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Wurmbefall beim Hund: Was Sie über die Parasiten wissen müssen – und wie man sie schnell wieder los wird

Leben mehrere Hunde in einem Haushalt, sollten vorsorglich alle entwurmt werden, da es bereits zu einer Ansteckung gekommen sein könnte.

Hundebesitzerinnen und -besitzer wissen: Ist man mit dem Hund viel in der Natur unterwegs, kommt es früher oder später zu einem Wurmbefall. Nun ist schnelles Handeln gefragt, denn die Parasiten sind nicht nur lästig, sie können für die Gesundheit Ihres geliebten Vierbeiners auch richtig gefährlich werden. Worauf Sie achten müssen und wie eine erfolgreiche Wurmbehandlung gelingt, lesen Sie hier.

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So stecken sich Hunde mit Würmern an

Da Hunde ihre Nase buchstäblich überall hineinstecken, ist es für Würmer ein leichtes Spiel, das Wirtstier zu befallen und sich einzunisten. Würmer finden dabei auf unterschiedlichen Wegen in den Hund. Besonders häufig passiert das, indem Hunde an befallenen Kothäufchen schnuppern und dabei Wurmeier mit infektiösen Larven aufnehmen, erklärt der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e. V. (bpt).

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Mit bestimmten Würmern, zum Beispiel dem Fuchsbandwurm, stecken Hunde sich auch über die Nahrung an. So gelangen Bandwürmer zum Beispiel über wilde Nagetiere, die Bandwurmstadien in sich tragen, in den Hundekörper. Ein weiteres Risiko stellt zudem die Rohfleischfütterung, das sogenannte Barfen, dar, wie der European Scientific Counsel Companion Animal Parasites Deutschland (ESCCAP) in einer Empfehlung betont. Über rohes Fleisch und Innereien, zum Beispiel Leber oder Lunge, können verschiedene Parasiten auf Hunde übertragen werden.

Je nach Wurmart können sich Welpen sogar bereits im Mutterleib anstecken. So gelangen Spul- oder Hakenwürmer beispielsweise über die Muttermilch in den Magen und den Darm der Jungtiere, so der bpt.

Welche Würmer befallen Hunde besonders häufig?

Es gibt verschiedene Wurmarten, die sich im Körper Ihres Hundes einnisten und teilweise mehr, teilweise weniger Schaden anrichten können. In Deutschland sind vor allem Spulwürmer, Peitschenwürmer und Hakenwürmer verbreitet, die den Darm befallen. Sie gelangen meist über infizierten Kot in den Körper, so der ESCAAP.

Mit dem Hundebandwurm infizieren sich die Vierbeiner meist über rohes Fleisch, das vor dem Verzehr nicht tiefgefroren war. Ein Befall mit dem Fuchsbandwurm tritt besonders bei kleinen Beutetieren wie Kaninchen oder Mäusen auf. Auch diese beiden Wurmarten befallen den Magen-Darm-Trakt.

Doch der Magen-Darm-Trakt ist nicht das einzige Organsystem, das von Würmern befallen und geschädigt werden kann, so der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH). Eine stetig zunehmende Bedrohung geht von einem Parasiten aus, der das Herz-Kreislauf-System von Hunden zum Ziel hat.

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Herzwürmer werden über Vektoren übertragen, also Mücken der Familie Culicidae. In den meisten Teilen Europas, in denen die Infektion endemisch vorkommt, dauert die Übertragungssaison für Herzwürmer im Allgemeinen von April bis Oktober, erklärt der ESCAAP.

Auch der Lungenwurm kommt laut ESCAAP in Deutschland immer wieder vor. Ausgelöst wird die Infektion durch den Verzehr verschiedener Schneckenarten, aber auch von Fröschen oder von anderen Amphibien, die als Zwischenwirte fungieren.

Die Organisation betont, dass einige Würmer des Hundes auch als Zoonoserreger auf den Menschen übertragen werden können. Das führt im schlimmsten Fall zu Schädigungen von Augen, Nervenbahnen oder sogar dem Gehirn.

Symptome bei Wurmbefall

Da die verschiedenen Wurmarten natürlich auch verschiedene Körperregionen von Hunden befallen können, äußern sich auch die Symptome für einen Wurmbefall nicht immer eindeutig. Allgemein sollten Sie jedoch auf folgende Anzeichen bei Ihrem Vierbeiner achten:

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  • Würmer im Kot
  • Erbrechen, teilweise auch mit erkennbarem Wurmbefall
  • Appetitmangel
  • Durchfall, teilweise sogar blutig
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Aufgeblähter Bauch, der sogenannte Wurmbauch
  • Stumpfes und glanzloses Fell
  • Veränderungen der Haut
  • Juckreiz am After

So wird ein Wurmbefall behandelt

Wurde ein Wurmbefall durch eine Kotprobe beim Tierarzt diagnostiziert, muss dieser mithilfe von Medikamenten und Hygienemaßnahmen behandelt werden, so der bpt. Wichtig ist dabei die richtige Wurmkur, die auch gegen die vorhandenen Wurmarten wirkt, so der ESCAAP.

Eine Wurmkur wirkt bei Wurmbefall meist innerhalb von 24 Stunden – die Würmer im Darm des Hundes werden abgetötet und anschließend ausgeschieden, erklärt der ESCAAP. Ist Ihr Hund schwer befallen, können Sie gegebenenfalls eine weitere Behandlung anschließen. Beraten Sie sich dafür allerdings dringend mit Ihrem Tierarzt.

Nicht wirksam sind hingegen „Hausrezepte“ gegen Würmer wie Gemüse oder Knoblauch, warnt der bpt. Auch eine homöopathische Entwurmung ist in keinem Fall ausreichend. Bleibt die Infektion unbehandelt, können die Würmer das Leben Ihres Hundes akut bedrohen, mahnt der Verband.

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Wurminfektionen vorbeugen

Um Wurmbefall vorzubeugen, erhalten viele Hunde in Deutschland eine strategische Entwurmung, also eine Wurmkur in regelmäßigen Abständen, auch wenn zuvor kein Wurmbefall nachgewiesen wurde. Der bpt empfiehlt für Hunde, die regelmäßig unbeaufsichtigt draußen herumlaufen, eine monatliche Entwurmung.

Hunde, die gebarft werden, sollten dem Verband zufolge alle sechs Wochen eine Wurmkur erhalten. Für alle anderen Hunde sieht der bpt vier Entwurmungen im Jahr vor. In Einzelfällen sei zudem eine monatliche Entwurmung gegen Spulwürmer sinnvoll, zum Beispiel, wenn im Haushalt Kleinkinder oder immunschwache Personen leben.

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