Pierre Culliford alias Peyo den blauen Zwergen eine eigene Reihe für ihre Streiche und verrückten Abenteuer.

Arte widmet den kleinen blauen Wesen nun die Dokumentation „Die Schlümpfe: Grüße vom blauen Planeten“, die am Freitag ab 22.40 Uhr beim Sender zu sehen ist.

Die Schlümpfe gibt es sogar auf Bettwäsche und Waschlappen

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Danach begann der weltweite Siegeszug der blauen Wichtel in TV-Serien, Kinofilmen und natürlich unzähligen Marketingprodukten – von der kleinen Gummifigur über Kaffeebecher und Bettwäsche bis zum Waschlappen.

Die Dokumentation „Die Schlümpfe: Grüße vom blauen Planeten“ beleuchtet den schlumpfigen Welterfolg aus allen Perspektiven und zeigt, warum die blauen Kerlchen überall beliebt sind: Sie zaubern Erwachsenen und Kindern in Europa, Amerika oder Asien ganz automatisch ein Lächeln ins Gesicht.

Die Schlümpfe gibt es in 25 Sprachen

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Die Erfolgsbilanz der vom weisen Papaschlumpf angeführten Gnome ist beachtlich: Sie wuseln in rund 25 Millionen verkauften Comicalben in 25 Sprachen durch ihr gemütliches Pilzdorf, überlisten in zahlreichen Zeichentrickserien und Kinofilmen ihren fiesen Erzfeind Gargamel, sind auf unzähligen Schallplatten zu hören und bilden sogar den Mittelpunkt von Erlebnisparks auf allen Kontinenten.

Davon hätte sich Zeichner Peyo (1928–1992) nie etwas träumen lassen, als er „les Schtroumpfs“ 1958 erstmals als Nebenfiguren im belgischen Comic „Johann und Pfiffikus“ auftreten ließ. 1959 zeichnete Peyo dann eine erste Bildergeschichte ausschließlich mit Schlümpfen. Heute sind die Schlümpfe eine globale Marke, die fast jeder kennt und mit der weltweit Milliardenumsätze erwirtschaftet werden.

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Die Doku will erklären, warum die Schlümpfe faszinieren

Das Thema Merchandising spielt in der schlumpfigen Dokumentation denn auch eine Rolle, ist aber nicht die Hauptsache. Im Vordergrund steht die Frage, was die generationenübergreifende Faszination der Schlümpfe eigentlich ausmacht. Der Hauptgrund dafür ist nach übereinstimmender Meinung von Experten und Fans wohl, dass die blauen Kerlchen mit den weißen Zipfelmützen und den vier Fingern an jeder Hand einfach süß sind.

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Sie haben keine Ecken und Kanten, sondern werden ausschließlich mit runden Formen aufs Papier gebracht, erklärt ein Zeichner. Das heißt freilich nicht, dass die drolligen Abenteuer der kleinen Kerle ohne Pep sind: Der fiese Gargamel und seine Katze Azrael bekommen in den Geschichten ganz schön ihr Fett weg. In der Doku kommen Experten, von denen auffällig viele einen an Papa Schlumpf erinnernden Vollbart tragen, in Brüssel, Paris, Stuttgart oder Los Angeles zu Wort und erklären den nun schon seit mehr als 60 Jahren andauernden Siegeszug der blauen Gnome in allen Facetten.

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