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Die Winterharten: Diese Kübelpflanzen dürfen bei Frost draußen bleiben

  • Ist Nachtfrost angekündigt, müssen die Kübelpflanzen eingeräumt werden.
  • Das ist ein mitunter mühsames Unterfangen, das man sich mit winterharten Arten ersparen kann.
  • Vom leuchtenden Japanischen Ahorn bis hin zur immergrünen Zwergkiefer – die Auswahl für den winterfesten Kübel ist groß.
Stefanie Syren
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Auf Balkon und Terrasse sorgen Zitronenbäumchen und Oliven den ganzen Sommer über für Urlaubsstimmung – spätestens im Herbst aber auch für Stirnrunzeln. Wohin damit, und wann kommt der erste Frost? Einerseits sollten sie so lange wie möglich draußen bleiben, andererseits nicht erfrieren. Ohne kühlen Wintergarten oder ein Gewächshaus überstehen die Pflanzen den Winter oft in zu dunklen und zu warmen Räumen mehr schlecht als recht. Vom Aufwand, den das zweimal jährliche Bewegen der oft schweren Kübel mit sich bringt, einmal abgesehen. Wer kein geeignetes Winterquartier hat oder sich schlichtweg die Mühe sparen möchte, muss nicht auf Kübelpflanzen verzichten. Die Auswahl geeigneter Gehölze ist groß genug, und viele sind das ganze Jahr über attraktiv.

Indian Summer im Topf

Vor dem Laubfall bieten einige Pflanzen ein farbenfrohes Spektakel in sonnigen Farben. Der bekannteste Herbstfärber – der Ahorn – wächst nicht nur im Wald als großer Forstbaum, sondern ist auch eine Nummer kleiner zu haben. Für Terrasse und Balkon besonders gut geeignet sind die kompakten Sorten des Japanischen Fächerahorns (Acer palmatum). Das derzeit leuchtend rot verfärbte Laub der Sorte Osakazuki zieht den Blick ebenso auf sich wie die tief geschlitzten roten Blätter der Schlitzahornsorte Dissectum Atropurpureum.

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Eine weniger bekannte und für den Kübel empfehlenswerte Art ist der im Sommer frisch grüne und im Herbst leuchtend gelb gefärbte Goldahorn (Acer shirasawanum Aureum). Mit ihrer eleganten Wuchsform sind diese kleinen Ahorne das ganze Jahr über Schmuckstücke, die keinen Formschnitt benötigen.

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Blühende Gehölze

Zur Schere muss man auch bei den Hybriden der Zaubernuss (Hamamelis x intermedia) nicht greifen. Ihr Laub färbt sich im Herbst ebenfalls – gepflanzt werden sie aber meist der Blüten wegen: Sie öffnen sich schon ab dem Spätwinter, lange vor dem Laubaustrieb. Bei der Sorte Arnold Promise sind die Blütenzungen leuchtend gelb gefärbt, während Diane kupferrot aufblüht. Beide sind als langsam wachsende Sorten gut für Gefäße geeignet.

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Die Blüten einer chinesischen Zaubernuss hängen an den Zweigen der exotischen Pflanze in einem Garten in Langenhagen (Region Hannover). © Quelle: Holger Hollemann/dpa

Deutlich später, im Hochsommer, blüht die Eichenblatthortensie (Hydrangea quercifolia). Ihr Laub erinnert in der Form an Eichenblätter, färbt sich im Herbst purpur, und die weißen Blüten schmücken Terrasse und Balkon über viele Wochen hinweg. Für den Kübel empfiehlt sich die Zwergsorte Pee Wee, die nur rund einen Meter hoch wächst. Etwas größer, rund 1,5 Meter, wird die Zwergkirsche (Prunus kurilensis) Brilliant. Im Herbst trägt sie leuchtend orangerotes Laub, und ab Ende März hüllt sie sich in weiße bis rosafarbene Blütenwölkchen ein. Ihre Früchte sind essbar, bilden aber im Vergleich zu Kultursorten nur wenig Fruchtfleisch.

Kompakte Immergrüne

Pflanzen, die ihr Laub oder ihre Nadeln das ganze Jahr über tragen, sind im Winter besonders wertvoll. Der bis vor wenigen Jahren als unkompliziert geltende Buchs (Buxus sempervirens) wäre für den Kübel durchaus geeignet. Allerdings fressen die gut getarnten Raupen des Buchsbaumzünslers ganze Pflanzen kahl und haben nicht nur die Anzahl der Buchsbäume, sondern auch seine Beliebtheit reduziert.

Die als Alternativen zum Buchs gehandelten Stechpalmen gibt es in kompakten und schnittverträglichen Arten, die sich ähnlich formen lassen wie Buchs. Die kleinblättrige Japanische Stechpalme (Ilex crenata) ist eine von ihnen. Bei den Nadelgehölzen hat sich die Zwergkiefer (Pinus mugo) als unkompliziertes Kübelgewächs etabliert, und die Sorte Mops erinnert auch ohne Schnitt in ihrem natürlichen Wuchs an eine Kugel.

Die Pflege der Winterharten

Grundsätzlich haben im Topf wachsende Pflanzen die gleichen Bedürfnisse an den Standort wie ihre ausgepflanzten Artgenossen. Allerdings friert ein Kübel schneller durch als der Gartenboden. Ein um den Topf gewickelter Mantel aus Jutegewebe und eine Mulchschicht aus Laub und Reisig auf der Erde isolieren und schützen den Wurzelballen.

Außerdem wichtig: Nicht nur die Pflanze, auch das Gefäß muss den Winter überstehen. Einfache Tontöpfe werden durch das in den Poren gefrierende Wasser leicht gesprengt und zerbrechen. Beim Kauf von Terrakotta und Keramik sollte die Ware vom Hersteller als frostbeständig deklariert sein, und selbst dann sollte in diesen Gefäßen kein Wasser stehen. Eine zu gut gemeinte Wasserversorgung wäre allerdings auch für die Pflanzen schlecht. Nässe schadet den Wurzeln meist mehr als der Frost. Etwas mehr Feuchtigkeit brauchen lediglich die immergrünen Arten. Sie sehen schließlich deshalb so attraktiv aus, weil ihre Blätter und Nadeln das ganze Jahr über Photosynthese betreiben.

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