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  • Zahnpasta im Test: Stiftung Warentest prüft 31 Zahncremes - acht Tuben mangelhaft

Stiftung Warentest: Acht Zahnpasten mit Naturkosmetiksiegel “mangelhaft“

  • Zahnpasten sollen vor allem die Zähne reinigen und vor Karies schützen.
  • Stiftung Warentest hat 31 Tuben getestet, darunter Universalzahnpasten und Naturkosmetikprodukte.
  • Während 17 Pasten sehr gut abschneiden, erhalten acht das Urteil “mangelhaft”.
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Sie versprechen einen “eiskalten Frischekick, der dich Eisblumen an den Spiegel hauchen lässt”, “ayurvedische Kräuter aus den Ausläufern des Himalaya” oder „Zahncreme mit Dreikönigsgaben“. Doch Zahnpasten sollen vor allem die Zähne reinigen und vor Karies schützen. Stiftung Warentest hat nur 31 Tuben unter die Lupe genommen.

21 Tuben sind Universalzahnpasten, neun Proben davon Naturkosmetikprodukte. Von den 31 Tuben im Test bekommen 17 das Qualitätsurteil “sehr gut”. Fünf Tuben wurden mit “gut”, eine mit “befriedigend” und die letzten acht mit “mangelhaft” bewertet. Das Schlusslicht bilden acht Zahnpasten mit Naturkosmetiksiegel.

Zahnpasta vom Discounter schneidet mit “sehr gut” ab

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Die Bestenliste versammelt sehr gute Universalpasten der letzten zwei Tests. Die Pasten von 2019 sind laut Anbietern weiterhin unverändert erhältlich. Am besten schneidet Parodontax Extra Frisch Complete Protection (1,2) für 6,60 Euro pro 100 Milliliter ab. Und der Testsieger macht den Weißmacherzahnpasten Konkurrenz: Er entfernt Verfärbungen sehr gut.

Sieben der besten Zahnpasten kosten weniger als einen Euro pro 100 Milliliter. Die beste günstige ist die Pasta Eurodont von Aldi Süd für 35 Cent. Die Tube der Eurodont-Kräuter-Zahncreme von Aldi Nord sieht fast genauso aus. Die Zusammensetzung unterscheidet sich jedoch zu der von Aldi Süd, sie hat einen geringeren Abrieb und entfernt Verfärbungen nicht ganz so gut.

Mangel an Fluorid führt zu schlechter Bewertung

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Naturkosmetikhersteller verwenden überwiegend pflanzliche Rohstoffe, oft auch aus biologischem Anbau. Im Test haben einige Hersteller auf Zusammensetzungen mit Kokosöl, Salbei oder grünen Tee als Schutz gegen Karies gesetzt. Allerdings ist die Wirkung dieser Stoffe nicht ausreichend nachgewiesen.

Insgesamt wurden 21 Universalzahnpasten, darunter Neuheiten und schwerpunktmäßig Naturkosmetik, sowie fünf Weißmacherzahnpasten getestet. Das entscheidende Kriterium war der im Produkt enthaltene Fluorid-Zusatz.

Fluorid ist das einzige Mittel, bei dem viele Studien den karieshemmenden Effekt belegen. Sechs Naturkosmetik-Pasten sind daher beim Test durchgefallen: Bei ihnen ist kein Fluorid enthalten. Darunter ist auch die vergleichsweise günstige Zahnpasta Logodent Extra Frische Pfefferminz Zahncreme für 3,30 Euro pro 100 Milliliter.

Stiftung Warentest empfiehlt

Parodontax Complete Protection ist die beste getestete Universalzahnpasta mit niedrigem Abrieb. Das Produkt entfernt Verfärbungen sehr gut. Noch etwas besser schaffen das nur die Weißmacherpasten wie die “sehr gute“ Signal White Now (2,65 Euro) mit mittlerem Abrieb. Einige Naturkosmetikprodukte haben im Test “mangelhaft” abgeschnitten, doch beispielsweise die “sehr gute“ Alviana Bio-Pfefferminze (2,39 Euro) hat es in die vorderen Reihen geschafft. Sie enthält den benötigten Fluoridanteil im Kampf gegen Karies.

Aufheller-Zahnpasten halten was sie versprechen

Zusätzlich zu den Universalzahnpasten wurden auch fünf Tuben speziell für weißere Zähne getestet. Dort wurde nicht nur die Kariesprophylaxe überprüft, sondern auch die Aufhellungsversprechen. Tatsächlich hat keine der Weißmacherpasten zu viel versprochen: Sie beseitigen Verfärbungen, etwa durch Schwarztee oder Kaffee, und geben so Zähnen ihre natürliche Farbe zurück – was jedoch nicht automatisch strahlendes Weiß bedeutet.

Verfärbungen entfernt Signal White Now am effektivsten und schonendsten. Die Paste kostet 2,65 Euro pro 100 Milliliter und enthält den Farbstoff Blue Covarine, durch den Zähne kurzzeitig heller erscheinen. Auch manche Universalzahnpasta entfernt Verfärbungen hervorragend, die Parodontax sogar mit niedrigem Abrieb.

RND/wel

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