Weihnachtsstern – so werden die Blätter wieder rot

  • Weihnachtssterne haben nur eine Saison rote Blätter? Irrtum! Euphorbia pulcherrima ist eine mehrjährige Pflanze.
  • Damit sich der Weihnachtsstern wieder in farbiger Pracht zeigt, gibt es einen kleinen Trick: Die Pflanze muss jetzt für eine Zeitlang dunkel gestellt werden.
  • Der Grund dafür liegt in seiner ursprünglichen Herkunft, den Tropen – die Pflanze braucht einfach ausreichend Dunkelheit.
Katrin Schreiter
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Leipzig. In Deutschland wird der Weihnachtsstern seit mehr als 100 Jahren in Gewächshäusern gezüchtet und kommt ab Anfang November in den Verkauf. In der Adventszeit und an den Feiertagen gehört die Pflanze dann traditionell zu den beliebtesten Dekorationen. Doch im neuen Jahr wird er häufig auf dem Kompost oder im Hausmüll entsorgt. Dabei ist der Euphorbia pulcherrima eine mehrjährige Pflanze – und kann erneut zu farbiger Pracht geführt werden. Das Geheimnis liegt in den Lichtverhältnissen.

Eine tropische Pflanze

Der Weihnachtsstern kommt ursprünglichen aus der Äquatorgegend, er blüht in unseren Breitengraden deshalb ausschließlich im Winter. Da es in den tropischen Gebieten keine Jahreszeiten gibt, wächst die Pflanze ganz unabhängig davon. Die Blütenbildung ist allerdings abhängig von den Lichtverhältnissen. Denn in den Herkunftsregionen sind die Tage nie länger als zwölf Stunden, sodass der Weihnachtsstern täglich mindestens eine Dunkelphase von zwölf Stunden erlebt.

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Das ist auch der Grund, warum Weihnachtssterne in Mitteleuropa ab Spätherbst Hochsaison haben: Die Tage werden kürzer und sie stehen länger im Dunklen. Werden die Tage dann ab Februar wieder länger, verblüht er und bildet nur grüne Blätter. Es sei denn, man bietet ihm tropische Lichtverhältnisse – genau das ist einer der Tricks, um einen alten Vertreter erneut zu „färben“.

Dabei handelt es sich übrigens bei dem zumeist roten Teil der Pflanzen nicht um Blüten, sondern um verfärbte Hochblätter. Die Blüten selbst sind eher klein und gelb – sie sitzen in der Mitte der Hochblätter.

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Weniger Licht, aber gießen

Um die Bedingungen der Herkunftsregion zu simulieren, muss der Weihnachtsstern mehrere Wochen lang dunkel oder dunkler gestellt werden, sodass er höchstens elf Stunden Licht am Tag erhält. Pflanzen, die man derzeit bereits im Laden kaufen kann, haben diese Prozedur in der Gärtnerei hinter sich.

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Die dunkle Phase muss mindestens sechs Wochen lang dauern. In dieser Zeit sollte der Weihnachtsstern ganz dunkel stehen oder stundenweise abgedeckt werden. Am besten, man beginnt damit jetzt!

So steht die Pflanze dunkel

Es gibt einige Möglichkeiten, um den Weihnachtsstern dunkel zu stellen. Im Haus und in der Wohnung bieten sich Räume an, in die kein Licht fällt, wie zum Beispiel

  • in Kellerräumen ohne Fenster,
  • in Abstellkammern oder
  • in Lagerräumen, die unbeleuchtet sind.

Wer keinen dunklen Raum zur Verfügung hat, deckt den Weihnachtsstern einfach mehrere Stunden täglich mit einer undurchsichtigen Tüte oder einem Karton ab.

Wichtig: Die Pflanze muss regelmäßig gegossen werden.

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Helle Phase – warm und geschützt

Nach der dunklen Phase kann die beliebte Zimmerpflanze an den gewünschten Standort gestellt werden. Idealerweise ist es dort mehr als 22 Grad warm, hell und sonnig sowie geschützt vor Zugluft. In den kommenden Tagen zeigt der Weihnachtsstern dann die gewünschten farbigen Blätter und kleine Blüten.

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