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„37 Grad“-Reportage im ZDF

„Große Last auf schmalen Schultern“: Wenn Kinder zu Pflegern werden

Eva (links) lebt mit der ständigen Angst, ihre kranke Mutter Chrissy zu verlieren.

Eva (links) lebt mit der ständigen Angst, ihre kranke Mutter Chrissy zu verlieren.

Die Menschen hierzulande werden immer älter, und nur die wenigsten von ihnen befinden sich jenseits der 80 noch in guter körperlicher und geistiger Verfassung. Viele sind auf Hilfe angewiesen, auf Pflegedienste, auf Institutionen wie „Essen auf Rädern“ und nicht zuletzt auch auf ihre (erwachsenen) Kinder. Doch was, wenn die pflegebedürftigen Eltern noch gar kein hohes Alter erreicht haben - und die pflegenden Kinder selbst noch nicht einmal volljährig sind?

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Mit dem für die „37 Grad“-Reportagereihe üblichen Feingefühl erzählen Wibke Kämpfer und Mechthild Gassner in ihrem Film „Große Last auf schmalen Schultern“ (16. August, 22.15 Uhr, ZDF) von Kindern wie Eva und Pascal. Sie sind „Young Carers“: So nennt man Minderjährige, die die Betreuung ihrer Mütter oder Väter übernommen haben.

Knapp eine Viertelmillion Kinder und Jugendliche sollen in Deutschland Schätzungen zufolge von einem solchen Schicksal betroffen sein.

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Evas Bruder Pascal unterstützt seine Mutter Chrissy (Bild) regelmäßig bei ihrem Lauftraining.

Evas Bruder Pascal unterstützt seine Mutter Chrissy (Bild) regelmäßig bei ihrem Lauftraining.

17-Jähriger: „Dafür ist die Familie doch da“

Für die zwölfjährige Eva und ihren 17-jährigen Bruder Pascal ist es selbstverständlich, sich um ihre schwer an Multipler Sklerose erkrankte Mutter Chrissy zu kümmern. „Dafür ist die Familie doch da“, sagt Pascal. Mit gerade einmal 38 ist Chrissy körperlich stark eingeschränkt: Die meiste Zeit verbringt sie im Rollstuhl, und ihr tägliches Gehtraining mit Krücken - und der Hilfe von Pascal - ist unumgänglich. Um die Hausarbeit kann sie sich längst nicht mehr kümmern; vieles davon übernehmen ihre Kinder, nachdem sie nachmittags aus der Schule kommen.

Vor allem Eva belastet die familiäre Situation. Sie hat Angst, ihre Mutter zu verlieren. Und trotzdem: Oft träumt sie davon, ab und zu ein ganz gewöhnliches zwölfjähriges Mädchen sein zu können, das sich unbeschwert mit Freunden trifft. Ein Lichtblick ist ein Projekt für Kinder kranker Eltern, in dem Jugendliche wie Eva ihren verantwortungsvollen Alltag zumindest für kurze Zeit ausblenden können.

Ein ganzes Jahrzehnt älter als Eva und trotzdem auf den ersten Blick viel zu jung, um ihre Eltern zu pflegen, ist Alexa. Die 22-Jährige betreut neben ihrer Ausbildung ihre Mutter Beate, die seit einem Schlaganfall weder sprechen noch laufen kann. 24 Stunden am Stück dauert eine Pflegeschicht für Alexa, danach löst ihr Vater Patrick sie ab. Die Vollzeitpflege durch Beates Familie sollte lediglich eine Zwischenlösung sein, doch der Personalmangel lässt Alexa und Patrick keine Wahl. Wie Pascal und Eva kennt auch Alexa das Gefühl, sich permanent verantwortlich zu fühlen - und ihre eigenen Interessen hinten anzustellen.

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RND/Teleschau

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